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Comic Blog


Sonntag, 18. November 2018

KICK-ASS – FRAUENPOWER

Filed under: Superhelden — Michael um 19:25

KICK-ASS - FRAUENPOWERJunge Frau und Mutter, technisch versiert, staatlich auf höchstem Niveau ausgebildet, teamfähig, streßresistent, sucht anspruchsvolle Aufgabe, gerne mit flexiblen Arbeitszeiten … für PATIENCE, die ehemalige Soldatin der us-amerikanischen Streitkräfte, die in Afghanistan in haarsträubenden Missionen unter Beschuss findet sich nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten leider keine vernünftige Arbeit. Erst recht keine, die sie als alleinerziehende Mutter mit ihren Kindern über Wasser halten könnte. Der Vater hat das Weite gesucht und ein neues Glück an der Seite einer anderen Frau gefunden.

Dabei, das weiß PATIENCE, gibt es da draußen Geld. Genug Geld, nach dem öffentlich niemand jemals suchen wird. Bei kleinen Ganoven, größeren Gangstern, in dieser dunklen Halbwelt und bei jenen Existenzen, denen keiner eine Träne nachweinen wird, sollten sie rein zufällig in irgendeinem Bandenkrieg ums Leben kommen. Als die Not am stärksten zwickt, streift PATIENCE ein Kostüm über und erschließt sich eine scheinbar unerschöpfliche Einnahmequelle.

Wie Superheldentum und Frauenpower zusammenpassen, haben die Comic-Macher MARK MILLAR (Autor) und JOHN ROMITA Jr. (Zeichner) bereits mit der Figur HIT-GIRL bewiesen. Obwohl es hier letztlich noch um ein kleines, wenn auch außergewöhnlich begabtes Mädchen handelt; immerhin: kaum vorstellbar, was dieses Mädchen alles als Erwachsene leisten wird. Oder? PATIENCE macht genau das. Sie nimmt dieses erwachsene HIT-GIRL vorweg.

KICK-ASS, das Original, war ein regelrechter Comic-Meilenstein. Hätte es nicht MARK MILLAR geschrieben, hätte es auch, bei Unkenntnis des Autors, einem FRANK MILLER oder einem GARTH ENNIS eingefallen sein können. In jedem Fall aber einem Autor, der schon mit recht gewalttätigen Comics aufgefallen ist. MARK MILLAR holt die Comic-Helden noch stärker ins normale Leben. Superkräfte gibt es nicht, allenfalls überproportionale Fitness und Einsteckqualitäten im Sinne eines ROCKY. Ausbluten, bis der Arzt dann doch nicht kommt und trotzdem wieder aufstehen.

MARK MILLAR schreibt die Story um PATIENCE, als habe es den ersten KICK-ASS nicht gegeben. Wer also die ursprüngliche Geschichte nicht kennt (was eine Schande ist!), der kann hier getrost einsteigen und einen einzigartigen Wendepunkt im Leben einer jungen Frau verfolgen, die durchaus als Soldatin von Gewalt geprägt wurde und nun hin und her gerissen wird zwischen dem Wunsch, ihren Kindern ein sorgloses Leben zu ermöglichen und dem Gesetz treu zu bleiben. Beides zusammen scheint mit dem Einkommen einer Kellnerin, dem Gedanken an eine Weiterbildung für ein gesteigertes Einkommen, kaum zu verwirklichen. Also macht sie das, was sie in Afghanistan auch schon tat: den Bösen in den Arsch treten. Klar, dass sie nicht gleich in die Vollen geht. Zuerst werden den Ganoven nur Nadelstiche versetzt. Aber die Geduld der Gangster währt nur kurz. Dann heißt es nicht nur, Viel Feind Viel Ehr, sondern ihr stellt sich ein richtig fieser Oberfiesling in die Quere.

Comic-Fans haben JOHN ROMITA JR. in verschiedensten Comic-Universen verfolgen können. MARVEL und DC waren selbstverständlich darunter. Mit seinem SPIDER-MAN hat er sich, als Nachfolger seines Vaters JOHN ROMITA, sozusagen unsterblich gezeichnet. An der Seite von MARK MILLAR brachte er den ersten KICK-ASS und das Spin-off HIT-GIRL zum Erfolg. In diesen Serien, wie auch hier, kann und konnte JOHN ROMITA JR. die letzten gefühlten Schranken fallen lassen. Hier wollen sich die Gegner richtig weh tun und man kann nicht behaupten, dass Qualen und Verletzungen sonderlich reduziert dargestellt würden. Es wird lediglich durch die Überspitzung erträglich. Vielleicht sind die beiden Comic-Macher Fans von BRAIN DEAD, um nur anzudeuten, wohin die Reise optisch gehen kann, nicht dauernd, aber hin und wieder.

Mit dem richtigen Koloristen werden die Bilder von JOHN ROMITA JR. zu einem echten Knaller. Mit PETER STEIGERWALD ist so ein Inker und Farbkünstler gefunden worden. Erstens findet er stets das passende Licht für die jeweilige Stimmung und oft für PATIENCE brandgefährliche Szene, zweitens kommt durch die Farbgebung ein echtes Streamingfeeling auf Papier auf. Etwas milchig geraten, sanft Volumen der Charaktere formend, so dass es mich manchmal an Arbeiten von RICHARD CORBEN erinnerte.

