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Comic Blog


Donnerstag, 29. März 2018

BATMAN und HARLEY QUINN

Filed under: Comics im Film — Michael um 12:33

BATMAN UND HARLEY QUINNWenn das Schicksal der Welt auf des Messers Schneide steht, ist man wahrscheinlich eher gewillt wirklich jede Option zur Lösung des Problems in Betracht zu ziehen. Aus diesen Grund willigt BATMAN auch in eine Zusammenarbeit mit HARLEY QUINN ein, die als einzige in der Lage zu sein scheint, eine Spur zu POISON IVY zu finden. Besagte Pflanzenliebhaberin hat sich mit JASON WOODRUE verbündet, auch bekannt als FLORONIC MAN. Endlich und für immer sollen die Pflanzen alles fleischliche Leben auf der Erde beenden …

HARLEY QUINN hat immer mehr Spaß gemacht als der JOKER. Hier beweist sie, dass sie eine Geschichte durchaus ohne ihren Pupsie (wie sie ihn immer nennt) bestreiten kann. Apropos Pupsie: Noch nie zuvor wurde so oft im BATMOBIL gefurzt (ja, richtig gelesen). Mit HARLEY QUINN bleibt kein Auge trocken, Nasenschleimhäute auch nicht. Aber zurück zum Fall. Bevor die gute HARLEY QUINN helfen kann, muss selbst sie aufgespürt und überredet werden. Diese Aufgabe fällt NIGHTWING zu (den sie lieber mit NIGHTWIND anspricht).

Der ehemalige ROBIN, DICK GRAYSON, ist erwachsen geworden und nicht der erste Superheld, der einer Superschurkin verfällt (wie er BATMAN gegenüber so treffend feststellt, hat dieser doch seine ganz eigenen Erfahrungen mit CATWOMAN oder TALIA AL GHUL). So entsteht durch die Zusammenarbeit ein recht ungewohntes, aber ein charmantes und unterhaltsames Trio, das mit Überraschungen punkten kann.

Der FLORONIC MAN geht brutal zu Werke. Nicht einmal von dieser Welt hat er es sich zur Aufgabe gemacht, diese Erde durch sein Wirken zu verdammen. Warum dies am Ende nicht geschieht (natürlich nicht, denn das wäre ja das Ende des DC-Universums), ist auf seine Art sehenswert und im Umfeld der gewöhnlichen Superheldenschlachten ein sehr emotionaler Schachzug.

Grafisch orientiert sich die Folge an den Klassikern der ANIMATED SERIES von BATMAN und SUPERMAN und man tut gut daran, diese erprobte Stilistik beizubehalten. Sie ist flott, immer noch modern und stützt die Erzählung ausreichend. Die Linien sind schmal, vektorartig, die Kolorierung schlicht, knallig. Eine Charakterisierung wird stark von den menschlichen Sprechern transportiert, die in der deutschen Variante ebenso gut wie im englischen Original funktioniert.

Grafisch ausfallender ist der Vorspann und erinnert in seiner Machart an einen Vorspann aus BLAKE-EDWARDS-FILMEN (Der rosarote Panther), in jedem Fall an Zeichentrickserien, die in jener Zeit geboren (1960er, 1970er Jahre) wurden. Der Stil ist einigermaßen anarchisch aus heutiger Sicht, schrill, unbequem für den Blick, aber macht einen Heidenspaß. Sicherlich würde er auch für eine längere Episode taugen.

Flott, krachend, spaßig: BATMAN und HARLEY QUINN sind ein tolles, wenn auch bestimmt kein dauerhaftes Gespann. In dieser Ausnahmesituation passt es aber von Anfang bis Ende. BATMAN einmal anders, weniger ernst. Das ist erfrischend unterhaltsam. Darf es mehr von sein! 🙂

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Link: Trailer auf Youtube.

