Montag, 09. Oktober 2006
Cannon Hawke ist eingesperrt. Ein Zustand, der weder ihm, noch dem anderen Ich in Cannons Körper gefällt.
Cannon bricht aus. Seine Vorgehensweise ist äußerst brutal, ein Verhalten, das nicht seinem Charakter entspricht. Das andere Ich heißt Taras. Einst ein Feind, der von Cannon besiegt wurde, sollte er wiedererweckt werden, aber die Wiederbelebung scheiterte. Taras’ Bewusstsein nistete sich in Cannons Gehirn ein. Von dem anderen Ich weiß Cannon jedoch nichts.
Wenig später erhält Akiko Nigata eine Nachricht von einem Hotel in Prag. Cannon Hawke, häufiger Gast des Hotels, hat sich völlig unerwartet im Hotel einquartiert. Allerdings lässt sein Verhalten völlig zu wünschen übrig. Gäste beschweren sich über die Lautstärke und vermutliche Randaliererei. Akiko bietet sich ein schlimmes Bild bei ihrer Ankunft. Cannon scheint vollkommen aufgelöst. Zusammengekauert und ängstlich hat er nichts mehr mit dem starken jungen Mann gemein, den alle kennen.
Es wird Zeit für Cannon, wieder zu sich selbst zu finden und das verlorene Selbstvertrauen wieder aufzubauen. Wer glaubt, nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden zu können, kann zu einer Gefahr für sich und andere werden.
Doch vorerst meint Cannon wieder alles unter Kontrolle zu haben. Seine Recherchen führen ihn zu einem internationalen Geschäftsmann und Waffenhändler. Cannon weiß nur eine Lösung: Dem Mann einen Besuch abstatten und auf den Busch klopfen.
Cannon Hawke lernt der Neuleser hier sogleich als Jetsetter kennen: Prag/Tschechien, Interlaken/Schweiz oder Tokio/Japan, Cannon ist auf der Weltbühne zu Hause, eine Art Cosmopolit der aus dem Ozean kam.
Ähnliche Konzepte müssen sich Vergleiche gefallen lassen, so auch Cannon Hawke, einem Fathom-Spin-off der erfolgreichen Serie von Comic-Ikone Michael Turner. Es könnte durchaus sein, dass Fathom und somit auch Cannon diverse Inspirationen erfahren haben. Die Fähigkeit, Wasser nach eigenen Vorstellungen zu formen und zu benutzen, begegnete dem Genre-Fan bereits in Abyss von James Cameron. Noch viel früher werden sich vielleicht noch einige an Bobby Ewings – Entschuldigung, natürlich Patrick Duffys Ausflug in die Tiefen der Meere erinnern, als er Der Mann aus Atlantis war. Die Fernsehserie entstand in der zweiten Hälfte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Jüngst schickte das Fernsehen die Zuschauer mit Surface in die Tiefe.
Sicherlich ist Cannon kein Mark Harris, da seine Fähigkeiten deutlich weiter reichen als die des Mannes aus Atlantis. Doch beiden haftet eine besondere Faszination an. Ein Mann, kein Außerirdischer, agiert in unserer Welt und trotzdem besitzt er Fähigkeiten über das menschliche Maß hinaus. Er kann sich in dem von uns so geliebten und gefürchteten Element Wasser so leicht bewegen wie jeder x-beliebige von uns an Land – im Vergleich sogar besser.
Cannon beherrscht außerdem noch das Wasser, kann das Wasser kontrollieren, in ihm aufgehen, mit ihm verschmelzen. Zusammen mit seinen weltmännischen Fähigkeiten ist er ein wenig wie ein Mark Harris, der mit James Bond gekreuzt wurde.
Letztlich zeigt dieser kleine Vergleich, dass das Interesse an Meeresszenarien gepaart mit Action ungebrochen ist. In Fathom, ebenso wie in Cannon Hawke, spinnen der Erfinder Michael Turner und Autor J.T. Krul den Faden weiter. Lotete man früher das technisch Machbare aus und verwendete es für Geschichten, wird hier das Vorhandene getoppt, wird das Außergewöhnliche zum Normalen. Aber das Phantastische wird von Krul wieder gebremst, indem Cannon auch die Kontrolle verliert – ohne Schwäche könnte man als Leser nicht mitfiebern.
Die Leser konnten Zeichner Marcus To bereits mit Sonderheft 5 der Fathom-Serie kennen lernen. Mit der Kurzgeschichte um Cannons Initiation gestaltete To eine Episode aus Cannons Jugendtagen aufs trefflichste.
War in der 0-Ausgabe von Cannon Hawke noch Zeichner Koi Turnbull federführend und somit im direkten Vergleich zu To, kann ich für mich nur feststellen, dass mir Tos Bilder besser gefallen als jene von Turnbull. Tos Bilder sind etwas glatter, erinnern mehr an Zeichentrickszenen, die Figuren wirken auf den ersten Blick eine Spur sympathischer. – Ein sehr objektiver Eindruck natürlich.