Wer handfeste Kracher mag, Thriller mit etwas Superheldenwürze, wer KICK-ASS sowieso mochte, der liegt mit FRAUENPOWER goldrichtig. Hart, realistisch, ein weiblicher DIRTY HARRY fürs noch junge Jahrtausend. Stark! 🙂

KICK-ASS, FRAUENPOWER: Bei Amazon bestellen.
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Samstag, 17. November 2018

LUCKY LUKE 97 – Ein Cowboy in Paris

Filed under: Cartoon — Michael um 19:17

LUCKY LUKE 97 - Ein Cowboy in ParisDie Indianer haben einen Arm umzingelt. Die gigantische Nachbildung einer menschlichen Extremität nebst Hand, in der eine ebenso realistisch nachgebildete Fackel in die Höhe ragt, wird von den einheimischen Kriegern für einen sehr großen Totempfahl gehalten und ist somit für sie als Beleidigung zu verstehen. Selbstverständlich muss das mit dem Verlust des Skalps dessen geahndet werden, der dieses Ungetüm ins Land gebracht hat: AUGUSTE BARTHOLDI wartet, gefesselt an die metallene Konstruktion, darauf, seine Haarpracht zu verlieren, als ein Cowboy namens LUCKY LUKE zufällig mit vier Halunken, den DALTONS, des Weges kommt und den enthusiastischen Franzosen rettet.

So wie es einst GENE KELLY in EIN AMERIKANER IN PARIS ins traute Frankreich verschlug, gelangt nun der einsamste Cowboy der Welt, LUCKY LUKE, auf gefährlicher Mission in die Stadt der Liebe, um einer sehr speziellen Dame, der Freiheit höchstpersönlich, zu ihrem Platz in der Geschichte und vor den Toren der Vereinigten Staaten von Amerika zu verhelfen. Die FREIHEIT hat es nicht leicht gehabt. Es waren mehr als nur Geld und gute Worte nötig, bis LADY LIBERTY endlich ihren Platz vor NEW YORK einnehmen konnte. Einen Teil der wahren Geschichte hat sich Autor JUL zum Vorbild genommen und den einsamsten Cowboy der Welt in die Historie verwoben, als eine Art BODYGUARD, der ähnlich wie einst KEVIN COSTNER kaum ermessen kann, wen Besonderes er da eigentlich beschützt.

Sicherlich hat Amerika einen reichhaltigen Fundus an historischen Figuren aus dem Wilden Westen, aus der Politik, dem allgemeinen Kuriositätenkabinett und vielem mehr, da ist es dennoch erstaunlich, dass das Thema Freiheitsstatue erst im Band 97 der LUCKY-LUKE-Reihe, geraume Zeit nach dem Tod von MORRIS entdeckt wurde. Schließlich kam LUCKY LUKE häufiger schon als Retter in der Not, wenn eine holde Maid in Bedrängnis geraten war (wie ganz klassisch in LUCKY LUKE UND DER WEISSE REITER). Bevor jedoch in Band 97 EIN COWBOY IN PARIS zum Kuriosum wird, begegnet der Cowboy im späteren Land der unbegrenzten Möglichkeiten selber einer Kuriosität.

AUGUSTE BARTHOLDI befindet sich zusammen mit der Hand und der Fackel der späteren Statue auf einer Werbetournee durch das Land, damit die Amerikaner das Projekt, eine Veranschaulichung eines der höchsten Güter, die ein Land seinem Volk geben kann, lieben und verstehen lernen. Ausgeführt werden soll der ganze Bau auf einer Insel vor Manhattan (heute als LIBERTY ISLAND bekannt). Allerdings verfolgt, dem Projekt gänzlich entgegengesetzt, ein Gefängnisdirektor namens ABRAHAM LOCKER ein eigenes Bauvorhaben, nämlich die Entstehung eines der sichersten Gefängnisse der Welt und dazu hat er sich ausgerechnet besagte Insel als Standort ausgewählt. Kurz und gut: Das riecht nach Ärger!

JUL, Autor der neuen Episode, arbeitet ganz im Geiste der Reihe. Mit AUGUSTE BARTHOLDI findet sich ein zu beschützender Charakter in der Geschichte, ganz wie es SARAH BERNHARDT, WALDO BADMINGTON oder ERASMUS MULLIGAN (WESTERN CIRCUS) waren. Dem gegenüber stellt JUL einen windigen Burschen, der unbedingt seine Karriere mit allen Mitteln vorantreiben möchte. So fällt der Gefängnisdirektor in Band 97 in die KATEGORIE eines CORDUROY ZILCH, sozusagen der dunklen Seite des amerikanischen Traums. Kurzum, JUL hat die klassischen Elemente, die schon unter MORRIS und RENÉ GOSCINNY praktiziert wurden, wunderbar neu belebt und mit einem Handlungsort wie PARIS ein frisches Umfeld für den einsamen Cowboy beigefügt.

Bevor es allerdings in jene für Europäer recht bekannten Gefilde geht, steht dem noch das junge Amerika gegenüber. Außerdem will ein Ozean überquert werden. Für LUCKY LUKE, dem das Geschaukel auf dem Rücken von JOLLY JUMPER nie zuviel wird, ist der ständige Wellengang ein Graus und Pein gleichermaßen. Wer hätte das gedacht? Comic-Illustrator ACHDÉ steuert zum LUCKY-LUKE-Universum Szenen bei, die jetzt schon kultig sind. Und natürlich drehen sie sich alle samt und sonders rund um eine der berühmtesten Frauenfiguren der Welt, LADY LIBERTY. Oder auch nur um Teile davon. Anspielungen werden gezeichnet (ein Amerikaner landet in der Normandie) und Gastauftritte gehören auch zum Repertoire (etwas knurrig, brummelig gibt sich eine französische Literaturlegende die Ehre).

