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Comic Blog


Freitag, 06. Januar 2017

BATMAN – THE KILLING JOKE

Filed under: Comics im Film — Michael um 10:43

BATMAN - THE KILLING JOKEBATGIRL, alias Barbara Gordon, bewundert BATMAN nicht nur. Aus der Bewunderung für den Dunklen Ritter ist mehr geworden. Aber sie hält sich zurück, versucht ihre wahren Gefühle nicht zu zeigen. Gleichzeitig macht ihr BATMAN immer wieder deutlich, wie weit sie mit ihrem Können hinter ihm zurückhängt, wie impulsiv sie noch ist. Barbara ist jung, sie nimmt es mit gefährlichen Gangstern auf und gewinnt. Es läuft doch alles richtig? Oder etwa nicht? Bis eines Tages etwas geschieht, das alles für sie ändert und den Mitternachtsdetektiven an eine nie gekannte Grenze treibt.

THE KILLING JOKE gehört zu den Graphic Novels aus dem DC-Universum, die im Meer der Comic-Erscheinungen rund um BATMAN ziemliche Aufmerksamkeit erregt haben. Im Umfeld der Superhelden kommt es selten zu Todesfällen, aber falls sie doch geschehen und sich die Autoren entschließen, eine Figur aus dem breit gefächerten DC-Universum zu entfernen, wird es regelrecht zelebriert. Ein bekanntes Beispiel ist SUPERMAN (der kam natürlich zurück). Eine Behinderung, eine Wandlung einer Figur, so wie es in THE KILLING JOKE mit Barbara Gordon, der Tochter des Polizeichefs und gleichzeitigem BATGIRL, geschah, ist eine weitere Ausnahmesituation.

Der Comic-Fan weiß, dass aus BATGIRL im weiteren Verlauf ORACLE wurde, die durch Hightech zu einer besonderen Mitstreiterin im BATMAN-Team heranwuchs. Der Stein des Anstosses zur Veränderung kommt ohne jegliche Vorwarnung. Das ist für Comic-Verhältnisse erschreckend brutal und ein weiterer Grund für die Bekanntheit der Geschichte von Comic-Starautor Alan Moore, deren Drehbuchadaption vom nicht minder bekannten Brian Azzarello verfasst wurde.

Die Zeichentrickfilmumsetzung reiht sich in eine Serie von Produktionen der letzten Jahre ein, die sich Höhepunkte aus dem DC-Universum herauspickt. So ist die Optik den realistischen Bildern der Graphic Novel angelehnt. Besonders bekannte Grafiken hat man versucht in speziellen Szenen herauszustellen. Der Realismus ist in der Nähe von herkömmlichen Serien-Animes angesiedelt, Bewegungen der Figuren finden sich ebenfalls auf dem Level wieder. Bei Fahrzeugen und deren Animation wird inzwischen gerne auf Computeranimationen zurückgegriffen. Das funktioniert weitaus flüssiger und setzt perspektivischen Wechseln weniger Grenzen.

Stimmlich können sich Fans von BATMAN: THE ANIMATED SERIES auf ein Wiederhören freuen. Im Original sind Kevin Conroy (Batman) und Mark Hamill (Mr Luke Skywalker als Joker) dabei. Aber auch die deutschen Stimmen sind prächtig besetzt. Eberhard Haar gelingt es seit den 1990er Jahren der Zeichentrickversion des Dunklen Ritters ein tolles sowie lebensechtes Profil zu geben. Hier muss es keinerlei Tonverfälschung unter der Maske geben. Die Stimme von Eberhard Haar ist respekteinflößend genug. Thorsten Michaelis gibt den Joker wunderbar irre. Den versierten Synchronsprecher kennt der Cineast als Stimme von Sean Bean oder Wesley Snipes. Hörspielfreunde kommen seit zig Jahren kaum an ihm vorbei.