Nach einem rätselhaften Auftakt nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf. Man darf wirklich gespannt sein, wie Cannon mit dem Feind in seinem eigenen Körper fertig werden wird. 😀
Freitag, 06. Oktober 2006
Im Jahre 1936 macht ein Killer von sich Reden. Schleichend, aber unaufhaltsam, wird er zu einer Größe in der Unterwelt.
Der Weg ist lang, nicht immer sind die Aufträge von Luca Torelli von Erfolg gekrönt. Jeder muss Lehrgeld bezahlen, egal, was er macht. Torelli, alias Torpedo, arbeitet sich nach oben. Wer sich den Torpedo nicht leisten kann, ist gezwungen, in Naturalien zu bezahlen: Besonders Frauen.
Der Killer kennt nur eine Moral: Gewinnen. Damit verbunden ist Geld. Luca Torelli will reich sein. Vor langer Zeit betrat er als jugendlicher italienischer Einwanderer amerikanischen Boden. Als Schuhputzer schlug er sich durch. Bald stellte er fest, dass harte Arbeit allein ihn nicht voran bringt. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts waren die Ärmsten der Armen die Fußabtreter der Mächtigen.
Luca wird schnell zum Prügelknaben eines Polizisten. Doch wie ein in die Enge getriebenes wildes Tier hält es Luca irgendwann nicht mehr aus. Als sich die Gelegenheit ergibt, schlägt er zurück. Ohne Erbarmen, nie hat er Wohlwollen erfahren, noch wird er jemals bereit sein, Gnade zu gewähren.
Nachdem er die Polizei schon nicht respektieren kann, lernt er schnell, dass auch Ganovenehre eher eine romantische Vorstellung ist. Und Frauen wollen ohnehin nur benutzt werden. Luca Torelli verfolgt diese wenigen Grundsätze ohne Skrupel. Wer Torelli reinlegt, bekommt all seine Rache zu spüren: Rache ist ein Gericht, dass am besten kalt serviert wird. Nicht immer kann der Zorn in Torpedo diesen Grundsatz in die Tat umsetzen lassen.
Aus dem Einzelgänger wird ein Killer, der sich einen Leibwächter leisten kann (leisten muss) – ein schlecht bezahlter Job, in jeder Hinsicht. Selbst wenn das Geld stimmen würde, so ist Luca Torelli wohl der mieseste Arbeitgeber der Unterwelt. Allerdings kann man Rascal, Torpedos Leibwächter und Fußabtreter, kaum bemitleiden, denn in Sachen Gewalt steht der Gehilfe seinem Herrn in nichts nach.
Der erste Band der Gesamtausgabe von Torpedo schickt den Leser in die amerikanische Unterwelt des Jahres 1936, als Gangster noch echte Gangster waren. Doch mag der Leser beachten, dass Torpedo jegliche Kriminellenromatik fehlt, die er von Darstellern wie Humphrey Bogart, Edward G. Robinson oder James Cagney her kennen mag.
Torpedo ist bitterböse und gemein. Torpedo achtet nur Torpedo. Torpedo verachtet die Menschen, vielleicht, weil sie allzu schnell bereit sind, ihn zu bezahlen, um andere Menschen zu töten. Torpedo tötet alles, nicht nur die, die sich auch wehren können. Da ist auch schon mal ein Priester dabei. Nur das Ergebnis zählt. Wenn ein Opfer in den Rücken geschossen wird, dann ist das beinahe schon ein Gnadenakt.
Torpedo wird jene Leser ansprechen, die schon Sin City mochten. Es geht in die Unterwelt, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Luca Torelli, von Autor Enrique Sanchez Abuli erdacht, durchlebt die verschiedensten Episoden und Lebensabschnitte. Besonders interessant sind seine Jugendtage, die zeigen, wie er auf die falsche Bahn geriet. Abuli zeigt hier sehr schön, warum Torelli plötzlich die Hutschnur platzt. Das mildert sein Verhalten keineswegs, Moral ist hier absolut fehl am Platze. Abuli erzählt eine Gangstergeschichte, den Aufstieg eines bösen Buben.
Als Leser (und Fan solcher Geschichten) kann man sich schwerlich entziehen, denn Abuli platziert viel Humor in diese Episoden, Zynismus, Ironie, kleine Seitenhiebe. Wenn Torelli als Weihnachtsmann verkleidet zu einem Rachefeldzug aufbricht oder einem Poltergeist nachspürt, dann kann man sich das Grinsen nicht verkneifen.
Wenn Torelli seinem Handwerk auf drastische Weise nachgeht, kann dieses Grinsen schlagartig (im wahrsten Sinne des Wortes) vergehen – oder auch nicht. Denn wie zum Beispiel bei Quentin Tarantino, der ein Fan von Torpedo sein soll, ist auch hier überzogene Gewalt ein Mittel des Humors.