Ein einwandfreier LUCKY LUKE von Anfang bis Ende. So hätte er auch von GOSCINNY geschrieben und von MORRIS gezeichnet werden können. Ein größeres Kompliment kann man den Erben dieser Comic-Macher, ACHDÉ und JUL, kaum machen. Erste Klasse! 🙂

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Freitag, 16. November 2018

LUCKY LUKE – Die Daltons brechen aus – Hörspiel 2

Filed under: Comics im Hörspiel — Michael um 14:24

LUCKY LUKE – Die Daltons brechen aus – Hörspiel 2Ja, die DALTONS haben es immer noch nicht aufgegeben, in die Freiheit zu gelangen und dort ihr schändliches Treiben fortzusetzen. Zu Recht, denn die Länge ihrer zu verbüßenden Haftstrafe reicht noch für nachfolgende Generationen der DALTONS aus. Aber, wie das eben so ist, das Glück fällt eben auch mal da hin, wo es nichts zu suchen hat, und so passiert, was passieren muss: DIE DALTONS BRECHEN AUS in der zweiten Folge der LUCKY-LUKE-Hörspielreihe aus dem Hause RCA.

1985 erschien dieses Hörspiel, in dem sich LUCKY LUKE, der Cowboy, der schneller schießt als sein Schatten, einmal mehr mit den vier Verbrecherbrüdern auseinandersetzen muss. Mehr noch: LUCKY LUKE wird schließlich solcher Verbrechen beschuldigt, die er nicht begangen hat und auch nie begehen würde. Hysterisch und ängstlich begegnen ihm plötzlich jene Bürger, die vormals auf seinen Schutz hofften. Das Blatt wendet sich trotz seiner Unschuld sehr schnell gegen ihn. Für die DALTONS bietet sich eine andere Gelegenheit. Sie nehmen LUCKY LUKE gefangen und setzen ihn als Koch oder Reinigungskraft ein, gerade dort, wo die Brüder niemals freiwillig einen Finger rühren würden.

Eine stimmlich tolle Besetzung wartet hier auf den Comic-Hörer. Die einzelnen DALTONS, JOE, WILLIAM, JACK und AVERELL mit ihren Sprechern MANFRED REDDEMANN, MANFRED SCHERMUTZKI, HENRY KÖNIG und JOCHEN SEHRENDT harmonieren als Vierergespann wie die Faust aufs Auge. MANFRED STEFFEN gibt hier die väterliche Erzählerstimme (anderen Hörspielfans auch als Stimme von GANDALF in der SWR/WDR-Produktion des HERRN DER RINGE bekannt). Aber eine echte Überraschung ist ANDREAS MANNKOPFF als LUCKY LUKE. In den 1970er, 1980er, auch 1990er Jahren gehörte ANDREAS MANNKOPFF zu den Stammgesichtern im deutschen Fernsehen. In seiner Stimme liegt etwas heimelig Knurriges, das ich zunächst nicht mit LUCKY LUKE in Verbindung gebracht hätte. (Das nächste) Aber nach sehr kurzer Gewöhnung entsteht hier in prächtiger Cowboy, etwas lakonisch, der große Geduld aufbringt und den richtigen Moment abpasst, um die DALTONS dingfest machen zu können.

Kurzum: DIE DALTONS BRECHEN AUS (im Übrigen auch die anderen LUCKY-LUKE-Hörspiele aus der RCA-Reihe) gefallen mir als Comic-Hörspiel sehr gut. Die besondere komödiantische Atmosphäre dieses Comic-Westerns mit vier ausgefallenen Gaunern (die doch eher Clowns sind) ist perfekt eingefangen. Klasse!

Freitag, 02. November 2018

JUGURTHA Gesamtausgabe 4

Filed under: Abenteuer — Michael um 18:15

JUGURTHA Gesamtausgabe 4Das römische Joch in der kleinen Exklave wurde abgeschüttelt. Der kleine Tyrann ist tot. Die wenigen verbliebenen Römer, die selbst unter der Schreckensherrschaft litten, wollen bleiben. Keinen zieht es in den römischen Einflussbereich zurück, wo sie wieder versklavt werden, als Gladiatoren leben müssen und zurück in den Soldatendienst gezwungen werden. Lieber sind sie fernab von Rom frei. Allerdings haben die afrikanischen Einheimischen keineswegs vergessen, was ihnen alles unter der römischen Knute angetan wurde. Und so lange ein Römer in ihrer Nähe lebt, wird es niemals richtigen Frieden geben …

In der 4. Gesamtausgabe von JUGURTHA sind drei Alben versammelt, die nahtlos an das vorherige Geschehen anschließen. Im 13. Abenteuer, DER GROSSE VORFAHR, verlässt JUGURTHA zusammen mit seiner Begleiterin VANIA das Dorf, in dem er jüngst gefangen gehalten wurde und glaubt nun all das erlebte Elend hinter sich lassen zu können. Das ist ein fataler Irrtum. Aus dem Duo wird mit der jungen AICHA sehr bald ein Trio und aus einer einfachen Reise eine Flucht durch das Land der HUTU, TUTSI und BATWA. Die kleinwüchsigen BATWA sind das geringste Problem für JUGURTHA und die beiden Frauen. Denn kurz darauf finden sie sich in der Gewalt der TUTSI und werden mit der Legende des GROSSEN VORFAHREN kontrontiert.

