Sonntag, 18. November 2012
Von einem neugierigen Huhn geweckt stapft der alte Mann aus seiner Hütte, beginnt den Tag in aller Seelenruhe und fährt anschließend mit dem Boot auf das Meer hinaus. Das Leben ist einfach. Auch für den kleinen Naim ist das Leben eigentlich mehr eine Abfolge von Tagen. Leben, beobachten, erleben, Freundschaft und Liebe erfahrend hatte er bisher auch das Glück und große Geschick, sich vor der Schule drücken zu können. Sein Bruder ist zwar ständig und hartnäckig hinter ihm her, um dem Kleinen die Flausen auszutreiben, aber Naim ist dem großen Bruder doch immer eine Nasenlänge voraus. Meistens wenigstens.
Eine Kindheit in Kenia, so lautet der Untertitel des ersten Teils der Erzählung von Benjamin Flao und wie anders ist diese Kindheit als solche von Kindern auf dem europäischen Kontinent. Es mag kaum fassbar erscheinen, dass diese Geschichte auf dem selben Planeten stattfindet. Bei aller Berichterstattung, dem Internet und sonstigen Quellen führt ausgerechnet ein Comic sehr einfühlsam und auch mit einer gewissen erzählerischen Gelassenheit vor Augen, wie Kindheit auch sein kann. Naim, der Held dieser Geschichte, ist elf Jahre alt und sollte eigentlich eine Koranschule besuchen, ginge es nach seinem Bruder Hassan. Aber Naim will nicht.
Lieber treibt er sich in den Straßen herum, wo er von den Lehrern nicht malträtiert wird und die Leute beobachten kann. Manchmal kann er sogar ein wenig Geld verdienen. Dieser Teil der Welt, der auch Weiße aus dem Westen anlockt, um irgendwelche Ferienparadiese und Urlaubsorte zu schaffen, ist weitaus weniger zielstrebig. Die Menschen schauen häufig, was passiert. Und oft passiert nichts. Am Beispiel eines fremden Frachterkapitäns, der von der Willkür der ortsansässigen Behörden abhängig ist, wird deutlich, wie schnell sich ein Mensch an diese Langsamkeit gewöhnen kann.
Benjamin Flao einen Gerichtszeichner zu nennen, wäre nicht ganz richtig, wahr ist jedoch, dass er einen journalistischen Blick auf das Geschehen richtet, der viele zarte Begebenheiten von Nähe herausfindet. Benjamin Flao ordnet um Naim weitere Charaktere an, Freunde, Verwandte, aber auch zunächst Fremde, die sich im weiteren Verlauf als wichtig herausstellen und einen urtümlichen Blick auf dieses Land, diese Gegend richten, die sich an einer Schwelle zu etwas befindet, das noch nicht sichtbar oder vorhersehbar ist. In diesem Schwebezustand, den Bollywood bereits erreicht hat, verabschiedet sich die alte Welt stückchenweise, in Form eines heiligen Baumes.
Die Bilder sind schnell skizziert, wie unter Zeitdruck, Momentaufnahmen am Tage, von schöner Heiterkeit. Mit zunehmender Dunkelheit wird es bedrückender, auch geheimnisvoller, denn das Bekannte, die wie Imitationen scheinenden Kneipen, Kinos, auch Häuser wird unechter, als Naim in ein Abenteuer hineinrutscht, mit dem selbst er, der hier aufwächst, kaum etwas anfangen kann. Schnelle schwarze Striche, kräftige Aquarellfarben, immer mit dem passenden Grundton des jeweiligen Objekts eingefangen und kaum abschattiert, schaffen ein traumartiges Gesamtbild dieses Landstrichs.
Der kenianische Blickwinkel auf die Weißen, die als Unternehmer und Touristen einfliegen, fällt unterschiedlich aus. Während Naim diese Menschen belächelt, die überall Fotos machen und sich eincremen, sind jene Menschen, die sich prostituieren und auf diese Weise von den Fremden leben, viel abgeklärter und desillusioniert. Entsprechend karikiert fallen die Weißen auch aus und wirken wie Fremdkörper mit imaginären Kronen auf dem Kopf (jedenfalls ließe sich annehmen, dort wären welche, verfolgt man ihre Verhaltensweise).
Ein beeindruckender Comic-Band, sehr leicht erzählt, journalistisch, manchmal verstohlen beobachtet, doch immer mit Sympathie. Schnell und treffsicher illustriert, farbenfroh, wie unter kenianischer Sonne, live vor Ort skizziert. Sehr schön. 🙂
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Oder bei Schreiber und Leser.