Die ersten beiden Episoden wurden noch von Zeichner Alex Toth in Szene gesetzt. Toth zensierte wohl die eine oder andere Vorlage von Abuli während des Zeichnens. Bei seinem Nachfolger Jordi Bernet geschah das nicht mehr. Mit einem großartigen Strich, mit einem sehr dokumentarischen Charakter, der an alte Zeiten erinnert, als Fotografie noch nicht der Normalfall war, bringt Bernet einen Luca Torelli wie einen Gangster-Archetypen zu Papier – (der rein äußerlich von einer jungen Variante des Leonard Nimoy hätte gespielt werden können).
Dank Bernet ist Torpedo eine hervorragende Film Noir-Unterhaltung geworden, spannend, künstlerisch sehr gelungen, aber sicherlich nicht für jedermann geeignet. – Als jemand, der die alten Filme aus Hollywoods Schwarzer Serie mag, freue ich mich bereits auf die Fortsetzungen. 🙂
Mittwoch, 04. Oktober 2006
Am Dienstag, 10.Oktober 2006, ist der Bone-Erfinder und Zeichner Jeff Smith in Hamburg. Von 15.00 bis 17.00 Uhr signiert er im k presse + buch Medienzentrum Hauptbahnhof (Wandelhalle) seine Werke für seine Fans (und natürlich solche, die es werden wollen) pünktlich zum Erscheinen der Farbausgabe seines Comics in Europa.
Links: Boneville
Quelle: Tokyopop Pressemitteilung
Dienstag, 03. Oktober 2006
Robocop hat ein Problem. Seine Rüstung sieht einmal mehr aus wie ein Schrottplatz auf zwei Beinen. Und sein Wagen sieht einmal mehr aus wie ein Schrottplatz auf vier Rädern. Das hindert den Ausnahmepolizisten, den besten Cyborg, den die Welt je gesehen hat, nicht daran, Kindesentführern das Handwerk zu legen. Auf seine unnachahmliche Art nimmt er die Verfolgung auf.
Verbrecher haben weder Gnade noch gnädiges Verhalten von ihm zu erwarten. Die Entführer bekommen denn auch ihre eigene Medizin zu schmecken. (Um im Action-Jargon zu bleiben.)
Robocop, der einstige Polizist Alex Murphy aus Detroit, lässt gemäß seiner Programmierung ungern unerledigte Arbeit zurück. So hebt er gleich einen Kinderhändlerring aus. Erbarmungslos, wie der Leser es erwartet.
Obwohl der stählerne Polizist seinen drei Hauptdirektiven folgt, von denen die wichtigste wohl der Schutz der Unschuldigen ist, hat Robocop auch Feinde aus den eigenen Reihen. Immer noch gibt es den Plan, Robocop durch eine bessere Nachfolge-Variante zu ersetzen. Leider sind diese Varianten absolute Blindgänger. Ihre Gehirne kommen mit dem neuen Zustand nicht klar. Einer schießt sich lieber selbst eine Kugel in den Kopf, als diesen Zustand länger zu ertragen.
Murphy kommt kaum dazu, seine letzte Instandsetzung zu genießen. Eine neue Polizeitruppe hat ihre Arbeit aufgenommen und steht in direkter Konkurrenz zur regulären Truppe und steht außerdem einer Bande von kriminellen Irren im Verhalten kaum nach. Nicht nur Robocop, sondern auch seine frühere Kollegin Lewis legt sich mit diesen Wahnsinnigen an.
Derweil zieht sich die Schlinge um Robocop immer enger zusammen. Dr. Love, eine vom Ehrgeiz zerfressene Geschäftsfrau, setzt alles daran, um Robocop in Mißkredit zu bringen. Bei einer neuerlichen Instandsetzung werden Robocops Direktiven verdoppelt und verdreifacht. Sein Polizeidienst gerät zur Farce, Murphy wird zu einem Polizisten, der andere wegen eines weggeworfenen Bonbonpapierchens ermahnt.
Aber Murphy ist noch zu menschlich. Der programmierte Irrsinn hält nicht lange vor. Allzu schnell kommt es zum offenen Schlagabtausch.
Frank Millers Variante des Robocop-Themas erinnert stark an den offiziellen zweiten Kinofilm des stählernen Wächters. Kein Wunder, hat sich doch Steven Grant der Vorlage des Meisters angenommen und daraus eine Adaption für das Genre Comic gemacht. Die Geschäftsfrau, die ihren Robocop auf die Straßen bringen will. Murphy, dessen Vergangenheit ihn immer wieder einholt, der sein altes Leben nicht vergessen kann. Die Straßen, die vor durchgedrehten Mördern nur so wimmeln. Aber Frank Miller hätte nicht einen Ruf zu wahren, würde er seinen Geschichten nicht einen gewissen Miller-Charme aufdrücken.