VERNAL, Autor von JUGURTHA, hat seine Hauptfigur längst im Bereich der FANTASY ankommen lassen. ROM ist ein Thema, aber das geheimnisvolle Afrika muss um ein Vielfaches verführerischer gewesen sein. Dieser in jenen antiken Tagen rätselhafte Kontinent, der ROM als Sklaven- und Kornspeicher diente, war in seinem Landesinneren nahezu unbekannt und hält heute noch Legenden und Märchen parat, die so ganz anders sind als im Rest der Welt. So tobt sich VERNAL in diesen drei Abenteuern ähnlich aus, wie es ein Kollege, der CONAN-Erfinder ROBERT E. HOWARD, einst tat. Alles ist möglich, wirklich alles, wie der Leser zum Schluss dieses Bandes feststellen wird. So viel sei versprochen.

Viele Völker haben eine Legende, die ihre Herkunft erklärt (oder auch verklärt). VERNAL spielt in diesem Band mit diesem mythischen Konstrukt. Das 14. Abenteuer, DIE MONDBERGE, bildet den Mittelteil einer Trilogie oder eines thematischen Zyklusses. Das 15. Abenteuer, DER SCHWARZE STEIN, bildet einen vermutlich vorübergehenden Abschluss, denn für den Leser wie auch für das Duo JUGURHTA und VANIA bleiben noch reichlich Fragen offen.

FRANZ ist zum Stand dieses Bandes ein vorbildlicher Comic-Künstler. Stilistisch auf höchstem Niveau, mit dem Tuschestrich gleichauf mit anderen (Alt-)Meistern seines Fachs (angesiedelt zwischen einem COLIN WILSON und einem JEAN GIRAUD). Wie er das afrikanische Flair einfängt, hat richtig Klasse (und ich hätte es gerne gesehen, dass er diese Befähigung nutzt, um den afrikanischen Kontinent einer vergangenen Ära illustratorisch in weiteren Szenarien einzufangen). Oder … leider darf ich darauf nicht allzu sehr eingehen, ohne zu spoilern. Sagen wir einfach, FRANZ würde sich sicherlich auch in einem Szenario rund um INDIANA JONES grafisch zurecht finden.

Farblich orientiert sich FRANZ an Techniken, wie sie die beiden erwähnten Kollegen ebenfalls sattsam angewendet haben (und viele andere jener alten Schule), nämlich, indem neben einer realistischen Farbgebung gerne verfremdet wird, damit eine Stimmung deutlicher wird und eine bestimmte Farbausrichtung die Oberhand gewinnt. Zugegebenermaßen findet dies hier in den Abenteuern 13 und 14 weniger Anwendung. Viele helle, bei Tageslicht stattfindende Sequenzen zeigen ein farbenfrohes Savannen-Afrika. Erst in DER SCHWARZE STEIN kippt die Stimmung häufiger. Dem Szenario angepasst werden die Bilder düsterer. Nachtszenen und Erzählstränge, die in eine Art steinerne, fast natürliche Festung (mit anschließender Überraschung) führen, verdeutlichen den Stimmungswechsel und eine völlig andere Richtung des Abenteuers (die VERNAL sehr klug, sehr geschickt einführt).

VERNAL liebt das Unvorhersehbare, entsprechend spannend sind JUGURTHAS Abenteuer in dieser 4. Gesamtausgabe angelegt. Niemand wird den Verlauf dieser Geschichten vorherahnen können. Erstklassige Abenteuererzählkunst. FRANZ zeichnet technisch perfekt, toller Strich, hervorragende Farbgebung. Das passt alles hundertprozentig von Anfang bis Ende. Wer historische Szenarien mit einem Schuss Fantasy mag, wird hier goldrichtig aufgehoben sein! 🙂

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Sonntag, 21. Oktober 2018

ASTERIX 27 – DER SOHN DES ASTERIX – Hörspiel

Filed under: Comics im Hörspiel — Michael um 16:45

ASTERIX 27 – DER SOHN DES ASTERIX – HörspielEin schöner Morgen im gallischen Dorf, der einzig und allein dadurch merkwürdig beginnt, da OBELIX einen seltsamen Traum hatte von einem Klapperstorch, der sich verflogen und seine Fracht auf der falschen Schwelle abgesetzt hat. Und so fällt ASTERIX aus allen Wolken, als er tatsächlich einen Säugling vor dem Haus findet. Da ist nicht nur die Aufregung groß. Denn der Kleine hat einen Mordshunger. Allerdings, wie das so funktioniert, mit dem Baby, der Kuh und der Milch muss ein OBELIX erst noch lernen. ASTERIX wird wenig später die Verantwortung für das Kind übertragen und langsam stellt sich die Frage, woher dieser Junge eigentlich stammt?