Sonntag, 04. März 2018

BATMAN – GOTHAM BY GASLIGHT

Filed under: Comics im Film — Michael um 13:58

BATMAN - GOTHAM BY GASLIGHTZum Start ins 20. Jahrhundert hat sich GOTHAM als Ausrichter der Weltausstellung ins Rennen gebracht. Die düstere Stadt, die damit einen hellen, weltmännischen Glanz in ihre Gassen lassen will, hat die Rechnung ohne einen heimtückischen Serienmörder gemacht, der es besonders auf Prostituierte abgesehen hat. Eines seiner ersten Opfer ist die Tänzerin Pamela Isley. Ein Name ist für den unheimlichen Killer, der die Toten mit chirurgischer Präzision ausweidet, schnell gefunden: JACK THE RIPPER.

Die Animationsverfilmung einer Comic-Vorlage, GOTHAM BY GASLIGHT, zeigt den DUNKLEN RITTER einmal in einer ungewohnten Zeit, gegen einen noch ungewöhnlicheren Gegner aufstehend. Eine FLEDERMAUS treibt nämlich auch noch ihr Unwesen in der Stadt und einige Beobachter glauben sogar, dass es sich bei ihr und dem Killer um ein- und dieselbe Person handelt. BRUCE WAYNE, reich und jung, ist aus Europa und dem Rest von Amerika zurückgekehrt, wo er bei Meistern ihres Fachs lernte, darunter auch so klangvolle Gestalten wie SHERLOCK HOLMES und HARRY HOUDINI. (Ersterer wird zwar nicht namentlich genannt, aber mit seinem bekanntesten Zitat erwähnt. Fans des Meisterdetektiven werden sofort wissen, um welches es sich handelt.)

Darüber hinaus lassen sich auch andere Verbeugungen vor den Großen jener literarischen Epoche ausmachen. Einige bekannte Figuren aus der Welt rund um BATMAN geben sich hier, teils in veränderter Form, ihr Stelldichein. So werden auch drei Jungen, in der normalen Zeitlinie Anwärter für die Figur des ROBIN, eine Art Hommage an die BAKER-STREET-BOYS, helfen sie doch dem MITTERNACHTSDETEKTIVEN bei seiner Arbeit. Darüber hinaus gibt es ein Wiedersehen mit SELINA KYLE, JAMES GORDON, PROFESSOR HUGO STRANGE und HARVEY DENT (stimmlich von SASCHA ROTERMUND dargestellt, der interessanterweise in der aktuellen Hörspielserie BATMAN der FLEDERMAUS die Stimme leiht).

BATMAN funktioniert in dieser Epoche, die leichte Anklänge einer STEAMPUNK-Atmosphäre mitbringt. Das Kostüm ist angepasst, die Entschleunigung bedingt durch diese Ära einer Zukunft in den Startlöchern hat Vorteile. Der Schurke kann nicht durch überragende Technik ausfindig gemacht werden, sondern es wird ganz altmodische Detektivarbeit nötig. Darüber hinaus menschelt es, als auch der unmaskierte BRUCE WAYNE in den Fall hineingezogen wird.

Wer sich einige neuere Animationsfilme des DC-Universums der letzten Jahre angesehen hat, wird tricktechnisch keine Überraschungen erleben. Hier wird mit erprobtem Design ans Werk gegangen. (Wer sich ein Bild verschaffen möchte, betrachte die offiziellen Trailer und Clips zum Film.) Die RIPPER-Thematik hat dazu geführt, dass der Film erst ab 16 Jahren freigegeben wurde (entgegen der sonst üblichen Altersfreigabe ab 12 Jahre). Zwar hält sich die Kamera mit Einzelheiten logischerweise zurück, aber an der Darstellung von ein paar Morden kommt die Geschichte eben doch nicht vorbei.