Grant schafft es, in seiner Adaption diesen Charme zu erhalten.
Eine unverwechselbare Seite von Millers Erzählweise ist sein Zynismus und seine Ironie. Die Welt, in der Robocop seinen Dienst versieht, ist unmenschlich, gemein, bitterböse. Die Medien geben dieöffentliche Meinung vor. Für die sich auf den Straßen allerdings niemand mehr zu interessieren scheint. Letztlich werden so all die Phrasen, die uns tagtäglich auf diesem Weg erreichen, als leere, nutzlose Worthülsen entlarvt.
Miller baut Spaß an der Gewalt in seine Geschichten ein, ob er damit auch seine Leser entlarvt, sei dahingestellt. Ob Mann, ob Frau, alle sind sie Getriebene. Unter dem Strich lässt sich allerdings sagen, dass die Frauen eher jene sind, die auch das Hirn haben. Nimmt man Murphys alte Kollegin hinzu, haben sie zuweilen auch noch die besseren Muskeln oder die besseren Kampftechniken.
Murphy ist eine Figur, die Miller sehr entgegen kommt, da sie einigen Archetypen entspricht, die Miller bereits verwendete. Mit dem Unterschied, dass Robocop tatsächlich auf der richtigen Seite des Gesetzes steht.
Angeblich waren die Geschichten zu Robocop 2 und 3 der Grund, warum Miller sich aus Hollywood zurückzog und nie die Erlaubnis zur Verfilmung seiner ureigenen Handlungen mehr geben wollte. Bei Sin City besann er sich eines besseren.
Dass Detroit zu einer Freakshow gerät, in der ein Cyborg der einzig Normale ist, liegt außerdem an den Fähigkeiten des Zeichners Juan Jose Ryp. Teilweise könnten die Verbecher kaum ekelhafter dargestellt sein. Gewalt und nicht zuletzt die verschiedenen Endresultate sind ein Merkmal der Handlung. Ryp spart selten etwas aus, verdeckt allzu heftige Details eher durch einen gewaltigen Blutschwall.
Ryp ist ein detailversessener Zeichner, Wände, Fensterscheiben, Fahrzeuge und vieles mehr splittern in ungeheuer viele Einzelteile auf. Gesichter, Körper, Kleidung und Haltungen sind mit einem tollen Blick für Exaktheit gezeichnet. Brutal einerseits, ist der Comic andererseits auch ein gutes Beispiel für handwerkliches Können eines Comic-Zeichners.
Ryp trat ebenfalls als Zeichner von Lady Death oder Treshold in Erscheinung.
Frank Millers Robocop erschien als neunteilige Serie bereits ab 2003. Bereits zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts schickte Miller Robocop gegen den Terminator in einem vierteiligen Crossover ins Rennen, so ganz konnte er die Figur trotz der schlechten Erfahrungen wohl doch nicht loslassen.
Inzwischen erschien Frank Millers Robocop in der Dark Side Reihe der italienischen LaGazzetta dello Sport, einer Comic-Edition ähnlich der Reihen, wie sie jüngst von BILD und FAZ aufgelegt wurden. Doch wie der Titel der Reihe, Dark Side, verrät, legt die LaGazzetta dello Sport mehr Wert auf Action: Aliens, Blade, Conan, Spawn, Hulk, Hellboy sind nur einige Beispiele.
Auch Avatar Press, der amerikanische Verlag, der sich die Rechte an Robocop sicherte, bringt die Miniserie im folgenden Monat als Sammelwerk heraus.
Wer Action-Comics, Frank Miller und insbesondere Robocop mag, liegt mit diesem Sammelband absolut richtig.
Links: Avatar Press, Robocop bei IMDB, Robocop 2 bei IMDB, Robocop Archive, LaGazzetta dello Sport / Dark Side
Montag, 02. Oktober 2006
Nach seinem letzten Kampf ist der namenlose Junge schwer angeschlagen. Fever, die blinde Frau, die ihn und die kleine Evening Cloud bei sich aufgenommen hat, weiß nun, was zu tun ist. Ihr Reiseziel lautet: New Orleans.
Dieser einzigartigen amerikanischen Stadt haftet immer noch ein magisches Flair an. Dies trifft sogar im wahrsten Sinne des Wortes zu, wie Fever behauptet. Sie besitzt ein herrschaftliches Haus, wohl behütet von einer alten Freundin. Der namenlose Junge, manchmal auch Running Wind genannt, fühlt sich für einen kurzen Moment sich, wenn nicht auch glücklich in der Gesellschaft seiner beiden Freundinnen.
Aber die Vergangenheit holt alle ein. Vor vielen Jahren verließ Fever die Stadt – der Liebe wegen. Nun ist ihr Geliebter von einst wieder da. Alles ändert sich, man könnte auch sagen, es ist, als habe sich nie etwas geändert. Auch Evening Cloud verliebt sich. Plötzlich ist der namenlose Junge allein und aus dem 5000 Jahre alten, unsterblichen Wesen wird wieder ein kleiner Junge, der sich schlicht vernachlässigt fühlt.