Eine feine Umsetzung der Vorlage von Alan Moore, etwas freaky, aber wer andere Werke von Alan Moore wie Watchmen oder die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen kennt, wird kaum überrascht sein. Ein solider Superheldenzeichentrickfilm, der seine Figuren sehr ernst nimmt und dessen Handlung Akzente des Genres setzt. 🙂

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Sonntag, 03. April 2016

WONDER WOMAN – Der Film

Filed under: Comics im Film — Michael um 10:07

WONDER WOMAN - Der FilmNachdem WONDER WOMAN im aktuellen Film BATMAN V SUPERMAN dem Publikum vorgestellt wurde, geht die DC-Offensive im Kino weiter. 2017 erhält die Amazone ihren eigenen Film (www.imdb.com/title/tt0451279/). Passend dazu sind jetzt Bilder von den Dreharbeiten aufgetaucht. WONDER WOMAN findet den Militärpiloten Steve Trevor am Strand. Damit erobert Schauspieler Chris Pine (der neue Captain Kirk) auch seinen Teil des Comic-Universums, denn im ausufernden Angebot der Kinoabenteuer der maskierten Helden kommt kaum noch ein Schauspieler, der sich einen Namen gemacht hat, an diesen Blockbustern vorbei. Die Daily Mail hat online die Fotos von WONDER WOMAN (Gal Gadot) veröffentlicht: www.dailymail.co.uk/tvshowbiz/article-3518942/Gal-Gadot-wears-sexy-corset-films-Wonder-Woman-scenes-Italy.html Wie immer sind die Vorabblicke vergleichsweise unspektakulär. Die Andeutung einer Greenscreen lässt auf eine Nachbearbeitung und Erweiterung der Kulissen schließen. Angesichts der bevorstehenden Zeitreise (siehe Link auf imdb.com) darf man gespannt sein.

Donnerstag, 31. März 2016

VALERIAN UND VERONIQUE – Bald im Kino!

Filed under: Comics im Film — Michael um 17:12

Valerian und die Stadt der tausend PlanetenWarum hat es so lange gedauert? Das könnte man sich als Comic-Fan fragen. Die erforderliche Technik ist seit längerem vorhanden. Schauspieler und Regisseure, die einen Hang zur Space Opera haben, gibt es auch reichlich. Also … hat sich Luc Besson der Geschichte angenommen. Warten muss man dennoch mehr als ein Jahr, bevor die Abenteuer der beiden Zeitagenten auf die große Leinwand kommen. Die Vorlage bietet ausreichend Stoff für mehrere Folgen und braucht sich nicht hinter diversen Filmtrilogien der letzten Jahre zu verstecken. Mehr Infos gibt es hier: www.imdb.com/title/tt2239822/?ref_=rgmd_ph_tt1 (VALERIAN UND DIE STADT DER TAUSEND PLANETEN)

Freitag, 26. Februar 2016

THE DEMON IN THE DARK

Filed under: Comics im Film — Michael um 9:58

THE DEMON IN THE DARK: BATMAN VS. THE SECRET SIXSechs Menschen und ein Auftrag. Ein Paket soll quer durch Gotham zu einem bestimmten Ort geschafft werden. Für die, die es schaffen, wartet eine millionenschwere Belohnung in Dollars. Leider gibt es ein Gerücht über einen geheimnisvollen Dämon in der Dunkelheit und so ist es fraglich, ob es alle ins Ziel schaffen werden. Deadshot, Bane, Giganta und Banshee gehören zur Gruppe, die sich langsam lichtet. Dieser Dämon tritt in der Gestalt einer Fledermaus auf und ist stets da, wo ihn niemand erwartet. Aber das ist nicht das einzige Problem … Während die immer kleiner werdende Gruppe sich ihren Weg sucht, benutzen Green Lantern und Black Adam Gotham als Schlachtfeld.

THE DEMON IN THE DARK: BATMAN VS. THE SECRET SIX. Einer der besten DC-Fanfilme seit langem. Nach sehr guten Filmen wie GRAYSON, BATMAN: DEAD END und WORLD’S FINEST sind ein paar Jahre vergangen. Einige schöne Ideen wurden seither verwirklicht, aber eine Qualität wie hier wurde nicht erreicht. Vergleicht man mit Szenen, wie sie derzeit in FLASH zu sehen sind, kann der Kurzfilm über die Anfangstage des dunklen Ritters, THE DEMON IN THE DARK: BATMAN VS. THE SECRET SIX, durchaus mithalten. Die szenischen Überraschungen in diesem etwas über eine Viertelstunde langem Film sind allesamt gelungen, die Darsteller sind in Ordnung und machen ihre Sache gut.