Unter der Regie von THOMAS KARALLUS (die deutsche Stimme von KEVIN JAMES) entfaltet sich in einer Hörfassung das Leben rund um das gallische Dorf und das 27. ASTERIX-Abenteuer, DER SOHN DES ASTERIX. Ein spielfreudiges Ensemble macht die Helden erlebbar, allen voran das Sprecherurgestein ECKART DUX als MIRACULIX, altehrwürdig, stimmlich mit Leichtigkeit Autorität ausstrahlend. MICHAEL GRIMM gibt den ASTERIX, quirlig, schlau, hartnäckig. DOUGLAS WELBAT gelingt ein wunderbar knuffiger, gutmütig brummelnder, leicht träger, etwas tapsiger OBELIX. ISABELLA GROTHE gibt als GUTEMINE ein paar giftige Kommentare zum Besten (kein Wunder, wenn einem ewigen Junggesellen ein Säugling auf die Schwelle gelegt wird). Die RÖMER (wie CACTUS) sind wie in einer klassischen französischen Komödie durch den Wind. CHRISTIAN RUDOLF kommt als BRUTUS schön gemein rüber.

Kurzum, die sehr kindgerechte Inszenierung aus dem Hause Karussell/Universal von DER SOHN DES ASTERIX trifft auf feine, sehr fröhliche Art die Geschichte um den gallischen Krieger. Schön! 🙂

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Freitag, 19. Oktober 2018

SPIDER-MAN & VENOM – VENOM INC.

Filed under: Superhelden — Michael um 19:53

VENOM INC.Eine Menge VENOMS sind los! Da gibt es den altbekannten VENOM, der sich mit EDDIE BROCK und FLASH THOMPSON vereinigt hat. Ein ANTI-VENOM kehrt zurück (wer ist wohl sein Wirt?). Und eine Gestalt namens MANIAC verteilt kleine VENOM-Symbionten und schart so eine Gang dienstbarer Geister um sich, alle von VENOM besessen. Das schafft illustre Figuren, denn auch der SCORPION und BLACK CAT sind dabei. Sogar SPIDER-MAN muss feststellen, dass er sich gehörig überschätzt hat, als er selbst in die Fänge dieser Gang namens MADE MEN gerät …

VENOM INC. So hat man VENOM noch nicht gesehen. Und so viele auf einem Haufen vermutlich auch nicht. Nachdem er anfangs ein einfacher Symbiont war, der seinem Träger (eben SPIDER-MAN) neue Fertigkeiten verlieh, ist VENOM über das eigene Erleben hinaus zu einer Waffe gediehen, derer gleich mehrere habhaft werden wollen. Es gibt sogar jemanden, der ein durchaus gutes Interesse daran hat, weil er die Wirkungsweise umkehrt (zu einem weißen ANTI-VENOM wird). MIKE COSTA und DAN SLOTT kennen sich beide mit mit VENOM aus. DAN SLOTT hat außerdem über viele Jahre reichlich Erfahrung mit SPIDER-MAN gesammelt. Das Autoren-Dreamteam lässt es hier schlicht auf fast jeder Seite krachen.

Da aktuell TOM HARDY als EDDIE BROCK auf der Kinoleinwand zu sehen ist, wie er kurzzeitig versucht, der verführerischen Stimme und der Macht VENOMS zu widerstehen, lässt sich ein Vergleich zu VENOM INC. herstellen. Dieser Parasit/Symbiont ist deutlich schwächer angelegt. Ist er einmal eine Verbindung zu seinem Wirt eingegangen, zeigt er seine Fähigkeiten, aber die Art und Weise wie im Film ist ihm hier nicht gegeben. Vielmehr zeigt sich eine verletzliche Seite an VENOM, wenn EDDIE BROCK und FLASH THOMPSON sich um den Symbionten streiten und dieser kaum fähig ist, sich zwischen einem von ihnen zu entscheiden. Diese Szene, die einiges Bisherige im MARVEL-Universum auf den Kopf, ist schon sehenswert.

Einer gegen alle: Auf der anderen Seite der Clique um SPIDER-MAN wartet LEE PRICE, ein Ganove, der schon einigen Herren diente, bevor er den Symbionten traf. Hier entstand ein VENOM mit enorm kriminellem Hintergrund. LEE PRICE lebt dieses Prinzip in VENOM INC. völlig aus (auf bombastische Weise) und bringt damit den echten VENOM, ANTI-VENOM, BLACK CAT, MANIA und natürlich SPIDER-MAN an ihre Grenzen. Grafisch trumpfen hier GERARDO SANDOVAL und RYAN STEGMAN auf. Die beiden Comic-Künstler liegen stilistisch nahebei, irgendwo zwischen einem JIM LEE und einem TODD MCFARLANE. RYAN STEGMANS grafische Arbeit schlägt mehr Richtung LEE aus, während ein GERARDO SANDOVAL einen mehr wilderen Strich an den Tag legt (wie es eben ein MCFARLANE mit SPAWN machte).

Die Bilder von GERARDO SANDOVAL wirken, als sei soeben eine Idee explodiert, wilde Action muss auf Teufel-komm-raus aufs Papier. Perspektiven müssen knallen. Steckte ein 3D-Effekt dahinter, würde dem Leser hier alle Nase lang etwas um die Ohren fliegen. RYAN STEGMAN ist zwar ebenfalls für vor Muckies überquellende Figuren zu haben, aber er arbeitet etwas feiner, in den Gesichtern seiner Figuren liegen mehr Charakter und Emotionen. Wenn es allerdings in einen langen Showdown geht, spielt all das kaum noch eine Rolle. Wenn die Clique auftritt, mittendrin ein VENOM, fast so bewaffnet wie jemand, der gleich in DOOM einsteigen wolle (oder ein mutierter RAMBO, Ansichtssache).