Er reißt aus.
Leider ändert er dadurch nichts. Im Gegenteil, denn seine Erzfeindin Ahmasi, unsterblich wie er, hat längst seine Spur wieder aufgenommen. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf.
In der 2. Episode von Vampire Boy mit dem Titel Der Fluch erfährt der Leser sehr viel Neues von dem kleinen Vampir wider Willen.
Der Junge ohne Namen hat ein ähnliches Problem wie Claudia in Interview with a Vampire. Er altert nicht und wird nie erfahren, wie es sein wird, ein Erwachsener zu sein. Er hat trotzdem die Erfahrungen unzähliger Menschenleben, die Anhäufung eines Wissens, um das ihn noch mehr Menschen beneiden würden. Leider belastet sein unsterbliches Leben auch seine Psyche. Nach 5000 Jahren im Körper eines Kindes ist der Junge ohne Namen einem Ende dieses Lebens nicht abgeneigt. Doch da gibt es Hindernis.
Dieses Hindernis heißt Ahmasi. Die ehemalige Geliebte des Pharaos aus dem alten Ägypten lebt eine völlig zügellose Unsterblichkeit. Sex und Gewalt gehören zu ihrem Charakter, der Hass auf den Jungen ohne Namen treibt sie an. Endlich will sie die einzige Unsterbliche des Planeten sein.
Damit verhält sie sich vollkommen entgegengesetzt zu Running Wind, wie der Junge auch von seinen neuen Freunden genannt wird – etwas, das Ahmasi niemals erfahren wird, denn sie benutzt die Menschen nur. Freunde sind ihr vollkommen fremd. Erneut erzählt Autor Carlos Trillo anhand einiger sehr prägnanter Beispiele, wie diese gegensätzlichen Eigenschaften der Hauptcharaktere sie durch die Jahrtausende getrieben haben. Die Unschuld des Jungen ohne Namen und die Durchtriebenheit von Ahmasi hoben sich auf der Waage der Ereignisse stets gegeneinander auf. Außerdem sind beide noch mit der gleichen Schwäche ausgestattet, die im vorliegenden Band ein deutliches erzählerisches Gewicht erhält: Nur bei Sonnenlicht regenerieren ihre Kräfte und Verletzungen.
Letzterer Aspekt stellt immer wieder die Grundlage für gegenseitige Attacken. Carlos Trillo verwendet diese Schwäche, um den Leser deutlich in die Irre zu führen. Zeichner Eduardo Risso hilft ihm dabei durch seinen exakten, unaufdringlichen Zeichenstil, besonders im zweiten Teil der Geschichte. Teilweise darf der Leser dabei durch Ahmasis Augen sehen oder auch als versteckter Zuschauer anwesend sein – der sich besser nicht selber blicken lässt.
Ein erzählerischer und optischer Trick, der Spaß macht.
Gnädigerweise verzichtet Risso darauf, Ahamasis Gewaltorgien allzu deutlich in Szene zu setzen. Schattenspiele, angedeutete Endergebnisse, all diese Ansichten genügen, um die Phantasie des Lesers anzuheizen – was vermutlich noch drastischere Bilder hervorruft.
Der Junge ohne Namen weiß inzwischen, dass die Schwäche der beiden für beide zu keinem Ergebnis führen wird. Carlos Trillo führt die Geschichte in eine neue Richtung. Die Lösung liegt in der ägyptischen Vergangenheit. Ein Fluch soll dem Jungen helfen, die Feindin zu besiegen und wie sich zeigt, ist diese Hilfe dringend nötig.
Geschickt und spannend erzählt, mit außerordentlich gruseligen Ausflügen in die Vergangenheit der beiden Hauptcharaktere, läutet die zweite Episode den Endspurt der Handlung ein. (Leider muss sich der Leser arg bis zur Fortsetzung gedulden, denn lange wurde die Spannung bis zum Schluss nicht mehr so auf die Spitze getrieben.)
Besser kann gepflegter Horror und Grusel in diesen Tagen kaum sein. 😀
Samstag, 16. September 2006
Eine Welt unbeschreiblicher Schönheit wartet unter auf Wasser auf jene, die die Erhabenheit dieses Ortes zu schätzen wissen. Cannon Hawke sieht das im Augenblick etwas anders.
Seine Heimat Muria, der er so viel Zuneigung entgegenbringt, sieht er im Augenblick durch die Gitter eines Gefängnisses – sinnbildlich gesprochen. Dabei eilte Cannon nur der Stadt Saba zur Hilfe gegen amerikanische Soldaten – und gegen die ausdrückliche Weisung des Rates.
Die Proteste seiner Freunde bleiben zunächst ungehört und fruchtlos.