Kurzes Fazit: Anschauen! Für Fans des DC-Universums lohnt es sich!

THE DEMON IN THE DARK: BATMAN VS. THE SECRET SIX auf Youtube: www.youtube.com/watch?v=FcI7bVufdIc (Laufzeit: 16:31 Min.)

Donnerstag, 25. Februar 2016

GOTHAM – Die komplette erste Staffel

Filed under: Comics im Film — Michael um 14:09

GOTHAM - Die komplette erste StaffelHass, Selbstzweifel, Minderwertigkeitskomplexe, Ehrgeiz, Gier, Machtansprüche, Sadismus, sogar Liebe können für sich genommen bereits starke Triebfedern sein. In Kombination münden sie im schlimmsten Fall in den Wahnsinn. Und Wahnsinnige sind Kandidaten für das Arkham Asylum. Aber noch hat die Anstalt den Hauptbetrieb, der ihr später einen grauenvollen Ruf einbringen soll, noch nicht aufgenommen. Noch steckt GOTHAM, die düstere Stadt, im Sumpf der Korruption. Das System ist krank, doch der völlige Wahn abseits der normalen Kriminalität hat es noch so gut wie nicht befallen. Mafiöse Strukturen geben den Ton an. Die Justiz hat sich mit den Verbrechern arrangiert.

Eine Stadt ohne Batman! Allerdings ist schnell klar, dass GOTHAM jemanden wie Batman gut brauchen könnte. Der Fan des dunklen Ritters wird auf Anhieb in nahezu jeder Folge Gestalten entdecken, die Batman in späteren Lebensjahren Schwierigkeiten bereiten. Jene, die auf der Seite des Fledermausmannes stehen werden, dürfen hierbei nicht vernachlässigt werden. Die erste Staffel der Serie GOTHAM erzählt, wie sich die Abgründe dieser Stadt verdichten und eine völlig neue Form von kriminellen Schurken entsteht.

James Gordon, von der Army in den Polizeidienst gewechselt, voller Enthusiasmus, ehrlich, unbestechlich, steht noch am Anfang seiner Karriere als Ordnungshüter. Ben McKenzie, als Schauspieler hierzulande kein Unbekannter, ist gerade in dieser Rolle eine sehr schöne Überraschung. Auch die Synchronisation von Tommy Morgenstern passt, gibt sie der Figur eine etwas gefährlichere Note. Morgenstern, als Stimme von SHERLOCK Benedikt Cumberbatch und WALKING DEAD Norman Reedus sattsam bekannt, passt zu dem gefühlvollen, aber eben auch harten Cop, zu dem sich Gordon durch seine GOTHAM-Erfahrungen langsam entwickelt.

Harvey Bullock ist jener Detective, der Gordon in das Sozialverhalten des GCPD einführt und zu Beginn alles andere als begeistert über seinen neuen Partner ist. Das beruht auf Gegenseitigkeit. In den letzten Jahren ist Bullock-Darsteller Donal Logue stark im TV präsent, mag aber Comic-Fans bereits in BLADE als nicht totzukriegender Vampir und in GHOSTRIDER aufgefallen sein. Dieser Bullock poltert gut, lässt vieles an sich abprallen und schafft im Verlauf der Staffel die Kurve zu mehr Ehrlichkeit und Menschlichkeit.

TAADAA: Die ersten Schurken! Wie aus Oswald Cobblepot und Edward Nygma der Pinguin und der Riddler wurden, verfolgt die erste Staffel sehr eindringlich und nachvollziehbar. Robin Lord Taylor ist der junge Pinguin. Wie die Figur von ihm dargestellt zwischen Hass, Wut, Sadismus und Selbstmitleid hin und her schwankt, wie er intrigiert und mit einem Auge für die Unzulänglichkeiten der anderen seinen Zielen immer näher kommt, ist allein schon wert angeschaut zu werden. Daneben brilliert Jada Pinkett Smith als Fish Mooney, einer Figur, die eigens für die Serie geschaffen wurde und in ihrem Werdegang innerhalb der 22 Folgen alle Höhen und Tiefen mitmacht.