Donnerstag, 15. November 2012
Roland aus der Bretagne hat einen Schwur abgelegt. Er schwor es nicht nur seiner Mutter, er schwor auch auf das Kreuz, er werde niemals nach Durandal, der legendären Klinge suchen und sie im Kampf führen. Nun wollen ihn unbekannte Kräfte dazu bewegen, diese Schwüre zu brechen, die ihm anfangs nur schwer über die Lippen kamen und die ihm nun so teuer sind. Nicht nur, dass Roland gegen das heilige Versprechen verstoßen würde, das er seiner Mutter einst gab. Er würde auch noch gegen seinen Glauben handeln, gäbe er sich den Verlockungen der fremden Götter hin. Da er nicht freiwillig zu bewegen ist, das Schwert als Vermächtnis anzunehmen, wollen seine Entführer ihn nun zwingen.
Gefangen auf einem eisigen Felsen, ohne eine Möglichkeit zur Flucht, harrt Roland in der Kälte aus, zunehmend entkräftet und von Visionen heimgesucht. Roland fechtet einen inneren Kampf aus, der, je mehr er sich der Grenze zum Tode nähert, mit immer größerer Heftigkeit ausgefochten wird. Wie wird Roland sich entscheiden?
Nicolas Jarry stellt dem Schicksal Rolands die Schicksale vieler entgegen, die sich gegen ihre Widersacher zu stellen versuchen, für die es einzig und allein noch um das nackte Überleben geht. Es wird ein dunkler Zeitabschnitt beschrieben, dunkler noch als im ersten Teil, bedrückender auch durch die episodenhaften Abschnitte der Erzählung. Es gibt keine Fluchtrichtung mehr, die Feinde kommen aus der Nachbarschaft des Landes und sie fallen in Gestalt der Normannen von See her ein. Frauen werden zu Kriegerinnen, die Leben retten und Lebensschulden einfordern.
Gwendal Lemercier hält optisch einige nachdenkliche Momente der Charaktere für den Leser fest, doch Ruhe ist in diesem zweiten Band von DURANDAL eher selten. Kampfgetümmel in verschneiter Winterlandschaft, zur See oder auch ein Zweikampf im Traum sorgen für eine apokalyptische Stimmung in längst vergangener Zeit. Ausgerechnet einem Kind gelingt es, einen Augenblick lang für Ernüchterung zu sorgen und die Meinung einer verantwortlichen Figur zu ändern, wortlos. Lemercier ist technisch routiniert, er hat seine Figuren im Griff, spielt mit ihnen wie ein Kameramann und Regisseur zugleich. Roland, als zentrale Figur, ist besonders schön getroffen und gerade seine Szenen wissen innerhalb der Geschichte besonders zu begeistern.
Ist der erste Teil optisch noch nah an einer historischen Realität gewesen, schleichen sich zunehmend Götter und Fantasien ein. Entsprechend fantastischer werden die Szenen, düsterer, die Menschen, fürstlich gewandet, verblassen vor dem kräftigen Ausdruck dieser Wesen (obwohl, wie es sich herausstellt, nicht alle gleich göttergleich sind).
John Mac Cambridge hat ein sehr stimmungsvolles, auch märchenhaftes Titelbild gemalt. Eingehüllt in einen Umhang aus schwarzen Federn, umkreist von ebensolch gefärbten Krähenvögeln, mit winterlicher Stimmung, hält eine junge Frau mit geneigtem Gesicht ein Kampfschwert, nur wenig geschmückt. Das Motiv ist düster und licht zugleich, strahlt ein wenig Gothic-Atmosphäre aus und trifft mit ihrem Gesichtsausdruck den Schmerz vieler Charaktere in diesem zweiten Band.
Ein sehr dichter zweiter Teil führt die Geschichte fort, mit genauem Blick auf seine fast tragischen Helden. Es ist ein Historienepos, das sich gibt, als handele es am berühmten Rand der Welt, als die Erde noch eine Scheibe war. Da es kein Entkommen für die Charaktere gibt, bleibt ihnen nur, mit hoch erhobenem Haupt dem Schicksal entgegenzutreten. Höchst spannend. 🙂
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Dienstag, 13. November 2012
Graf Ambrosius, Herr der Bretonischen Mark, ist tot. Sein Schwert, von seinem Enkel Roland bereits begehrt, soll indes nicht in der Familie verbleiben. Die Tochter von Graf Ambrosius hat anders entschieden. Längst hat sich eine Frau auf den Weg gemacht, um das Schwert für sich zu fordern. Wilhelm von Bretagne übergibt ihr das Schwert, doch Roland will sich nicht mit dieser Übereinkunft abfinden und versucht die legendäre Waffe Durandal an sich zu bringen. Doch damit nicht genug. Als er scheitert, ringt ihm seine Mutter einen folgenschweren Schwur ab.