Aspen hat ganz andere Probleme. Ihre Herkunft stellt sie immer wieder vor neue Erkenntnisse. (siehe auch Fathom, erste Serie) Hatte sie nicht schon genug damit zu tun, ihre Andersartigkeit vor den Menschen zu vertreten, sind die Riten und Ansichten in der Welt unter Wasser noch einmal andere. Der Mann, der sich ihr einmal mehr als Vater präsentiert, ist nicht einmal besonders Vertrauen erweckend.
Indessen bereiten sich die Menschen auf neue Manöver auf. Und diesmal gibt es keinen Cannon Hawke, der sich bemühen würde, sie aufzuhalten.
Die neue Serie Fathom geht nicht nur neue, sondern auch faszinierende Wege. Beeindruckten in der Vergangenheit die Figuren durch beinahe überirdische Körperformen – die kein Model je zustande bringen würde -, werden in der neuen Serie Bauten und Rüstungen entworfen, die noch fremdartiger sind.
Die Schwarzen wollen energischer gegen das parasitäre Verhalten der Menschen vorgehen. Die Zeit des Verständnisses ist vorüber. Die Menschen scheinen zwar ähnliche Wurzeln zu haben, immerhin bestehen sie wie alle andere Lebewesen zu einem großen Teil aus Wasser, trotzdem hat diese Herkunft keinen bedeutenden Einfluss auf ihr Verhalten.
Und die Schwarzen besitzen nicht mehr die Geduld, darauf zu warten, dass sich die Menschen ändern.
Zeichner Koi Turnbull spielt bei der Gestaltung der Geschichte mit bekannten und unbekannten Elementen. Die fremdartigen Rüstungen wecken Assoziationen an eine bekannte Weltraumsaga einerseits, an einen bekannten Jäger aus dem Weltraum andererseits. Das Besondere ist die Oberfläche, schillernd, chamäleonartig, so gewinnen die Rüstungen noch mehr an Bedrohlichkeit – würde es eine ernsthafte Variante von Pirates Of The Caribean geben, würden Jacks Feinde so aussehen müssen. Andere Leser könnten möglicherweise Schlüsse auf eine Art Unterwasser-Spawn ziehen.
Im Film würde man von Ausstattung sprechen, im Comic sind einer solchen natürlich keine Grenzen gesetzt – es sei denn, es besteht eine Begrenzung des zeichnerischen und zeitlichen Aufwands. Davon ist hier allerdings nichts zu sehen. Aspen hat von Koi Turnbull und der Koloristin Christina Strain ein Outfit erhalten, von dem sich mancher Mode-Designer eine Scheibe abschneiden kann. – Ob es besonders tragbar ist, daran mögen sich die Geister scheiden, aber besser aussehen tut es allemal.
Michael Turner, Initiator der Fathom-Reihe, hat mit dem Aspen-Mythos eine neue Meerjungfrau geschaffen (vielleicht eine Inspiration für M. Night Shyamalans neuen Film). Im Gegensatz zur kleinen Meerjungfrau geht Aspen jedoch den umgekehrten Weg. Für sie ist ihre Herkunft ein Geheimnis, das sich mehr und mehr entschlüsselt. Im Gegensatz zu früheren Geschichten ist Aspen aber eher eine Klammer der Handlung. Andere Protagonisten treiben die Geschichte nun voran. Das ist jedoch nicht weniger spannend.
Fathom ist für alle Genre-Fans eine Alternative, die seit Filmen wie Abyss oder Klassikern wie 20000 Meilen unter dem Meer, Unter Wasser rund um die Welt eine Stufe weiter in die Tiefen vorstoßen wollen. Fathom ist absolutes Kino auf Comic-Seiten. 😀
Auf der Frankfurter Buchmesse sind in diesem Jahr natürlich auch wieder Comics vertreten. (4.-8. Oktober 2006). Don Rosa, versierter Disney-Zeichner und fast schon eine Comic-Legende, befindet sich bereits vorher auf Signiertour. Termine findet Ihr unter www.comic-spielzeug.de. Auf der Messe selbst ist er am 7. Oktober von 16.00-18.00 Uhr am Stand von Egmont Ehapa (Halle 3.0 Stand F 174). Außerdem findet Ihr ihn am 8. Oktober dort von 11.00-13.00 und 15.00-17.00 Uhr.
Quelle: comic-spielzeug.de
7. Oktober: Um 11.00 Uhr zeichnen Nao Yazawa (Wedding Peach) und Zoran Janjetov (Techno-Väter) live die letzte Seite ihres gemeinsamen Comicprojekts CoManga am Egmont Ehapa Stand. – Das stelle ich mir persönlich ziemlich spannend vor. 🙂
Außerdem signiert Brösel am Sonntag, 8. Oktober, am Egmont Ehapa Stand um 12.00 Uhr seine Werner-Werke.