GOTHAM, ein Alptraum aus Straßenschluchten, in dem das Böse gedeiht. Ob der Red Hood, eine junge Vogelscheuche oder ein furchtbarer Dr. Dulmacher, gegen den der gerne zitierte Dr. Frankenstein der sprichwörtliche Waisenknabe ist, sie alle sorgen für eine unterschwellige Horroratmosphäre. Ein kurzzeitiger Ausflug nach Arkham an der Seite von James Gordon untermauert diese Tendenz mit deutlicher Handschrift. Hier haben Designer, Autoren und das Produktionsteam das Lebensgefühl innerhalb des Comic-Sodoms toll in eine realistische Umgebung übertragen.

Eine dichtmaschige erste Staffel mit peinlichst genau gezeichneten Charakteren, die ihren Comic-Vorlagen mehr als gerecht werden. GOTHAM erzählt die Vorgeschichte zum späteren BATMAN-Mythos geschickt und packend, nicht nur für Comic-Fans.

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Dienstag, 18. August 2015

ASTERIX – IM LAND DER GÖTTER

Filed under: Comics im Film — Michael um 16:35

ASTERIX - IM LAND DER GÖTTERJulius Cäsar hat vieles versucht, damit endlich das ganze Gallien zu befriedet wird. Soldaten sollen das Gebiet um das Dorf der unbeugsamen Gallier abschotten. So recht gelingen, will ihnen diese Aufgabe aber nicht. Da verfällt der römische Diktator auf eine List. Wenn den Galliern nicht mit Gewalt beizukommen ist, dann vielleicht mit römischer Lebensart? Kurz darauf sind einmal eine ganz andere Art von Römern in den Wäldern rund um das Dorf unterwegs. Eines Tages stolpern Asterix und Obelix auf der Jagd über eine Schnur, die sich alsbald als das Werk von Landvermessern herausstellt. Der junge und ehrgeizige Architekt Quadratus setzt alles daran, um das Projekt mit Namen LAND DER GÖTTER zu einem Erfolg werden zu lassen.

Sie sind wieder da! Nach Zeichentrickfilmen und Realfilmumsetzungen haben ASTERIX und OBELIX den Sprung in den Animationsfilm geschafft. Die liebevolle Adaption in ein weiteres tricktechnisches Medium ist den Machern, die selbst mit den Abenteuern der Gallier aufgewachsen sind, vollends gelungen.

Little Italy. Römische Lebensart will in Gallien zuerst nicht gelingen, da niemand, der das aufregende Leben in der Hauptstadt gewöhnt ist, irgendwo weit weg in die gallischen Wälder ziehen möchte. Ein Trick sorgt für die Belebung des ganzen Wohnprojekts, nachdem viele Schwierigkeiten beim Bau überwunden wurden. Die römischen Zivilisten haben einen nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg dieser Komödie. DIE TRABANTENSTADT, der 17. Band der ASTERIX-Reihe, war die Vorlage dieses Leinwandabenteuers. Die neuen Mieter dieser weißen Hochhäuser inmitten alter Baumbestände. Dort wurden sie nicht ganz so individuell in Szene gesetzt.

Allein die von gallischer Seite betriebenen Vertreibungsversuche und die Reaktionen der Römer, in immer schnellerer Folge gezeigt, sind ein ziemliches Vergnügen. So schlecht die Witterung für die Gallier ist, so ist es für die Römer immer noch ein Zuckerschlecken, sogar erfrischend im Vergleich zur brütenden Hitze und Trockenheit in Rom. Vor all der gelungenen Atmosphäre wie dem Colosseum, der Trabantenstadt und natürlich dem fein reproduzierten Dorf sind die Zivilisten eine breit lächelnde Horde Touristen, die aus dem Dorf und den Galliern das machen, was jeder Tourist weltweit in Ferienhochburgen antrifft: Die ewig gleichen Angebote in zigmal den gleichen Läden, stapelweise nebeneinander angeordnet.