Nicolas Jarry, Autor der Geschichte um DURANDAL, liebt augenscheinlich das historische Ambiente, einen gewissen Fantasy-Einschlag wie auch bekannte Sagen und Mythen. Mit Odin und Götterdämmerung packte er die Geschehnisse um den germanischen Götterhimmel gleich auf zweierlei Weise an. Mit Der tönerne Thron gelang ihm ein exzellenter Comic-Historienroman. Nun berichtet er über ein Schwert, hier nicht weniger traditionsbehaftet als das bekanntere Excalibur und doch findet es nicht ganz so leicht zu seinem Träger.
In der Zeit Karls des Großen finden sich beständig neue Bedrohungen für das einfache Volk. In diesen Tagen fürchtet sich die Bevölkerung an der französischen Küste besonders vor den Wikingern. Es ist die Zeit wilder Kämpfe. Es ist die Zeit von Verrat und dem Kampf Glaube gegen Glaube. Es ist die Zeit, in der die Feinde einander keinerlei Gnade gewähren. Nicolas Jarry findet einige ausdrucksstarke Szenen, um diese tiefe Kluft zwischen den Kontrahenten zu verdeutlichen. Zur gleichen Zeit mag in diesen auch sehr politischen Winkelzügen auch das Wirken der Götter aufblitzen.
Gwendal Lemercier, dem Fantasy-Fan vielleicht schon von Götterdämmerung her bekannt, zeichnet mit viel Realismus und Freude an der Ausstattung. Die Mode, Ausrüstung und Waffen, die französische Nordküste sowie die gestalterisch aufregenden Szenen auf Island untermalen den ohnehin dramatischen Handlungsstrang, der Haken schlägt und unvorhersehbar bleibt. Die Darstellung der Jahreszeiten ist ein wichtiges Atmosphäremerkmal der Geschichte, ob sie den Leser in die Erinnerungen der Charaktere führt oder in ihre jeweilige Zukunft. Der Winter spielt eine große Rolle, denn mit der stimmigen Grafik des winterlichen Sturms, regnerischer Tage und wellenumtoster Küsten entfaltet sich auch das immer weiter um sich greifende Epos um das sagenumwobene Schwert DURANDAL.
Die Kolorierung der Digikore Studios, rechnergestützt, imitiert natürliche Farbgebungen, ist auf Plastizität aus und weiß die Dramatik der Bilder entsprechend zu stützen. Jene Bilder, die Massenszenen und Kampfgetümmel zeigen, sind feinstes Comic-Kino vor ebenso gut kolorierten Kulissen, so dass es für den in dieser Hinsicht verwöhnten Comic-Leser nichts zu bemängeln gibt.
Ein sehr dichter Einstieg in das neue Epos aus der Feder von Nicolas Jarry. Ein ungestümer, heranwachsender Held gerät auf einen schwierigen Lebensweg. Sehr schön illustriert von Gwendal Lemercier, historischer, wenig fantastisch, aber allemal ein tolles Gesamtbild. 🙂
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Lulu ist eine ganz normale Frau. Sie hat drei Kinder, einen Ehemann. Zwei Kinder sind noch kleiner, die Tochter ist bereits 16, an der Schwelle zum Erwachsensein. Der Ehemann ist vermutlich so, wie Lulu sich einen Ehemann vorgestellt hat. Wie ein Ehemann eben ist. Ungeduldig zuweilen, mit einer langweiligen Arbeitsstelle und dem Drang, ab und zu die Langeweile mit etwas Alkohol zu betäuben. Und letztlich ist Lulus Leben wie betäubt, fremdgesteuert, nicht inhaltsleer, aber nicht ganz das ihre, so scheint es. Eines Tages geht Lulu einfach. Nachdem ein Vorstellungsgespräch eher zu einer Welle leiser Vorwürfe wurde, kehrt sie nicht nach Hause zurück.
Mit vierzig Jahren, um diesen Dreh herum, findet manchmal ein Wandel statt. Es tauchen, wahrscheinlich nicht zum ersten Mal, dafür umso drängender, die Fragen nach einer Bestandsaufnahme auf. Die Jugend ist vorüber. Was kommt jetzt noch? Wie viel Zeit ist noch übrig? Was wurde verpasst? Was stellt man mit dem verbliebenen Rest an, so lange die körperliche Befindlichkeit noch mitspielt? Etienne Davodeau gehört zu jenen Autoren, nicht unbedingt nur Comic-Autoren, die sich einem solchen Thema mit dem richtigen Ton nähern können, mit Verständnis, ein wenig Güte in der Erzählung, zwischen den Zeilen lächelnd, jener bewundernswerten französischen Melancholie.