BATMAN einmal anders, aber in ein gelungenes Szenario platziert. Wer einen maskierten Helden wie ZORRO akzeptierte, wird mit dem DUNKLEN RITTER auch in einer Postbürgerkriegsära in den Vereinigten Staaten zurecht kommen. Düster, spannend, vor allem überraschend. 🙂

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LINKS:
TRAILER – BATMAN – GOTHAM BY GASLIGHT
BATMAN – GOTHAM BY GASLIGHT, CLIP, DIE DREI ROBINS

Freitag, 06. Januar 2017

BATMAN – THE KILLING JOKE

Filed under: Comics im Film — Michael um 10:43

BATMAN - THE KILLING JOKEBATGIRL, alias Barbara Gordon, bewundert BATMAN nicht nur. Aus der Bewunderung für den Dunklen Ritter ist mehr geworden. Aber sie hält sich zurück, versucht ihre wahren Gefühle nicht zu zeigen. Gleichzeitig macht ihr BATMAN immer wieder deutlich, wie weit sie mit ihrem Können hinter ihm zurückhängt, wie impulsiv sie noch ist. Barbara ist jung, sie nimmt es mit gefährlichen Gangstern auf und gewinnt. Es läuft doch alles richtig? Oder etwa nicht? Bis eines Tages etwas geschieht, das alles für sie ändert und den Mitternachtsdetektiven an eine nie gekannte Grenze treibt.

THE KILLING JOKE gehört zu den Graphic Novels aus dem DC-Universum, die im Meer der Comic-Erscheinungen rund um BATMAN ziemliche Aufmerksamkeit erregt haben. Im Umfeld der Superhelden kommt es selten zu Todesfällen, aber falls sie doch geschehen und sich die Autoren entschließen, eine Figur aus dem breit gefächerten DC-Universum zu entfernen, wird es regelrecht zelebriert. Ein bekanntes Beispiel ist SUPERMAN (der kam natürlich zurück). Eine Behinderung, eine Wandlung einer Figur, so wie es in THE KILLING JOKE mit Barbara Gordon, der Tochter des Polizeichefs und gleichzeitigem BATGIRL, geschah, ist eine weitere Ausnahmesituation.

Der Comic-Fan weiß, dass aus BATGIRL im weiteren Verlauf ORACLE wurde, die durch Hightech zu einer besonderen Mitstreiterin im BATMAN-Team heranwuchs. Der Stein des Anstosses zur Veränderung kommt ohne jegliche Vorwarnung. Das ist für Comic-Verhältnisse erschreckend brutal und ein weiterer Grund für die Bekanntheit der Geschichte von Comic-Starautor Alan Moore, deren Drehbuchadaption vom nicht minder bekannten Brian Azzarello verfasst wurde.

Die Zeichentrickfilmumsetzung reiht sich in eine Serie von Produktionen der letzten Jahre ein, die sich Höhepunkte aus dem DC-Universum herauspickt. So ist die Optik den realistischen Bildern der Graphic Novel angelehnt. Besonders bekannte Grafiken hat man versucht in speziellen Szenen herauszustellen. Der Realismus ist in der Nähe von herkömmlichen Serien-Animes angesiedelt, Bewegungen der Figuren finden sich ebenfalls auf dem Level wieder. Bei Fahrzeugen und deren Animation wird inzwischen gerne auf Computeranimationen zurückgegriffen. Das funktioniert weitaus flüssiger und setzt perspektivischen Wechseln weniger Grenzen.

Stimmlich können sich Fans von BATMAN: THE ANIMATED SERIES auf ein Wiederhören freuen. Im Original sind Kevin Conroy (Batman) und Mark Hamill (Mr Luke Skywalker als Joker) dabei. Aber auch die deutschen Stimmen sind prächtig besetzt. Eberhard Haar gelingt es seit den 1990er Jahren der Zeichentrickversion des Dunklen Ritters ein tolles sowie lebensechtes Profil zu geben. Hier muss es keinerlei Tonverfälschung unter der Maske geben. Die Stimme von Eberhard Haar ist respekteinflößend genug. Thorsten Michaelis gibt den Joker wunderbar irre. Den versierten Synchronsprecher kennt der Cineast als Stimme von Sean Bean oder Wesley Snipes. Hörspielfreunde kommen seit zig Jahren kaum an ihm vorbei.