Der Einfallsreichtum von Rene Goscinny, der damals die Comic-Vorlage schrieb und all die kleinen Anspielungen auf die moderne Welt einbaute, war immens und trifft auch heute noch ins Schwarze. Haben sich auch viele Neuerungen im menschlichen Beisammensein ergeben, so ist umso mehr erhalten geblieben und bildet die Grundlage dessen, was heute als Innovation gepriesen wird. Das Werk Albert Uderzos, seine eindeutige Handschrift in der Gestaltung lustiger Figuren, ihre Gesichtszüge findet sich fantastisch gut übertragen in den animierten Galliern wieder. Und nicht nur dort. Die Wildscheine, mit Mimik und Grunzen über ihr Wohlbefinden Auskunft geben (und ihre Ängste, einer finalen Teilnahme am Bankett der Gallier zu entgehen), sind ein Augenschmaus für sich und hätten auch einen eigenen Ablegerfilm verdient.

Das Bonusmaterial sei jedem ans Herz gelegt, der gerne hinter die Kulissen von Filmproduktionen schaut, denn die Arbeitsweise bei einem Trickfilm dieser Art unterscheidet sich doch in weiten Teilen von der eines Realfilms. Die Schauspieler, besser gesagt die Sprecher, nehmen ihre Texte vor allem anderen auf. Die Animation orientiert sich an ihrer Ausdrucksweise. So haben im Original die Schauspieler eine viel stärkere Möglichkeit sich einzubringen, als es bei der Synchronisation hierzulande zum Beispiel der Fall ist. Eine gute Planung, die Umsetzung der gezeichneten Vorlagen, der einst von Albert Uderzo entworfenen Figuren und noch einiges mehr runden die Zusatzinformationen ab. Die Komplexität der Produktion eines solchen Films nötigt dem Zuschauer einen ordentlichen Respekt ab.

Die deutschen Sprecher von Asterix und Obelix sind mit Milan Reschel und Charly Hübner bekannt, aber sie treten zugunsten des Films deutlicher in den Hintergrund, als es früher der Fall war. Fans von Zeichentrick und Animation wissen, wie oft mit landesweit bekannten Schauspielern und ihren Stimmeinsätzen bei derartigen Produktionen geworben wurde. Peschel und Hübner verstehen zweifelsohne ihr Handwerk, aber eine Produktion wie diese braucht nicht von Stars erobert zu werden. Hier wird solide und einfühlsam jede Figur gesprochen, sie werden aber nicht vereinnahmt.

Ein tolles Abenteuer aus der Goscinny-Ära, eine tolle Umsetzung in moderne Animation, ohne den tollen von Udero entworfenen Figuren etwas von ihrer Originalität zu nehmen. Hier und dort etwas erweitert und verfeinert, ohne den Humor des Originals zu verfremden. Mit feinem Humor ebenso gewürzt wie mit Klamauk, für jeden ist etwas dabei. ASTERIX – IM LAND DER GÖTTER ist ein echter Familienfilm einerseits und eine filmische Umsetzung des gallischen Comic-Helden andererseits, die jeden Fan der Reihe zufrieden stellen sollte. 🙂

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Link zur offiziellen Film-Homepage: www.asteriximlanddergoetter.de

Donnerstag, 20. November 2014

DEADPOOL Teaser

Filed under: Comics im Film — Michael um 16:33

DEADPOOL Teaser ClipVor einigen Jahren noch war DEADPOOL eher eine Randfigur im MARVEL-Universum. Der Kopfgeldjäger im roten Dress mit den schwarz schattierten Augen wirkte zuerst wie eine überdrehte Spider-Man-Variante, die mit japanischen Schwertern auf ihre Gegner losgeht. DEADPOOL nervte seine Feinde, die wenigen Helden, die ihm ein wenig zugetan waren, sogar einen weitestgehend ruhigen Charakter wie Daredevil. Doch gerade diese Eigenschaften, seine Fähigkeit, alles und jedes, ohne mit der Wimper zu zucken, umzulegen, katapultierte diese Figur weit nach vorne.