Lulu scheint vieles mit den Jahren verlernt zu haben. Die uneingeschränkte Freude, Liebe in ihrer verspielten Form, den Genuss von Ruhe eingeschlossen. Lulus Freunde stehen vor diesem Verschwinden sehr ratlos. Man verschwindet nicht einfach aus dem Alltag. Etienne Davodeau zeichnet schnörkellos, ungeschönt ganz normale Menschen, keine Modelle, beobachtend. Man kann Lulu als Leser im Verlauf bemitleiden, ihre Gefühle nachvollziehen, so, wie es sogar einem engen Freund und gar der eigenen Tochter gelingt. Tage sind es nur, die Lulu benötigt, um zu einigen Kernfragen des Lebens Antworten zu finden. Es sind durchaus ganz persönliche Fragen, zu denen jeder seine eigenen Antworten findet, aber jeder innerhalb der Geschichte begreift diesen Prozess, früher oder später. Sogar der gehörnte Ehemann.
Die Geschichte besticht durch ihre Zufallsbegegnungen. Lulu lässt sich treiben. Zunächst noch mit Geld, später ohne. Lulu verändert sich zunächst, erfährt Verständnis und muss bitter lernen, dass eine Erfahrung nicht eins zu eins übertragbar ist. Der Leser lernt Lulus Ausbruch aus zwei Sichtweisen kennen, aus ihrer eigenen und jener ihrer Verwandten und Freunde, die sich ehrliche Sorgen um sie machen. In sehr leichten Farben zeichnet und malt Etienne Davodeau Charakterköpfe, gewöhnliche Städte, vertrautes Umfeld innerhalb europäischer Maßstäbe, einzig das Meer sticht als Ruhepol, als eine Art meditativer Anziehungspunkt heraus.
Der Wendepunkt erfolgt mit einem missglückten Diebstahl. Lulu weiß sich nicht anders zu helfen. Um zu Geld zu kommen, will sie stehlen. Sie dachte, sie könnte es, da sie glaubt, diesen Punkt erreicht zu haben, doch sie ist letztlich nicht bereit dazu. Und sie gerät an Marthe, eine sehr alte Frau, knurrisch, mitfühlend und es entsteht eine kurze, intensive Freundschaft. Etienne Davodeau zeichnet einfache Gesichter, in denen viel Ausdruck liegt, einfache Gesten, die jeder versteht und die keine Worte brauchen.
Im frankophonen Raum schaffen Autoren immer aufs Neue diese Leichtigkeit in Erzählungen mit sehr menschlichen Themen, mit einem Schuss Melancholie, einer Prise feinen Humors, viel Mitmenschlichkeit. Am Ende steht das versöhnende Ende, kein Wegweiser, aber ein Aufatmen und ein Mitfreuen. Sehr schön. Für Freunde echter Comic-Themen absolut empfehlenswert. 🙂
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Dienstag, 06. November 2012
Der Animationskünstler Mike Habjan nimmt sich in den kleinen auf Youtube anschaubaren Filmen zwei verdammt starke Charaktere ihrer jeweiligen Comic-Universen vor: Superman und Hulk. Die beiden Comic-Figuren, die tatsächlich in Crossover-Geschichten aufeinander prallten, legen sich hier mit Karacho miteinander an. Mike Habjan orientiert sich mit der Gestaltung des Superman deutlich am verstorbenen Christopher Reeve, während die Figur des Hulk auf die neueren Kinofilme mit Eric Bana und Edward Norton abgestimmt ist. Das macht Spaß, ist freilich sehr kurz, macht auch Lust auf mehr. Wer mag, kann sich als Sahnehäubchen noch den Dude anschauen. 🙂
Link: Mike Habjan – Superman vs. Hulk (YouTube)
Der Comic im Kopf ist erst einmal die Geschichte im Kopf. Wie erzähle ich eine Geschichte? Mit welchen Figuren? Aus welchen Blickwinkeln? Wie inszeniere ich Sequenzen, Szenen? Wie arrangiere ich Dialoge? Und viele Fragen mehr werden von Frank Plein in diesem Band behandelt, der sich allgemein mit der Technik des Erzählens von Geschichten befasst und im Besonderen die Art und Weise des Aufbaus eines Comics vor Augen führt. Schnell wird bei der Lektüre deutlich, wie nah das Medium Comic am Medium Film ist. Letzteres hat sicherlich noch einige Ebenen mehr, einige Möglichkeiten zur Stützung der Atmosphäre, die ein Comic nicht besitzt, doch ist die Bildsprache ein zentraler Punkt, den beide gemeinsam haben.
Warum sollen Geschichten erzählt werden? Eine gute Frage, die Frank Plein sicherlich im Ansatz beantwortet, die aber jeder, der gerne an Geschichten arbeitet, vor allem solchen, die ihm oder ihr am Herzen liegen, stets anders beantworten kann. Dennoch gibt es bestimmt eine Menge von Erzählertypen, verschiedenste Ansätze, eine Geschichte zu erzählen, Gesetzmäßigkeiten, die das Entwickeln von Handlungsbögen erleichtern und vielerlei Techniken mehr, die hier mehr oder weniger erschöpfend erläutert werden.