Es kracht, schwingt, kalauert, es venomt ordentlich! MIKE COSTA und DAN SLOTT, zwei Autoren, denen man in Sachen MARVEL nichts vormachen kann, geben dem Antihelden eine tolle Bühne und SPIDER-MAN eine harte Nuss zu knacken. Dank zweier Top-Zeichner, die sich auf fetzende Action verstehen, bekommt der Leser einen Blockbuster auf Comic-Seiten geboten. 🙂

SPIDER-MAN & VENOM, VENOM INC.: Bei Amazon bestellen.
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Donnerstag, 18. Oktober 2018

ASTERIX DER GALLIER – Jubiläumsausgabe

Filed under: Klassiker — Michael um 14:22

ASTERIX DER GALLIER - JubiläumsausgabeIm kleinen Dorf der unbesiegbaren gallischen Krieger geht alles seinen gewohnten Gang. Obwohl vollkommen von vier römischen Lagern umzingelt, geht man auf die Jagd, schlägt Hinkelsteine, verkauft längst überfälligen Fisch und begeht andere Alltäglichkeiten. Mittendrin ASTERIX DER GALLIER, eine Zierde seines Volkes, unbeugsam, etwas klein geraten, seinem OBELIX ein guter Freund, seinem Stamm ein verlässlicher Krieger. Innerhalb des Stammes ist es kein Geheimnis, dass der Zaubertrankt des Duriden MIRACULIX den Menschen ihrer übermenschliche Stärke verleiht. Außerhalb davon machen sie die Römer ihre eigenen Gedanken und beschließen, einen Spion in die Reihen der Gallier zu schicken. Und tatsächlich: Die Mission gelingt. Nun wissen sie, wer und was hinter der Unbesiegbarkeit steckt. Und klar: Das wollen die Römer haben. Zuallererst entführen sie MIRACULIX. Doch der stellt sich als äußerst immun gegen ihre Überredungsversuche heraus. Versprechungen oder Folter (gekitzelt mit einer Feder): Nichts will fruchten. Also holen sich die Römer ihr nächstes Opfer: ASTERIX, den Gallier. Das ist ihr größer Fehler …

50 Jahre ASTERIX. Manche Comic-Figuren reifen über ein Menschenleben hinweg an, überleben sogar ihre Autorenschöpfer (wie hier RENÉ GOSCINNY, der leider 1977 schon verstarb) oder erleben es, dass ihr Schöpfer den Staffelstab an Nachfolger übergibt; so wie es ALBERT UDERZO tat, als Mit- und Nachfolgeautor (von GOSCINNY) sowie natürlich Zeichner der legendären gallischen Figur. Heutzutage sind JEAN-YVES FERRI und DIDIER CONRAD das neue Duo (seit inzwischen drei Alben) hinter den ASTERIX-Abenteuern.

In der ersten Geschichte, die hierzulande veröffentlicht wurde, fehlen noch ein paar Bestandteile, die später einen regelrechten Sucheffekt auslösten. Andererseits sind viele Bestandteile, die zum nachfolgenden und dauerhaften Erfolg der Serie beigetragen haben, bereits vorhanden: Der Mann mit seinen zwei Ochsen, den ASTERIX überredet Wagenhändler statt Ochsenhändler zu werden (eine Vorausschau auf spätere Staus auf Galliens Straßen). Der römische Spion sozusagen als Vorhut künftiger Bösewichte, die hinter das Geheimnis des Zaubertranks kommen bzw. den Galliern römische Lebensart beibringen wollen. Die Römer versuchen sich gegenseitig auszubooten, denn jeder mit einem höheren Rang möchte gerne den Posten von CAESAR einstreichen. Unbesiegbarkeit durch übermenschliche Stärke scheint da ein gutes Mittel zu sein.

Sucheffekt? Ja. (Obwohl ASTERIX mittlerweile auch einen Suchteffekt in sich birgt. Ansonsten würde der nächste Band wohl kaum so sehnsüchtig von den Fans erwartet.) Der Sucheffekt bezieht sich auf jene Prominente, die, von ALBERT UDERZO gezeichnet, in den Geschichten auftauchten: Wie etwa KIRK DOUGLAS, BERNARD BLIER, die BEATLES, DICK und DOOF oder RENÉ GOSCINNY selbst (und viele mehr).

OBELIX hat hier noch äußerst wenig zu melden. Er ist auch optisch noch nicht da angekommen, wo er dank ALBERT UDERZO in ersten Schritten hingelangt. Er ist füllig, groß, aber niemand würde ihn ärgern wollen und dick nennen. Hier gibt es noch ein paar Ecken und Kanten, nicht nur bei OBELIX, andere Charaktere wie zum Beispiel MIRACULIX, eine maßgebliche Figur für dieses Abenteuer, besitzen ebenfalls noch nicht die spätere Knuffigkeit, die einfach im Gedächtnis bleibt. In der vorliegenden Jubiläumsausgabe wird nicht nur auf die Entstehung von ASTERIX und die ursprüngliche Arbeitsweise des Künstler-Duos GOSCINNY/UDERZO eingegangen, vielmehr finden sich auch ein paar Entwicklungsskizzen, die zeigen, dass RENÉ GOSCINNY offensichtlich Althergebrachtes über Bord warf, als er den kleinen Gallier erdachte und UDERZO seine Ideen mitteilte.