Mittlerweile hatte Ryan Reynolds seinen ersten Auftritt als DEADPOOL (Wade Wilson) in X-MEN ORIGINS: WOLVERINE. Eine Realverfilmung rund um den stets durchgeknallten Helden soll folgen. So lange jedoch kann sich der Fan dieser Figur an einem kleinen, rein computergenerierten Teaser auf Youtube erfreuen: DEADPOOL Teaser Clip.

Das Spektakel bringt die Figur absolut auf den Punkt. Auf den ersten Blick mag man meinen, DEADPOOL lege sich mit Agenten der Matrix an. Auf den zweiten Blick mag eine solche Anspielung durchaus gewollt sein, denn immerhin schließt der Teaser auch mit einem Zitat Sylvester Stallones aus dem Film Die City-Cobra. DEADPOOL erledigt es im Gegensatz zum Original gewollt humorvoll. Nachdem er, der Fan kann es sich denken, die Herren in Schwarz alle umgelegt hat.

Toll gemacht, im Matrix-Stil, ebenso gewalttätig, aber das gehört zu diesem MARVEL-Charakter dazu, hat er doch schließlich mittlerweile versucht, so gut wie alles und jedes aus dem MARVEL-Universum umzulegen. 🙂

Link: DEADPOOL Teaser Clip

Montag, 06. Oktober 2014

SPAWN: THE RECALL

Filed under: Comics im Film — Michael um 20:46

SPAWN: THE RECALLDie Hexe lebt zurückgezogen mit ihrem Sohn, auf der Flucht, immer auf der Flucht vor Entdeckung. Sie ahnt nicht, dass ihr kleiner Junge eine deutlich bessere Sicht auf die Halbwelt hat als sie. Bei einem normalen Einkauf in einem noch gewöhnlicheren Supermarkt zieht sich die Schlinge um die beiden ganz langsam zusammen und eine machtvolle Kreatur betritt das Diesseits.

Atmosphäre steht im Mittelpunkt. Ein quirliger Supermarkt versinkt plötzlich in düstere Stille. Die Besorgnis der Mutter wird endlich geweckt, ihr Sohn, der kleine Michael, ist verschwunden. Michael Paris, der Regisseur des Fan-Films um den Höllenkrieger SPAWN, beginnt mit einer Halbweltszene, deren Aufnahmetechnik an jene Sichtweisen erinnert, die auch ein Beutlin besaß, wenn er den einen Ring überzog. Die Realität verschwimmt, scheinbar entflammt, verwaschen wie bei einer Fata Morgana. Dann ist alles normal, Alltag. Bevor die Realität bricht.

Natürlich wartet man auf den Auftritt von SPAWN, der das Besondere an diesem Fan-Film ist. Seit der Kinoproduktion von 1997, die hinter den Möglichkeiten zurückblieb, die die Vorlage ihr bot, warten Fans dieser von Todd McFarlane erfundenen Figur auf einen neuen Auftritt. Dieser hier, inmitten von Supermarktregalen, ist kurz, aber eindrucksvoll und höchst gelungen.

Plötzlich geht das Licht aus. Das Böse hat die Jagd eröffnet, doch der Beschützer ist nah. Wie im kürzlich beschriebenen Fanfilm zu The PUNISHER endet auch hier leider alles mit einem Beginn. Jetzt kann es losgehen, mag man nach diesen leider nur wenigen Minuten denken. Jetzt darf SPAWN zeigen, was er kann. Einziger Trost: In kleinem Rahmen machen hier unabhängige Filmemacher vor, wie eine Comic-Umsetzung wirken könnte, wenn schon nicht auf der der Kinoleinwand, dann wenigstens im Fernsehen. Sehenswert!