Dem Autor ist durchaus bewusst, dass er nicht alles bis in die letzte Kleinigkeit beschreiben kann. Warum jemand kreativ ist, was Kreativität überhaupt bedeutet, welche Sorten von Comic-Zeichnern und Autoren es gibt. Die Gruppe der beiden zuletzt Genannten unterteilt Frank Plein sehr amüsant in verschiedene Formen des Scheiterns. Kontinuität, Disziplin und Handwerk stehen an erster Stelle, alles andere mag nur in die Irre führen. Comic-Macher übernehmen sich, desillusionieren, bewerten sich zu hoch, unterschätzen das Handwerk oder den Markt. Demgegenüber stellt Frank Plein viele wertvolle Tipps zur Bildsprache, auch der Besetzung eines Comics, der Kulissen, der Verbindung von Wort und Bild, dem Zusammenhang von Körpersprache und Dialog.
Storytelling: Den Weg, eine Geschichte zu erzählen, gibt es nicht. Ebenso wenig gibt es das Genre, das Bild, den Charakter, die jeden Leser mitreißen. Zuerst steht das Thema, es folgen die Charaktere, die wie sind? Wie sehen sie aus? Wie ist ihr Hintergrund? Wie ist die Welt drumherum? Allein das Drumherum könnte dazu führen, sich zu verzetteln, denn Frank Plein verdeutlicht die Informationen, die zur Darstellung eines Comics zur Verfügung stehen können, nicht zwangsläufig müssen. Sie müssen abrufbar sein, können ein grundsätzliches Gefühl der Komplexität erzeugen, wenn zum Beispiel reale Orte in die Handlung einbezogen werden und den so genannten Subtext erweitern.
Die Geschichte ist eine Sache, aber wie kommt der Comic auf die Seite? Nicht nur das Bild will arrangiert sein, die ganze Seite wartet auf ein Layout und dieses wiederum auf einen schlüssigen Zusammenhang zum Rest des Comics. Welche Techniken erleichtern die Arbeit? Seitenraster von der Stange? Eigene Ideen? Wie machen es gestandene Profis? Ralf König, Jan Suski, Flix und andere gewähren einen Einblick in ihre jeweilige Arbeitsweise, die oft erst mit der fertigen Kolorierung endet. Man sieht, nur das Geschichtenerzählen genügt nicht. Skizze, Reinzeichnung und weitere Stationen sind die Spitzen eines arbeitsamen Berges, der im Verlauf des Prozesses der Entstehung eines Comics erklommen werden will.
Nicht nur die Anleitung, sondern auch eine gute Beispielsammlung dient hier der Veranschaulichung wie der Comic aus dem Kopf auf die Seite gelangt. Ein Comic mag im Ergebnis leicht produziert aussehen, hat aber bis zu diesem Punkt einen langen Weg hinter sich, den interessierte Comic-Leser oder junge Comic-Macher hier ausbaldowern können. 🙂
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Donnerstag, 01. November 2012
Siegfried wird von Königin Brunhilde schon lange und sehnlich erwartet. Als der Held endlich im Thronsaal steht, an der Seite des Burgunderkönigs Gunther, wird sein Auftritt missverstanden. Denn Brunhilde liebt Siegfried aus eigenem Erleben, während der Recke bislang nur dachte von der Tochter des Göttervaters geträumt zu haben. Siegfried fügt sich den Erklärungen seiner Mitreisenden, es halte sich schließlich um eine Zauberin, und stellt sich getarnt der immens starken Gegnerin zum Kampf, um sie für seinen Lehnsherren König Gunther zu gewinnen. Die Täuschung gelingt, doch schnell wird manchen Beteiligten an dieser tragischen Geschichte klar, dass Brunhilde, die Königin von Island, ihnen nichts Gutes einbringen wird.
Die Götter sind tot, es leben die Götter. Die Geschichte, sehr klassisch, sagenhaft im wahrsten Sinne des Wortes, wurde oft erzählt, weitergereicht, erlebte ihre Spielarten und verbindet hier den Untergang des Burgunderreiches mit dem Untergang der Götter, der Asen. Jede Handlung für sich ist bereits ein umfangreiches Sagengeflecht, Nicolas Jarry nimmt sich für die Erzählung insgesamt sieben Bände (0-6) Zeit. In dieser Ausgabe, mit dem treffenden Untertitel Ragnarök, findet die Reihe ihren Abschluss.
Die Kreise, vielleicht könnten sie in diesem Zusammenhang auch Ringe genannt werden, müssen sich schließen. So war, im Sinne der Sage, zu Beginn das Ende gleich festgelegt. Dem Schicksal zu entrinnen, ist dem Helden wie auch dem Verräter unmöglich. Jeden erwartet am Ende derselbe Preis: Tod. Das klingt nicht nur düster, das ist es auch. Wer nur ein wenig bewandert ist in der germanischen oder nordischen Mythologie, wird hier nichts prägnant Neues entdecken. Nicolas Jarry schafft es dennoch, die Spannung aufrecht zu erhalten, ganz einfach, indem er die Saga so bombastisch wie möglich erzählt.