Eine feine Umsetzung der Vorlage von Alan Moore, etwas freaky, aber wer andere Werke von Alan Moore wie Watchmen oder die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen kennt, wird kaum überrascht sein. Ein solider Superheldenzeichentrickfilm, der seine Figuren sehr ernst nimmt und dessen Handlung Akzente des Genres setzt. 🙂

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Sonntag, 03. April 2016

WONDER WOMAN – Der Film

Filed under: Comics im Film — Michael um 10:07

WONDER WOMAN - Der FilmNachdem WONDER WOMAN im aktuellen Film BATMAN V SUPERMAN dem Publikum vorgestellt wurde, geht die DC-Offensive im Kino weiter. 2017 erhält die Amazone ihren eigenen Film (www.imdb.com/title/tt0451279/). Passend dazu sind jetzt Bilder von den Dreharbeiten aufgetaucht. WONDER WOMAN findet den Militärpiloten Steve Trevor am Strand. Damit erobert Schauspieler Chris Pine (der neue Captain Kirk) auch seinen Teil des Comic-Universums, denn im ausufernden Angebot der Kinoabenteuer der maskierten Helden kommt kaum noch ein Schauspieler, der sich einen Namen gemacht hat, an diesen Blockbustern vorbei. Die Daily Mail hat online die Fotos von WONDER WOMAN (Gal Gadot) veröffentlicht: www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-3518942/Gal-Gadot-wears-sexy-corset-films-Wonder-Woman-scenes-Italy.html Wie immer sind die Vorabblicke vergleichsweise unspektakulär. Die Andeutung einer Greenscreen lässt auf eine Nachbearbeitung und Erweiterung der Kulissen schließen. Angesichts der bevorstehenden Zeitreise (siehe Link auf imdb.com) darf man gespannt sein.

Donnerstag, 31. März 2016

VALERIAN UND VERONIQUE – Bald im Kino!

Filed under: Comics im Film — Michael um 17:12

Valerian und die Stadt der tausend PlanetenWarum hat es so lange gedauert? Das könnte man sich als Comic-Fan fragen. Die erforderliche Technik ist seit längerem vorhanden. Schauspieler und Regisseure, die einen Hang zur Space Opera haben, gibt es auch reichlich. Also … hat sich Luc Besson der Geschichte angenommen. Warten muss man dennoch mehr als ein Jahr, bevor die Abenteuer der beiden Zeitagenten auf die große Leinwand kommen. Die Vorlage bietet ausreichend Stoff für mehrere Folgen und braucht sich nicht hinter diversen Filmtrilogien der letzten Jahre zu verstecken. Mehr Infos gibt es hier: www.imdb.com/title/tt2239822/?ref_=rgmd_ph_tt1 (VALERIAN UND DIE STADT DER TAUSEND PLANETEN)

Freitag, 26. Februar 2016

THE DEMON IN THE DARK

Filed under: Comics im Film — Michael um 9:58

THE DEMON IN THE DARK: BATMAN VS. THE SECRET SIXSechs Menschen und ein Auftrag. Ein Paket soll quer durch Gotham zu einem bestimmten Ort geschafft werden. Für die, die es schaffen, wartet eine millionenschwere Belohnung in Dollars. Leider gibt es ein Gerücht über einen geheimnisvollen Dämon in der Dunkelheit und so ist es fraglich, ob es alle ins Ziel schaffen werden. Deadshot, Bane, Giganta und Banshee gehören zur Gruppe, die sich langsam lichtet. Dieser Dämon tritt in der Gestalt einer Fledermaus auf und ist stets da, wo ihn niemand erwartet. Aber das ist nicht das einzige Problem … Während die immer kleiner werdende Gruppe sich ihren Weg sucht, benutzen Green Lantern und Black Adam Gotham als Schlachtfeld.

THE DEMON IN THE DARK: BATMAN VS. THE SECRET SIX. Einer der besten DC-Fanfilme seit langem. Nach sehr guten Filmen wie GRAYSON, BATMAN: DEAD END und WORLD’S FINEST sind ein paar Jahre vergangen. Einige schöne Ideen wurden seither verwirklicht, aber eine Qualität wie hier wurde nicht erreicht. Vergleicht man mit Szenen, wie sie derzeit in FLASH zu sehen sind, kann der Kurzfilm über die Anfangstage des dunklen Ritters, THE DEMON IN THE DARK: BATMAN VS. THE SECRET SIX, durchaus mithalten. Die szenischen Überraschungen in diesem etwas über eine Viertelstunde langem Film sind allesamt gelungen, die Darsteller sind in Ordnung und machen ihre Sache gut.