SPAWN: THE RECALL auf youtube

Donnerstag, 02. Oktober 2014

THE PUNISHER – DIRTY LAUNDRY

Filed under: Comics im Film — Michael um 10:00

THE PUNISHER - DIRTY LAUNDRYDer Punisher, Frank Castle mit bürgerlichem Namen, lebt in einem alten Kastenwagen. Sein normales Leben liegt lange hinter ihm. Seinen Rachefeldzug hat er augenscheinlich ebenfalls zu den Akten gelegt. Eines Morgens, in einer von Gott verlassenen Gegend, einem verfallenen Stadtteil, sucht er einen Waschsalon auf. Ein kurzer Blick genügt, um die Lage in dieser Straße zu erkennen. Eine Bande drangsaliert die paar Menschen, die hier leben. Frauen werden vergewaltigt, Kinder zu Drogendealer und Junkies herangezogen. Wer etwas dagegen zu unternehmen sucht, wie etwa der alte Big Mike, endet im besten Fall im Rollstuhl. Frank Castle, der Punisher, sieht die Gewalt und das Elend, aber er hat gelernt, darüber hinweg zu sehen, als ginge ihn das alles nichts mehr an.

Drei Filme über den PUNISHER konnten in der Vergangenheit auf sich aufmerksam machen. Eine sehr frühe Version mit Dolph Lundgren, eine ambitionierte Variante mit Thomas Jane und eine an moderneren Comics angelehnte Version mit Ray Stevenson. Regisseur Phil Joanou holte den Schauspieler Thomas Jane gut acht Jahre nach der Hollywood-Version des Themas für einen Fan-Film in die Rolle des einsamen und verbitterten Bestrafers zurück.

Innerhalb des Marvel-Universums ist diese Figur integriert, aber auch seltsam fehl am Platz. Sie verfügt über keinerlei Superkräfte, allenfalls über einen enormen inneren Antrieb und sie tötet ihre Feinde. Auge um Auge, Zahn um Zahn, ist das einzige Gesetz, dem dieser Charakter folgt. Punisher ist der Dirty Harry oder Paul Kersey des Comics. Um der Figur im Film möglichst nahe zu kommen, ohne sie lächerlich zu machen, brauchte es einen Schauspieler wie Thomas Jane.

Fanfilme haben häufig den Nachteil, dass sie als genau das zu erkennen sind und ihnen die nötige Professionalität und glaubwürdige Darsteller fehlen. THE PUNISHER – DIRTY LAUNDRY wartet nicht nur mit dem einstmaligen Hauptdarsteller Thomas Jane auf, in einer Nebenrolle gibt sich auch noch Ron Perlman die Ehre, Filmfans sattsam von erfolgreichen Filmen und Serien wie Hellboy und Sons Of Anarchy her bekannt. Die beiden Schauspieler sorgen nicht nur mit ihrer Darstellung für die Qualität des Films. Die Besetzung sorgt mit intensivem Spiel allgemein für Erstaunen.

Zehn Minuten dauert der Film und die Art der Erzählung könnte auch die Einleitung zu einer kompletten Hollywood-Variante sein, jedenfalls wäre dies nach der starken wie auch gegen Ende sehr brutalen Sequenz fast zu erwarten. Der Schluss, der auch der Startschuss zu einem Comeback dieses Rächers sein könnte, enthüllt schließlich auch seine Identität. Einer der besten Fanfilme im Marvel-Universum!

THE PUNISHER – DIRTY LAUNDRY auf youtube

Mittwoch, 08. Mai 2013

IRON MAN – Rise of Technovore

Filed under: Comics im Film — Michael um 20:31

IRON MAN - Rise of TechnovoreDie Welt, wie sie der Mensch heute noch kennt, könnte aufhören zu existieren, falls Technovores Plan aufgeht. Ein Junge nur, so scheint es, hat einen Weg gefunden, mit unbekannten Kräften zu spielen, gegen die Iron Man und sogar SHIELD machtlos sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. In einem scheinbar weit entfernten Raum, einem Hort der Ruhe, der Entspannung, fernab der Bedrohung durch die menschliche Zivilisation plant TECHNOVORE seine nächsten Schritte mit Bedacht. Der junge Mann ist der festen Überzeugung, dass nichts ihn aufhalten kann. Und seine Überzeugung fußt auf der Erfahrung gegen zwei der mächtigsten Helden des Planeten angetreten zu sein und gewonnen zu haben. Wer ist dann noch SHIELD?