Durch Djief, Zeichner, ist insgesamt ein bildgewaltiges Epos entstanden, in dem sich in Asgard und in Midgard gleichzeitig, die Erzählstränge wie Stricke um die Beteiligten zusammenziehen. Sind die Bilder in der Welt der Menschen noch relativ zurückhaltend, da Menschen auch nur gemäß ihrer sterblichen Kräfte kämpfen können, bekriegen sich die Götter und Dämonen mit Donner und Blitz, Feuer und Rauch. So kann der Leser sich, wie in den Bänden zuvor auch, auf Breitwandkino freuen, effektvoll koloriert (von Djief und Heban), so dass sehr schöne Ansichten entstanden sind, dramatisch einerseits, traurig andererseits, wenn der Leser vor der Beerdigung Siegfrieds sitzt.
Djief zeichnet, einfache aussagekräftige Gesichter, nah an klassischen Vorlagen, auch der klassischen Linie. Bei der Umgebung, ganz gleich welchen Einzelheiten, ist er ungleich stilistisch aufwändiger. Deutlich wird, wie sehr er den großen Auftritt mag und entsprechende Szenen zelebriert. Der Kampf gegen die Weltenschlange, Wotans letzter Kampf gegen Loge sind nur zwei Beispiele für ein krachendes Finale, dem man nur vorwerfen kann, dass es in zu viele Teile zerfällt und den einzelnen Teilen jeweils zu wenig Aufmerksamkeit zukommt. Aber das liegt einfach an der Fülle des Materials, das auch durch eine Neuerzählung nicht weniger wird.
Eine sehr runde und große Geschichte, mit ewigen Wahrheiten über Freundschaft, Liebe, Verrat und Krieg findet ihren Abschluss. Nicolas Jarry und Djief haben sich als sehr gutes Comic-Team erwiesen und eine sehr schöne Comic-Reihe abgeliefert, nicht nur für Fantasy-Fans oder Sagenfreunde. 🙂
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Dienstag, 30. Oktober 2012
Es war einmal: Yps. Für viele Kinder, Verzeihung, heutige Erwachsene und Junggebliebene, war die Comic-Zeitschrift ein wesentlicher Bestandteil dessen, auf das man sich freute. Auf die Comics, die Gimmicks, den Spaß allgemein. In der Flut späterer Veröffentlichungen ging Yps irgendwann unter, die Interessen der Kids in der medialen Landschaft verschoben sich und so war dem Magazin das Ende beschert. Doch so ganz gehen sie ja nie und manche kehren zurück. Manchmal mehrmals.
Yps ist nun wieder da, in neuer Form, mit einem wehmütigen Blick zurück und mit einem zweiten Blick nach vorn. Die neue Publikation betrachtet die Vergangenheit nicht nur in Form dessen, was seinerzeit als Comics in Yps erschien oder als Gimmick beilag. Es schaut auf die Technik von damals, die Autos selbstverständlich, die Computer oder auch Sportidole wie Michael Groß, den dreimaligen Goldmedaillengewinner. Liegen auch wieder einmal die Urzeitkrebse als Gimmick bei, ist die Zielgruppe doch erwachsen und soll mehr informiert als unterhalten werden. Themen von einst sind entsprechend aufbereitet, auf neueren Stand gebracht. Ob Dinos, Agenten oder Zaubertricks, allesamt Themen, die auch über ihre Gimmicks große Beliebtheit erlangten, die Herangehensweise erinnert ein wenig an Wissen macht Ah! für Erwachsene.
Comic ist, wenn man trotzdem lacht, könnte man sagen und so greifen die neuen Comics in Yps den kurzen, bebilderten Witz, den Sketch auf, rund um das Thema Mann und Familie. Aber auch bekannte Cartoon-Größen wie Ralph Rute und Joscha Sauer haben ihren Beitrag. Aber da es auch um einen Blick zurück geht, werden auch verschiedene Beiträge von einst behandelt. Interessant hierbei ist die Metamorphose eines Kängurus. Viele Comic-Figuren durchlaufen, wenn sie eine entsprechende Laufzeit schaffen, eine Verwandlung, eine Modernisierung. Comic-Fans kennen solche Veränderungen von Asterix oder Micky Maus, aber auch Yps, das Magazinmaskottchen, ist davon betroffen. Letztlich lässt sich sagen, dass Comic-Charaktere auf die Dauer meist runder, fluffiger werden. Auch Yps, das Känguru, macht da keine Ausnahme.
Sehr schön ist Zombillenium, ein zeitgemäßer Comic zum Thema Monster. Der Start macht neugierig und fügt sich in das moderne Konzept ein, atmet aber ebenfalls ein wenig den Geist früherer Ausgaben (man erinnere sich nur an die Vampirzähne).