Kurzes Fazit: Anschauen! Für Fans des DC-Universums lohnt es sich!

THE DEMON IN THE DARK: BATMAN VS. THE SECRET SIX auf Youtube: www.youtube.com/watch?v=FcI7bVufdIc (Laufzeit: 16:31 Min.)

Donnerstag, 25. Februar 2016

GOTHAM – Die komplette erste Staffel

Filed under: Comics im Film — Michael um 14:09

GOTHAM - Die komplette erste StaffelHass, Selbstzweifel, Minderwertigkeitskomplexe, Ehrgeiz, Gier, Machtansprüche, Sadismus, sogar Liebe können für sich genommen bereits starke Triebfedern sein. In Kombination münden sie im schlimmsten Fall in den Wahnsinn. Und Wahnsinnige sind Kandidaten für das Arkham Asylum. Aber noch hat die Anstalt den Hauptbetrieb, der ihr später einen grauenvollen Ruf einbringen soll, noch nicht aufgenommen. Noch steckt GOTHAM, die düstere Stadt, im Sumpf der Korruption. Das System ist krank, doch der völlige Wahn abseits der normalen Kriminalität hat es noch so gut wie nicht befallen. Mafiöse Strukturen geben den Ton an. Die Justiz hat sich mit den Verbrechern arrangiert.

Eine Stadt ohne Batman! Allerdings ist schnell klar, dass GOTHAM jemanden wie Batman gut brauchen könnte. Der Fan des dunklen Ritters wird auf Anhieb in nahezu jeder Folge Gestalten entdecken, die Batman in späteren Lebensjahren Schwierigkeiten bereiten. Jene, die auf der Seite des Fledermausmannes stehen werden, dürfen hierbei nicht vernachlässigt werden. Die erste Staffel der Serie GOTHAM erzählt, wie sich die Abgründe dieser Stadt verdichten und eine völlig neue Form von kriminellen Schurken entsteht.

James Gordon, von der Army in den Polizeidienst gewechselt, voller Enthusiasmus, ehrlich, unbestechlich, steht noch am Anfang seiner Karriere als Ordnungshüter. Ben McKenzie, als Schauspieler hierzulande kein Unbekannter, ist gerade in dieser Rolle eine sehr schöne Überraschung. Auch die Synchronisation von Tommy Morgenstern passt, gibt sie der Figur eine etwas gefährlichere Note. Morgenstern, als Stimme von SHERLOCK Benedikt Cumberbatch und WALKING DEAD Norman Reedus sattsam bekannt, passt zu dem gefühlvollen, aber eben auch harten Cop, zu dem sich Gordon durch seine GOTHAM-Erfahrungen langsam entwickelt.

Harvey Bullock ist jener Detective, der Gordon in das Sozialverhalten des GCPD einführt und zu Beginn alles andere als begeistert über seinen neuen Partner ist. Das beruht auf Gegenseitigkeit. In den letzten Jahren ist Bullock-Darsteller Donal Logue stark im TV präsent, mag aber Comic-Fans bereits in BLADE als nicht totzukriegender Vampir und in GHOSTRIDER aufgefallen sein. Dieser Bullock poltert gut, lässt vieles an sich abprallen und schafft im Verlauf der Staffel die Kurve zu mehr Ehrlichkeit und Menschlichkeit.