Eine kurze Geschichte der ASTERIX-Alben hier in Deutschland, vom Start 1968, rundet den redaktionellen Teil der Ausgabe ab. Bereits 1988, zum 20. Jubiläum, wurde mit einer Sonderausgabe gefeiert. Selbst 20 Jahre sind für eine Comic-Serie eine stolze Zahl. 50 Jahre sind für jedwede fortdauernde Publikation, ganz gleich in welchem Genre und Medium, herausragend. RENÉ GOSCINNY und ALBERT UDERZO haben einen Reigen von Figuren geschaffen, die über die Jahrzehnte hinweg immer wieder im gallischen Mikrokosmos anpassbar waren (und sind). Es ist in vielerlei Hinsicht grandios, wie es den beiden stets aufs Neue gelang, aktuelle, auch zeitlose Themen des Miteinanders in dieser vielschichtigen Komödienreihe zu transportieren.

ASTERIX DER GALLIER (Jubiläumsausgabe, erhältlich ab 4. Oktober 2018): Bei Amazon bestellen.
Oder bei Egmont Comic Collection.

ASTERIX®- OBELIX®- IDEFIX® / © 2018 LES EDITIONS ALBERT RENE / GOSCINNY – UDERZO

Donnerstag, 11. Oktober 2018

BATGIRL MEGABAND 2 – ALTE LIEBE, ALTE FEINDE

Filed under: Superhelden — Michael um 20:12

BATGIRL MEGABAND 2 - ALTE LIEBE, ALTE FEINDEGeister existieren! Überall, sogar in Schwimmbädern. BATGIRL nimmt sich dieses gruseligen Falles an und braucht dafür hauptsächlich Köpfchen. Der Geist kennt keine Zurückhaltung. Er platzt in Situationen hinein, in denen niemand mit einem Gespenst rechnen würde. Gerade, als einige Senioren mit ihren Poolnudeln Wassergymnastik betreiben und ihre körperliche Fitness trainieren, gleißt plötzlich eine pink leuchtende Farbe im Wasser auf. Was von einer älteren Dame im Badeanzug für das chemische Anzeichen von Urin im Becken gehalten wird, ist nichts anderes als eine Geisterattacke …

Der 2. MEGABAND von BATGIRL (ALTE LIEBE, ALTE FEINDE) punktet auf der ganzen Linie mit Grafiken von Top-Illustratoren. Meist wurde geschaut, ein Erscheinungsbild beizubehalten. MINKIYU JUNG weicht ganz etwas von den ganz leicht mangaesk gezeichneten Figuren ab. Leicht deshalb, weil darauf geachtet wurde, ein recht reales Aussehen mit einigen typischen Zeichentrickstilistiken zu mischen. Das perfekte Beispiel hierfür ist das für den MEGABAND verwendete Titelbild.

CHRIS WILDGOOSE, SAMI BASRI, ELEONORA CARLINI sind Vertreter dieses Stils. CHRIS WILDGOOSE gibt mit seinen mehrheitlichen Arbeiten den Takt vor. Wie der Untertitel (ALTE LIEBE, ALTE FEINDE) vermuten lässt, darf sich der Leser auf einige alte Bekannte freuen. Der besondere Trick ist aber eine Verbindung zwischen vor Jahren erlebten Abenteuern und gegenwärtigen Erlebnissen. Beides dürfte für den Leser neu sein, denn auch die alten Fälle sind von HOPE LARSON neu erdacht.

So knüpft die Autorin an ein früheres Verhältnis von BATGIRL und ROBIN an (ALTE LIEBE). BATGIRL stand noch am Anfang ihrer Karriere, war noch unerfahren und etwas übermütig. ROBIN stand ihr zur Seite, gerne bereit sein Wissen aus der Zusammenarbeit mit BATMAN weiterzugeben und sich gleichzeitig seine eigenen Flügel zu verdienen. In späteren Jahren, aus BATGIRLS einfacher Maske ist ein spitzohriger Kopfschutz geworden, trifft sie sich bei anderer Gelegenheit mit NIGHTWING, dem erwachsenen DICK GRAYSON, der einst ROBIN war. Alte Gefühle erwachen in einem mehrepisodigen Fall, der nicht nur Retro-Charme besitzt. Darüber hinaus weiß er mit einigen Horrorelementen aufzuwarten, sicherlich inspiriert durch die eine oder andere Kinovorlage (Slasherfilme mit Handlungsort Uni lassen grüßen).

PINGUIN und sein SOHN geben sich die Ehre, ebenso eine HUTMACHER-Gang, ein CLAYFACE-ähnliches Wesen (aber nicht selbiges) aus dem Abfluss verbreitet Angst und Schrecken, aber der wohl beste Auftritt einer alten Bekannten erfolgt in Form von HARLEY QUINN (der Ganovin, der es auch gelungen ist, NIGHTWING zu vernaschen, BATGIRL scheint hier nichts davon zu ahnen). In GESCHENKE FÜR ALLE taucht plötzlich ein Weihnachtsmann (und in der Maske steckt?) auf, der mit einer Aufgabe aufwartet, die schwierig bis merkwürdig ist und dennoch zum Schluss Sinne ergibt.