Ferner am 8. Oktober am EE Stand: Zeichnerin Nao Yazawa berichtet um 14.00 Uhr über ihre Arbeit an Wedding Peach.
Quelle: Egmont Ehapa Messe-Flyer
Freitag, 15. September 2006
Das Auswahlverfahren der eingereichten Beiträge hat begonnen: 927 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland haben sich am Wettbewerb beteiligt. Die feierliche Preisverleihung findet am 28. Oktober 2006 (um 16.00 Uhr) in der Piazetta des Historischen Rathauses zu Köln statt. Für den musikalischen Rahmen sorgen die Kölner Schülerband B.E.K.S. und die J-Rockgruppe SUGOI.
Mehr Infos unter www.managamagie.com. 😀
Quelle: Pressemitteilung MangaMagie V
Donnerstag, 14. September 2006
Der Junge starrt in die blaue Höhe, vorbei an imposanten Bauten seiner Heimatstadt. Die Umgebung ist edel, schön, doch in der Ferne leuchtet ein gelbes Licht.
Jedem Kind, dass in diese Ferne blickt, steht eine Warnung entgegen. Jeder solle sich fern von dem Licht halten, da er sonst vergehen wird. Doch Kinder werden von solchen Warnungen geradezu magisch angezogen. So ergeht es auch den jungen Cannon, und so wagt er den Aufstieg zur Wasseroberfläche.
Eine Nacht an der winterlichen norwegischen Küste. Ein einsamer Mann wartet entschlossen im Wasser auf einen kleinen Schiffskonvoi. Es ist Krieg. Die Transporter dürfen ihr Ziel nicht erreichen, sonst droht eine Katastrophe. Der Mann ist sich bewusst, dass er diese Nacht nicht überleben wird, aber er will diesen Preis bezahlen.
Die fünfte Sonderheft-Ausgabe der Fathom-Reihe beschäftigt sich ausgiebig mit der Vergangenheit eines der Protagonisten: Cannon Hawke.
Der vorliegende Band lüftet das Geheimnis, wie es dazu kam, dass ein Wassergeborener sich mit dem Namen eines Raubvogels schmückt. Wasser und Luft, zwei Elemente, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und doch funktioniert es.
Autor J. T. Krul nähert sich in der ersten Geschichte den frühen Jugendtagen von Cannon an. Der Junge hat eine behütete Kindheit, doch irgendwann endet jede Kindheit. Auch die Gesellschaft, in der Cannon groß wird, hat ihre Geheimnisse.
Als Leser kommt man nicht umhin, Vergleiche mit dem Dschungelbuch anzustellen. Die Neugier und Entdeckungsfreude Cannons sind sehr schön erzählt. Einfach zwar, aber es muss nicht immer kompliziert sein. Die Konsequenz von Cannons Verhalten, das Überschreiten der Schwelle zum Erwachsenen, ist schwerwiegend genug.
Es ist eine feine Erkenntnis, dass es für ein intelligentes Wesen einen Schritt zum Erwachsenen bedeutet, Land zu betreten. Allerdings muss Cannon feststellen, dass eine Krabbe bereits vor ihm da war und das, was ihm vorher so glorreich erschien, in Wirklichkeit nichts Besonderes ist.
Zeichner Marcus To, der für Tusche zuständige Jason Gorder und Kolorierungstalent Beth Sotelo tragen erheblich für das gute Gelingen dieser Episode bei.
Besonders Marcus To setzt die Erlebnisse von Cannon in sehr gut aufgebauten Seiten in Szene. Die Freude, die Cannon bei seinem Landausflug empfindet, der Schrecken, der sich in Begeisterung wandelt, könnte auf so wenig Raum kaum besser gezeigt werden.
Weniger heiter gibt sich die zweite Episode aus Cannons Vergangenheit. Schweres Wasser war in vergangenen Kriegstagen ein Stichwort für die Entwicklung nuklearer Waffen. Insofern fällt der Einschnitt zwischen den beiden Geschichten äußerst drastisch aus. Dort die unbeschwerte Kindheit, hier eine Familiengeschichte, ein dunkles familiäres Geheimnis, wie ein Schatten auf Cannons Herkunft.
In dieser sehr ernsthaften Geschichte legt denn auch wieder der Meister Michael Turner selbst Hand an.
Die Episode ist nicht nur optisch sehr düster, sie beschreibt auch inhaltlich einen düsteren Zeitabschnitt. Ein Wissenschaftler überschreitet seine Grenzen, ein Ältestenrat verurteilt ihn für die Kühnheit, die er bei seinen Forschungen an den Tag legte – und für die Folgen, denn viele Bewohner des unterseeischen Reiches erkranken an der Strahlung. Für Cannons Vater ist es Ehrensache für den Fehler des eigenen Vaters aufzukommen. Das Wissen, das so vielen seines eigenen Volkes schadete, darf nicht in die Hände der Oberflächenbewohner fallen.