TAADAA: Die ersten Schurken! Wie aus Oswald Cobblepot und Edward Nygma der Pinguin und der Riddler wurden, verfolgt die erste Staffel sehr eindringlich und nachvollziehbar. Robin Lord Taylor ist der junge Pinguin. Wie die Figur von ihm dargestellt zwischen Hass, Wut, Sadismus und Selbstmitleid hin und her schwankt, wie er intrigiert und mit einem Auge für die Unzulänglichkeiten der anderen seinen Zielen immer näher kommt, ist allein schon wert angeschaut zu werden. Daneben brilliert Jada Pinkett Smith als Fish Mooney, einer Figur, die eigens für die Serie geschaffen wurde und in ihrem Werdegang innerhalb der 22 Folgen alle Höhen und Tiefen mitmacht.

GOTHAM, ein Alptraum aus Straßenschluchten, in dem das Böse gedeiht. Ob der Red Hood, eine junge Vogelscheuche oder ein furchtbarer Dr. Dulmacher, gegen den der gerne zitierte Dr. Frankenstein der sprichwörtliche Waisenknabe ist, sie alle sorgen für eine unterschwellige Horroratmosphäre. Ein kurzzeitiger Ausflug nach Arkham an der Seite von James Gordon untermauert diese Tendenz mit deutlicher Handschrift. Hier haben Designer, Autoren und das Produktionsteam das Lebensgefühl innerhalb des Comic-Sodoms toll in eine realistische Umgebung übertragen.

Eine dichtmaschige erste Staffel mit peinlichst genau gezeichneten Charakteren, die ihren Comic-Vorlagen mehr als gerecht werden. GOTHAM erzählt die Vorgeschichte zum späteren BATMAN-Mythos geschickt und packend, nicht nur für Comic-Fans.

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Dienstag, 18. August 2015

ASTERIX – IM LAND DER GÖTTER

Filed under: Comics im Film — Michael um 16:35

ASTERIX - IM LAND DER GÖTTERJulius Cäsar hat vieles versucht, damit endlich das ganze Gallien zu befriedet wird. Soldaten sollen das Gebiet um das Dorf der unbeugsamen Gallier abschotten. So recht gelingen, will ihnen diese Aufgabe aber nicht. Da verfällt der römische Diktator auf eine List. Wenn den Galliern nicht mit Gewalt beizukommen ist, dann vielleicht mit römischer Lebensart? Kurz darauf sind einmal eine ganz andere Art von Römern in den Wäldern rund um das Dorf unterwegs. Eines Tages stolpern Asterix und Obelix auf der Jagd über eine Schnur, die sich alsbald als das Werk von Landvermessern herausstellt. Der junge und ehrgeizige Architekt Quadratus setzt alles daran, um das Projekt mit Namen LAND DER GÖTTER zu einem Erfolg werden zu lassen.

Sie sind wieder da! Nach Zeichentrickfilmen und Realfilmumsetzungen haben ASTERIX und OBELIX den Sprung in den Animationsfilm geschafft. Die liebevolle Adaption in ein weiteres tricktechnisches Medium ist den Machern, die selbst mit den Abenteuern der Gallier aufgewachsen sind, vollends gelungen.

Little Italy. Römische Lebensart will in Gallien zuerst nicht gelingen, da niemand, der das aufregende Leben in der Hauptstadt gewöhnt ist, irgendwo weit weg in die gallischen Wälder ziehen möchte. Ein Trick sorgt für die Belebung des ganzen Wohnprojekts, nachdem viele Schwierigkeiten beim Bau überwunden wurden. Die römischen Zivilisten haben einen nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg dieser Komödie. DIE TRABANTENSTADT, der 17. Band der ASTERIX-Reihe, war die Vorlage dieses Leinwandabenteuers. Die neuen Mieter dieser weißen Hochhäuser inmitten alter Baumbestände. Dort wurden sie nicht ganz so individuell in Szene gesetzt.

Allein die von gallischer Seite betriebenen Vertreibungsversuche und die Reaktionen der Römer, in immer schnellerer Folge gezeigt, sind ein ziemliches Vergnügen. So schlecht die Witterung für die Gallier ist, so ist es für die Römer immer noch ein Zuckerschlecken, sogar erfrischend im Vergleich zur brütenden Hitze und Trockenheit in Rom. Vor all der gelungenen Atmosphäre wie dem Colosseum, der Trabantenstadt und natürlich dem fein reproduzierten Dorf sind die Zivilisten eine breit lächelnde Horde Touristen, die aus dem Dorf und den Galliern das machen, was jeder Tourist weltweit in Ferienhochburgen antrifft: Die ewig gleichen Angebote in zigmal den gleichen Läden, stapelweise nebeneinander angeordnet.