IRON MAN, der sich ansonsten meist eher handfesteren, auch weniger intelligenten Gegnern stellt (sieht man einmal vom Mandarin ab), bekommt hier außerdem eine sehr außergewöhnliche, beinahe vergeistigte Figur zum Feind. Wer sich ein wenig mit Animes beschäftigt hat, wird das eine oder andere Mal auf ähnliche Figuren gestoßen sein. Abgestoßen von der Barbarei der Menschheit, philosophischen Strömungen folgend, einen Neuanfang suchend, will dieser Charakter nur eines: mit der alten Erde aufräumen, alles Bestehende vernichten und aus den Trümmern ein Utopia schaffen. Leider will es, Technovore, ausgerechnet ein Konstrukt benutzen, an dem Tony Stark maßgeblich beteiligt ist.

Im Zuge der Ermittlungen einer grauenhaften Katastrophe, in die neben IRON MAN auch WAR MACHINE, James Rhodes involviert ist, sperrt sich Tony Stark gegen die Forderungen von Shields Boss Nick Fury. Dieser setzt zwei seiner Agenten auf IRON MAN an: HAWKEYE und BLACK WIDOW. IRON MAN flieht unter Mühen und sucht ausgerechnet Hilfe bei jemandem, der am liebsten auch mit diesen kostümierten Helden aufräumen würde: PUNISHER.

Es geht also nicht zur Sache in dieser neuen Comic-Verfilmung, die zeitgleich zum dritten Kinofilm um den eisernen Rächer erscheint, es geben sich auch ein paar Bekannte aus dem Marvel-Universum die Klinke in die Hand. Neben dem unverkennbaren Anime-Stil, der sich nicht nur in der Gestaltung der Figuren niederschlägt, darf der Zuschauer sich auch auf eine Mixtur aus traditioneller Animation wie auch computerisierter Verfolgungsjagden und Landschaftsanimation freuen. Angereichert mit einem rockigen Soundtrack erscheinen die Action-Szenen manchmal auch wie ein schnell geschnittenes Musikvideo. Für ein stark technisiertes Abenteuer ist dies genau richtig.

In der deutschen Synchronisation kann sich der Marvel-Fan auf Peter Lontzek als Tony Stark freuen. Auf der Kinoleinwand sprach er bislang Loki bei seinen Auftritten in Thor und den Avengers. Andere bekannte Stimmen wie Jörg Hengstler (als Nick Fury, bekannt als Stimme von Adrian Paul und Avery Brooks) und Uwe Büschkens (als Jarvis, bekannt als Stimme von Steve Carell) verstärken die Riege der versierten Synchronsprecher.

Fein gestaltete Hintergründe, wie sie exemplarisch während des Auftrittes von PUNISHER in Form von ruinösen Stadtansichten in Szene gesetzt werden, bieten Tiefe, Atmosphäre und wecken besonders in dieser Sequenz den Wunsch, auch die Figur des PUNISHERS in dieser Form umgesetzt zu sehen. Die Ruhe dieser Sequenz dauert nicht lange. Rasante Action-Szenen beherrschen das Szenario. Entweder mit spektakulären Massenszenen (IRON MAN gegen die MANDROIDS) oder gegen bekannte Helden wie HAWKEYE UND BLACK WIDOW, die sich alle Mühe gegen das ungewöhnliche Gespann aus IRON MAN und PUNISHER geben.

Ein knallendes Action-Feuerwerk (das ist eher noch untertrieben) mit bekannten Gesichtern aus der Marvel-Welt, die sich allesamt schon auf der Kinoleinwand präsentiert haben. Für Marvel-Freunde wie auch Fans der Animetechnik bietet sich eine gelungene Verschmelzung beider Welten. 🙂

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Link: Trailer – IRON MAN – Rise of Technovore