Michael Turners Bilder sind Collagen. Er erzählt weniger von Bild zu Bild, vielmehr zeichnet er ein Gesamtszenario und bringt das Auge zum Treiben – besser kann ich es nicht beschreiben.
So entsteht ein einziges großes Bild. War eine solche Technik früher eher experimentell, bekommen Turners Bilder auf diese Art einen hohen künstlerischen Wert.
Unbestreitbar gewinnen Turners Bilder noch durch die großartige Kolorierung seines Kollegen Peter Steigerwald. Das Schneegestöber über den winterlichen Fjorden Norwegens, dazu noch nächtens, ist mit feinsten Farbabstufungen eingefangen.
Da ich ein Freund auch von kurzen Comic-Geschichten bin, die wie hier in der Tradition punktgenauer SciFi-Geschichten erzählt werden, habe ich den vorliegenden Band verschlungen. Klasse Erzählungen ohne Effekthascherei. 😀
Dienstag, 12. September 2006
Cannon Hawke erwacht in der Stille des Meeres. Seine Jacht treibt einsam über spiegelglattes, ruhiges Wasser. Trotzdem wird Cannon von Alpträumen geplagt.
Wie so oft betritt Cannon wieder einmal Land, die Welt, die zu einer zweiten Heimat wurde, deren Andersartigkeit er schätzen gelernt hat. Doch diesmal ist es anders. Tiefer und tiefer dringt er in den Dschungel vor, bis er eine alte Tempelanlage findet, deren Inhalt ihn aufs Neue herausfordert.
Später in Tokio. Wie anders sind doch die Städte. So unwirtlich im Regen anzuschauen und dennoch fühlt sich der einsame Wanderer in diesen Straßen wohl – solange es regnet. Cannon sucht einen alten Kontakt auf, der um seine Hilfe gebeten hat. Das Treffen fällt nur kurz aus. Cannon muss sich neuen Gefahren stellen.
Cannon Hawke ist zurück. Bereits im Auftakt zu Fathom, einer Idee von Michael Turner, lernte der Leser Cannon Hawke als Vermittler zwischen den Menschen und den Meeresbewohnern kennen. Wenig später erlebte der Leser Cannon in dem Zweiteiler Killian’s Tide, einer weiteren Geschichte aus dem Fathom-Universum. Damals machte eine Gruppe unter seiner Führung Jagd auf die Dissidenten des unterseeischen Volkes unter der Führung von Killian.
Heute erinnert er sich an Taras, einen Freund Killians, gegen den er kämpfte. Die Kämpfe gegen das eigene Volk verfolgen Cannon immer noch und belasten sein Gewissen.
Zu Beginn war Cannon ein geheimnisvoller Mann im schwarzen Anzug, beinahe mit einem ernsten Millionärsgehabe versehen. Cannon Hawke war der Mann im Hintergrund. Der Mann, der zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle ist und mit spektakulären Stunts beeindrucken kann.
Alles begann mit einer Idee von Michael Turner, den die Fans bereits von der Witchblade her kennen. Inzwischen gehört er zu den Größen im Comic-Geschäft jenseits des Teiches. Seine Handschrift ist auf Covern und Comic-Seiten sofort erkennbar. Das Fathom-Universum wächst beständig, Crossover mit Witchblade und Tomb Raider heizten die Spannung an, Sonderausgaben beschrieben weitere Details dieser Saga.
Nun erhält der schwarzhaarige Mann, der in der Geschichte rund um die Abenteuer von Aspen seinen Part spielte, seine eigene Serie. Taras ist immer noch ein Alptraum in Cannons Leben, nachdem Vana, Taras’ Mutter, ihren Sohn ins Leben zurückholen wollte und dabei Cannon regelrecht das Leben aussaugte.
Zeichner Koi Turnbull übernimmt ähnlich wie Talent Caldwell seinerzeit mit Killian’s Tide ein schweres zeichnerisches Erbe von Michael Turner. Und ähnlich wie Caldwell verfolgt Turnbull eine eher manga-nahe Zeichentechnik. So, immer noch als Fathom-Universum erkennbar, drückt er der Geschichte seinen eigenen Stempel auf, an der er textlich auch mitgearbeitet hat.
Ein Markenzeichen im Fathom-Universum ist die außergewöhnlich gute Kolorierung. Mit Beth Sotelo, Peter Steigerwald und Christina Strain hat er entsprechende Profis an seiner Seite.
Die Gerüchte eines Fathom Kinofilms halten sich hartnäckig (mit Hilfe der Firma des wassererprobten James Cameron). Man darf gespannt sein, ob auch Cannon Hawke einen Leinwandauftritt erhält. – Solange muss der Fan sich allerdings mit dieser neuen Serie begnügen, die einen exzellenten Start hingelegt hat. 😀
Links: Fathom Sonderheft 1 – Aspen, Michael Turner