Der Einfallsreichtum von Rene Goscinny, der damals die Comic-Vorlage schrieb und all die kleinen Anspielungen auf die moderne Welt einbaute, war immens und trifft auch heute noch ins Schwarze. Haben sich auch viele Neuerungen im menschlichen Beisammensein ergeben, so ist umso mehr erhalten geblieben und bildet die Grundlage dessen, was heute als Innovation gepriesen wird. Das Werk Albert Uderzos, seine eindeutige Handschrift in der Gestaltung lustiger Figuren, ihre Gesichtszüge findet sich fantastisch gut übertragen in den animierten Galliern wieder. Und nicht nur dort. Die Wildscheine, mit Mimik und Grunzen über ihr Wohlbefinden Auskunft geben (und ihre Ängste, einer finalen Teilnahme am Bankett der Gallier zu entgehen), sind ein Augenschmaus für sich und hätten auch einen eigenen Ablegerfilm verdient.

Das Bonusmaterial sei jedem ans Herz gelegt, der gerne hinter die Kulissen von Filmproduktionen schaut, denn die Arbeitsweise bei einem Trickfilm dieser Art unterscheidet sich doch in weiten Teilen von der eines Realfilms. Die Schauspieler, besser gesagt die Sprecher, nehmen ihre Texte vor allem anderen auf. Die Animation orientiert sich an ihrer Ausdrucksweise. So haben im Original die Schauspieler eine viel stärkere Möglichkeit sich einzubringen, als es bei der Synchronisation hierzulande zum Beispiel der Fall ist. Eine gute Planung, die Umsetzung der gezeichneten Vorlagen, der einst von Albert Uderzo entworfenen Figuren und noch einiges mehr runden die Zusatzinformationen ab. Die Komplexität der Produktion eines solchen Films nötigt dem Zuschauer einen ordentlichen Respekt ab.

Die deutschen Sprecher von Asterix und Obelix sind mit Milan Reschel und Charly Hübner bekannt, aber sie treten zugunsten des Films deutlicher in den Hintergrund, als es früher der Fall war. Fans von Zeichentrick und Animation wissen, wie oft mit landesweit bekannten Schauspielern und ihren Stimmeinsätzen bei derartigen Produktionen geworben wurde. Peschel und Hübner verstehen zweifelsohne ihr Handwerk, aber eine Produktion wie diese braucht nicht von Stars erobert zu werden. Hier wird solide und einfühlsam jede Figur gesprochen, sie werden aber nicht vereinnahmt.

Ein tolles Abenteuer aus der Goscinny-Ära, eine tolle Umsetzung in moderne Animation, ohne den tollen von Udero entworfenen Figuren etwas von ihrer Originalität zu nehmen. Hier und dort etwas erweitert und verfeinert, ohne den Humor des Originals zu verfremden. Mit feinem Humor ebenso gewürzt wie mit Klamauk, für jeden ist etwas dabei. ASTERIX – IM LAND DER GÖTTER ist ein echter Familienfilm einerseits und eine filmische Umsetzung des gallischen Comic-Helden andererseits, die jeden Fan der Reihe zufrieden stellen sollte. 🙂

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Link zur offiziellen Film-Homepage: www.asteriximlanddergoetter.de

Donnerstag, 20. November 2014

DEADPOOL Teaser

Filed under: Comics im Film — Michael um 16:33

DEADPOOL Teaser ClipVor einigen Jahren noch war DEADPOOL eher eine Randfigur im MARVEL-Universum. Der Kopfgeldjäger im roten Dress mit den schwarz schattierten Augen wirkte zuerst wie eine überdrehte Spider-Man-Variante, die mit japanischen Schwertern auf ihre Gegner losgeht. DEADPOOL nervte seine Feinde, die wenigen Helden, die ihm ein wenig zugetan waren, sogar einen weitestgehend ruhigen Charakter wie Daredevil. Doch gerade diese Eigenschaften, seine Fähigkeit, alles und jedes, ohne mit der Wimper zu zucken, umzulegen, katapultierte diese Figur weit nach vorne.