So wie das Känguru älter geworden ist, so sind es auch die Leser und das Alter, das Älterwerden, ist ein Thema, das zwischen den Zeilen mal mehr, mal weniger stark hervorblinzelt. Beispielhaft hierfür sind das Interview mit Michael Groß, der Artikel von Rüdiger Nehberg, sogar das Satzkomplettierspiel mit Maddin Schneider. Rückblicke und das Sinnieren über Alter und Veränderungen sind notwendig, auch gut, können aber auch zu viel des Guten sein. Zu viel Rückblick sieht zu kurz nach vorn.
Spaß macht es. Wir wurden nicht vergessen, könnte die Antwort auf die geheime Frage lauten, warum jetzt ein neues, ein anderes Yps erscheint. So sind die kleinen Zaubertricks, hier erläutert (leider ohne Gimmick) nachahmenswert und sollten, bei fachgemäßer Anwendung, auf der nächsten Party, vielleicht einem Koch-Event (vielleicht zusammen mit einem viereckigen Ei) für Auflockerung sorgen.
Ein jugendliches Magazin für Erwachsene, ein Anheizer auf kommende Ausgaben, der noch austestet, wo aktuelle Interessen liegen, der mit Rückblicken kleine Tränchen produziert und versucht die Brücke zur Neuzeit zu schlagen, gleichzeitig zeigt, welche guten Konzepte es in der Vergangenheit für Kinder gegeben hat.
Montag, 29. Oktober 2012
Auch Superhelden wollen ein normales Leben führen können, jedenfalls mit solch normalen Bestandteilen wie Partnern, Kindern, vielleicht sogar durch eine altmodische Ehe gefestigt. Ein gestandener und kämpferisch sehr erfahrener Held wie Luke Cage kann zwar mit Bravour die Fäuste schwingen, ein gemeinsamer Abend mit seiner Frau Jessica kann zu einer Bewährungsprobe werden, wenn es zunächst mit dem lange fälligen Gespräch nicht klappt und zu allem Überfluss vor dem Lokal plötzlich ein Fluggerät abstürzt, aus dem ein äußerst wütender Dr. Doom entsteigt. Ms. Marvel hat Vorarbeit geleistet, aber leider nicht genug.
Brian Michael Bendis schickt die Neuen Rächer in ein pralles Abenteuer, dessen Ursprünge bis weit in die Vergangenheit reichen, als ein junger Nick Fury ein erstes, sehr spezielles Rächer-Team zusammenstellte. Die schwierige Namora, der mürrische Kraven und der nicht weniger knurrige Sabretooth sind bei der Jagd auf den Red Skull dabei. Diese Jagd gestaltet sich als nicht minder aufregend als die Hatz auf den Red Skull, den die Marvel-Fans im Kino bewundern durften. Allerdings gewinnt die Jagd durch die Teilnahme einiger eher verbrecherischer Elemente auf der Seite der Guten eine völlig neue und auch unbekannte Dimension.
Stuart Immonen, den Marvel-Fans durch seinen tollen Beitrag zu den Ultimativen Fantastischen Vier her bekannt, pflegt einen sehr klaren und reduzierten Zeichenstil. Die Kolorierung übernimmt hierbei eine größere, raumgebende Aufgabe. Der Künstler widmet sich hier einer seltenen Sequenz, in der ein Superheldenpaar ein Kindermädchen sucht. Das besitzt in einer doppelseitigen Szene, der Kern der ersten Episode, einige Komik, besonders, da auch Deadpool und She-Hulk gefragt werden. Betrachtet diese Sequenz als Einleitung, lässt es Autor Brian Michael Brendis anschließend krachen.
Prinzipiell ähnlich zu seinem Vorgänger Immonen verhalten sich die Bilder von Daniel Acuna. Dieser produziert zwar weniger zarte und zerbrechliche Linien, dafür wird die Kolorierung ebenso stark eingesetzt, um bei Figuren und Umgebung für Volumen zu sorgen. Im Ergebnis gewinnt man den Eindruck, es mit abgespeckten Fotografien zu tun zu haben oder kleinen Gemälden, für die tatsächlich jemand Modell gestanden hat. Das ist nicht ganz im Stile eines Alex Ross, könnte aber auf dem Weg dahin sein.
Neben den Grafiken von Mike Deodato Jr. mit seinen auf Realismus angelegten Bildern, ist Howard Chaykin mit seiner Sicht auf die Rückblicke des Lebens von Nick Fury ein Ausreißer in diesem Band. Mit flottem, auch hartem Strich, intuitiv, karikierend blinzelt hier auch seine Schaffenszeit in diversen härteren und dunkleren Szenarien durch. Das dreckige Dutzend jagt den Red Skull. Das ist blutig, prall und manchmal schräg gezeichnet, hier und dort sehr schnell schraffiert, aber knallt und nimmt den Leser zügig mit.