GEDANKENSCHLEIFE lautet der Titel eines Szenarios von HOPE LARSON, die hier den Illustratoren SCOTT GODLEWSKI an der Seite hat. SCOTT GODLEWSKI löst sich weiter als alle anderen Zeichner von einer vorgegebenen Linie (obwohl diese immer noch erkennbar ist). In seiner Arbeit liegt der stärkste Realismus. Es beginnt mit familiären Streitigkeiten und führt BATGIRL in eine Art Underground-Fight-Szene, in einer Mixtur aus Fight-Club und Wrestlemania. Nur wird hier nicht gerade freiwillig gekämpft. DC-Fans können auch Parallelen zu einer SUPERGIRL-Folge der 2. Staffel entdecken, in der Aliens aufeinander gehetzt wurden. Thematisch also hier wie dort gut für eine Menge Action.

Jugendlicher, sogar kindgerechter geht es in der zweiten Episode des MEGABANDES zu: EIN TIERISCHES TRIO. Ein Hund und eine bekannte Katze sind verschwunden. Der Hund, ROOKIE, ist ein Internetstar, während die Katze eine noch bekanntere Freundin namen CATWOMAN hat. Ein kleines Mädchen, ESME, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Hund im Alleingang wiederzufinden. Klar, dass BATGIRL das nicht zulassen kann. Und so macht sich ein seltenes TRIO auf die ungewöhnliche Rettungsmission. Klasse, sehr unterhaltsam, ein richtig schönes Abenteuer für Kids.

TOP! Eine erstklassige Sammlung von BATGIRL-Geschichten. HOPE LARSON, die Autorin deckt wirklich ein breites Spektrum ab. Heiter, gruselig, klassisch, spannend, heftig, brutal. Für jeden Fan der BATMAN-Familie ist etwas dabei. Rückblicke in BATGIRLS frühe Vigilantentage erleichtern Newcomern den Einstieg. 280 Seiten feiner Superheldenlesestoff! 🙂

BATGIRL, MEGABAND 2, Alte Liebe, alte Feinde: Bei Amazon bestellen.
Oder bei Panini Comics.

Freitag, 21. September 2018

SHAZAM! – Der Film

Filed under: Comics im Film — Michael um 20:14

SHAZAM! - Der FilmSHAZAM! Ein kleiner Junge wird zum Superhelden. Früh, als er erfunden wurde, hieß die Figur noch CAPTAIN MARVEL (aber eine Heldin dieses Namens hat MARVEL auch und es kann bekanntlich nur einen geben, deshalb bleibt es nun bei SHAZAM). Das Zauberwort SHAZAM setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben großer Namen: SALOMON, HERKULES, ATLAS, ZEUS, ACHILLES und MERKUR. Nun also reiht sich diese Figur, die sich durchaus mit SUPERMAN messen kann (man beachte entsprechende Crossover im DC-Universum), auch unter jene Helden ein, die den Weg auf die Kinoleinwand finden werden. ZACHARY LEVI, der Spaßvogel aus der langjährigen Agenten-Comedy CHUCK, übernimmt die Rolle des übermächtigen (erwachsenen) Helden, der eigentlich noch ein Junge ist. Das ist anfangs eine Konstellation, die ein wenig an BIG (mit TOM HANKS) erinnert. Denn von jetzt auf gleich gut zwanzig Jahre körperlicher (und geistiger) Entwicklung zu überspringen, kann durchaus irritierend sein, wie es eben TOM HANKS einst spielte (1988). Und der Humor funktioniert immer noch so gut wie damals. Nur eben mit Gauner-Verklöppen. 🙂

Link zum Trailer von SHAZAM!: https://www.youtube.com/watch?v=WQYfLJ9gv8A
Mehr Infos zu SHAZAM! hier im Comicblog: http://www.comicblog.de/2014/02/15/shazam/

ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKS

Filed under: Comics im Film — Michael um 20:06

ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKSMIRACULIX wird alt. Der Leser der Serie ASTERIX wusste das seit langem. Außerdem konnte er schon miterleben, was passiert, wenn der Druide des Dorfes der unbeugsamen Gallier nicht mehr seine Sinne ist (DER KAMPF DER DER HÄUPTLINGE, mein Herr!). Das Ergebnis war ein kunterbuntes Chaos, ein Römer, der das Fliegen lernte und das Geheimnis um den Zaubertrank, das hier furchtbar auf der Kippe stand, denn schließlich war MIRACULIX der einzige, der die für die Gallier so überlebenswichtige Rezeptur kannte. Hier knüpft die kommende ASTERIX-Verfilmung an: ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKS. Der Trailer ist vielversprechend. Der Film wird im Animationsstil des produzierten Vorläufers ASTERIX IM LAND DER GÖTTER gedreht. Im direkten Trailervergleich ist der neue Film gleich besser im Geiste der Serie aufgebaut, denn der Humor wird schöner eingefangen. Die Stimmung unter den versammelten Galliern, die den Kommentaren eines an der Tür lauschenden METHUSALIX zuhören, trifft perfekt den Ton vieler kleiner Szenen der Serie. 🙂

Links zu den Trailern auf youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=2ggsJqY9oG4 (ASTERIX IM LAND DER GÖTTER)
https://www.youtube.com/watch?v=1oZrzToGMu0 (ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKS)

Mehr Infos zu ASTERIX IM LAND DER GÖTTER im Comicblog: http://www.comicblog.de/2015/08/18/asterix-imlanddergotter/