Mittlerweile hatte Ryan Reynolds seinen ersten Auftritt als DEADPOOL (Wade Wilson) in X-MEN ORIGINS: WOLVERINE. Eine Realverfilmung rund um den stets durchgeknallten Helden soll folgen. So lange jedoch kann sich der Fan dieser Figur an einem kleinen, rein computergenerierten Teaser auf Youtube erfreuen: DEADPOOL Teaser Clip.

Das Spektakel bringt die Figur absolut auf den Punkt. Auf den ersten Blick mag man meinen, DEADPOOL lege sich mit Agenten der Matrix an. Auf den zweiten Blick mag eine solche Anspielung durchaus gewollt sein, denn immerhin schließt der Teaser auch mit einem Zitat Sylvester Stallones aus dem Film Die City-Cobra. DEADPOOL erledigt es im Gegensatz zum Original gewollt humorvoll. Nachdem er, der Fan kann es sich denken, die Herren in Schwarz alle umgelegt hat.

Toll gemacht, im Matrix-Stil, ebenso gewalttätig, aber das gehört zu diesem MARVEL-Charakter dazu, hat er doch schließlich mittlerweile versucht, so gut wie alles und jedes aus dem MARVEL-Universum umzulegen. 🙂

Link: DEADPOOL Teaser Clip

Montag, 06. Oktober 2014

SPAWN: THE RECALL

Filed under: Comics im Film — Michael um 20:46

SPAWN: THE RECALLDie Hexe lebt zurückgezogen mit ihrem Sohn, auf der Flucht, immer auf der Flucht vor Entdeckung. Sie ahnt nicht, dass ihr kleiner Junge eine deutlich bessere Sicht auf die Halbwelt hat als sie. Bei einem normalen Einkauf in einem noch gewöhnlicheren Supermarkt zieht sich die Schlinge um die beiden ganz langsam zusammen und eine machtvolle Kreatur betritt das Diesseits.

Atmosphäre steht im Mittelpunkt. Ein quirliger Supermarkt versinkt plötzlich in düstere Stille. Die Besorgnis der Mutter wird endlich geweckt, ihr Sohn, der kleine Michael, ist verschwunden. Michael Paris, der Regisseur des Fan-Films um den Höllenkrieger SPAWN, beginnt mit einer Halbweltszene, deren Aufnahmetechnik an jene Sichtweisen erinnert, die auch ein Beutlin besaß, wenn er den einen Ring überzog. Die Realität verschwimmt, scheinbar entflammt, verwaschen wie bei einer Fata Morgana. Dann ist alles normal, Alltag. Bevor die Realität bricht.

Natürlich wartet man auf den Auftritt von SPAWN, der das Besondere an diesem Fan-Film ist. Seit der Kinoproduktion von 1997, die hinter den Möglichkeiten zurückblieb, die die Vorlage ihr bot, warten Fans dieser von Todd McFarlane erfundenen Figur auf einen neuen Auftritt. Dieser hier, inmitten von Supermarktregalen, ist kurz, aber eindrucksvoll und höchst gelungen.

Plötzlich geht das Licht aus. Das Böse hat die Jagd eröffnet, doch der Beschützer ist nah. Wie im kürzlich beschriebenen Fanfilm zu The PUNISHER endet auch hier leider alles mit einem Beginn. Jetzt kann es losgehen, mag man nach diesen leider nur wenigen Minuten denken. Jetzt darf SPAWN zeigen, was er kann. Einziger Trost: In kleinem Rahmen machen hier unabhängige Filmemacher vor, wie eine Comic-Umsetzung wirken könnte, wenn schon nicht auf der der Kinoleinwand, dann wenigstens im Fernsehen. Sehenswert!

SPAWN: THE RECALL auf youtube