Ganz anders ist Mike Deodato Jr. mit seinen Grafiken, die sich mit denen von Chaykin sequenzweise abwechseln. Deodato Jr. ist Action-Kino, mit dem Blick fürs Detail, den besten Winkel, die beste Beleuchtung, die beste Explosion und vielem mehr. Deodato Jr. gehört zu den Künstlern seiner Generation, denen Technik mit gnadenloser Leichtigkeit von der Hand zu gehen scheint und bewegt sich auf Augenhöhe mit Namen wie Jim Lee oder David Finch.
Ein Team rauft sich zusammen, sprichwörtlich, mit neuen Feinden, auch sehr normalen Problemen und mit einer Vergangenheit belastet, für die sie nichts können. Starkes Superheldenlesevergnügen mit einigen der besten Comic-Helden (Spider-Man, Ding, Wolverine), spitze in Szene gesetzt von Topzeichnern. 🙂
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Sonntag, 28. Oktober 2012
Samhain, untot, ein Slasher, aber auch ein Mann mit einem Geheimnis. Wer hätte gedacht, dass Cassie Hack eines Tages Seite an Seite mit einem Slasher zusammenarbeitet. Eine geheimnisvolle Organisation, die sich dämonische Kräfte zunutze macht und unheilige Experimente durchführt, schmiedet, Samhain, Cassie und auch ihren Freund Vlad zu einer kurzen Allianz zusammen. Es stellt sich heraus, dass die Schwarze Laterne, jener unheimliche Geheimbund, ein mächtiger Gegner ist, gegen den jede Hilfe sinnvoll ist. Wirklich jede. Und so erweitert sich das schlagfertige Team später um eine noch ungewöhnlichere Kämpferin.
Tim Seely hat mit seiner Figur der Cassie Hack und ihrem Freund Vlad auf das Genre einen ähnlichen Effekt, wie es Wes Craven und Kevin Williamson mit Scream geschafft haben. Die Tatsache, dass Tim Seely nicht nur vorherrschende Slasher freundlich kopierte oder karikierte, es auch noch schaffte, echte Prominenz einzuladen, zeigt den Stellenwert innerhalb des Genres, das sich mit immer neuen Stilblüten über Jahrzehnte am Leben erhält. Bryan Baugh dominiert mit seinen Zeichnungen diesen Band und gestaltet ihn entgegen der Thematik sehr cartoonlastig, fast wie in einer Horrorversion des Kim-Possible-Stils.
Durch den grafischen Stil relativiert sich das Gruselgefühl ein wenig, entsteht ein wenig ein Hardcore-Scooby Doo, das die Grenzen des Genres aushebelt. Denn Bryan Baugh ist in der glücklichen Lage, dass er in den beiden Abenteuern Söhne der Menschen und Gegner und Glücksfälle sehr viele ausgefallene Szenen zeichnen darf, die allen Neuerungen der Thematik zum Trotz so niemals auf der Leinwand zu sehen sein werden.
In einem Areal des Grauens, in dem, betrachtet man die Kreaturen auch ein Dr. Moreau daheim sein könnte, kämpfen die alt bekannten Helden gemeinsam mit Samhain, bis dieser endlich seiner Rache frönen kann, vornehm ausgedrückt. Mit fetten starken Strichen, zuweilen in Verwandtschaft zu einem holzschnittartigen Stil verwendet, ist die Jagd auf Julian Gallo, den Mosaikmann rasanter, dunkler, trashiger (so soll es sein), bevor es mit der dritten Geschichte Trau keinem Fisch tatsächlich noch mehr in die Karikatur abdriftet und einfach nur der Humor im Vordergrund steht. Als hätten sich die Hanna-Barbera-Studios an eine Geschichte von Hack/Slash gewagt, erhält Cassie diesmal ein Angebot, das sie nur ablehnen kann (will sie sich treu bleiben).
Nach dieser fröhlich bunten Slasher-Hatz wartet auf den Leser eine Titelbildgalerie, die einen tollen Querschnitt für Comic-Freunde bietet, welch eindrucksvollen Ergebnisse die Computerkolorierung liefern kann, postertauglich, sogar für eine Verfilmung geeignet (die augenscheinlich geplant ist).
Ein Horrorspaß, nicht mehr, nicht weniger. Nehmen die ersten beiden Episoden ihre Helden noch sehr ernst, ist abschließend der Humor ein riesengroßer Trumpf. Das Comic-Universum von Hack/Slash erweitert sich und vergisst auch die Rückschau nicht. Man darf gespannt sein, welche Ideen Tim Seely noch einfließen lässt, welche alten Bekannten aus der Reihe noch reaktiviert werden. Kein Einstiegsband für Neulinge der Reihe, für Fans goldrichtig. 🙂
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