Samstag, 24. Februar 2007
Aspen Matthews wehrt sich. Sie will es nicht zulassen, dass ihr Freund und ihr Vater wegen ihr leiden müssen. Am Staudamm kommt es zu einem Showdown, den die Soldaten so noch nicht erlebt haben.
Ihre Wehrhaftigkeit ist beeindruckend. Mit ihren Fähigkeiten, das Wasser zu beeinflussen kann sie den Angreifern mit ihren automatischen Waffen erfolgreich und optisch überaus großartig Paroli bieten. Aspen tanzt auf den Wasserfontänen herum und spielt mit den Wellen, als hätte sie etwas anderes gemacht.
In Muria hat Siphon andere Probleme. Um frischen Wind in die Politik der Stadt zu bringen, wurde er in den Rat gewählt. Zuerst hat er sich noch über seine neue Aufgabe gefreut, aber schließlich ist es für ihn vollkommen ermüdend den Sitzungen beizuwohnen. Die Gespräche drehen sich zu oft im Kreis. Ergebnisse sind selten und scheinen Muria nicht voran zu bringen. Siphon ist frustriert.
Erfrischend wirkt es da, dass er sich auch mal mit seinen engsten Freunden treffen kann. Allen liegt immer noch die Genesung von Kiani am Herzen.
Fathom präsentiert gleich zu Beginn der 10. Folge der Neuen Serie ein Wasserinferno. Angesichts der sich orgiastisch auftürmenden Wellenberge ist es kein Wunder, dass in diesem Band gleich vier Inker zum Einsatz kamen.
Sieht man einmal von Cannon Hawke ab, ist Fathom eine Serie, in der Männer zwar eine Rolle spielen, doch Frauen sind die diejenigen, die das Sagen haben. Aspen kann in dieser Episode zeigen, welche Kräfte sie inzwischen entwickelt hat. Zieht man Vergleiche zu vorhergehenden Szenarien dieser Art, dann stellt Aspen mit ihren Fähigkeiten so manchen ihrer Artgenossen in den Schatten.
Hierbei ist es interessant, auf welch vielfältige Art sie ihre Macht einsetzt. Sie wehrt Kugeln mit Wasserbarrieren ab. Sie schwebt auf einer riesigen Fontäne über allem anderen, während sie eine Sicherheitsglocke über ihren Freunden aufbaut. Waffen, die zu stark für sie selbst sind, irritiert sie mit einem simplen Trick: Sie verwandelt sich selbst in Wasser und die Rakete schießt durch sie hindurch.
Die Wirbelstürme, die sie auftürmt, stellen nachfolgend alles andere in die Schatten und schauen beinahe aus wie eine Szene aus The Day After Tomorrow.
Die beiden Co-Autoren J.T. Krul und der Erfinder der Serie Michael Turner locken stets ein bißchen mehr aus der Serienheldin heraus. In der abschließenden Szene, wenn der militärische Feind einsehen muss, dass Aspen wieder einmal entkommen ist und sie ein Unwetter zurückgelassen hat, entsteht eine sehr schöne apokalyptische Stimmung.
Michael Turner hat sehr Gefühl in den Charakter von Aspen gelegt. Einerseits im Zwiespalt mit ihrer Herkunft und ihrer Sympathie für die Menschen, von denen viele ihr stets wohlgesonnen waren, andererseits kann sie nicht ewig vor sich und ihrem Schicksal weglaufen. Schließlich zwingt Turner sie zum Handeln – es soll vorkommen, dass ein Charakter ein Eigenleben entwickelt, nachdem er mit genügend Hintergrundinformationen versehen wurde. Man gewinnt den Eindruck, so sei es auch hier gewesen. Nun kann Aspen nicht mehr anders und natürlich gibt es eine Schlußszene, die hoffen lässt, dass es zu einer Art größerem Showdown in der nächsten Zeit kommen wird.
Die zweite Heldin der neuen Serie wurde wieder geheilt und macht sich an ihr Waffentraining. Kiani hat überraschend feststellen müssen, dass auch sie über die Fähigkeit zur Wasserbeherrschung verfügt.
Im Gegensatz zu Aspen ist Kiani eine geborene Kriegerin, die lieber auf ihre Fähigkeiten mit dem Schwert vertraut – völlig zu recht, zieht man die grafische Umsetzung von Koi Turnbull in Betracht. Auf einer ganzen Seite präsentiert der Zeichner Kiani in anatomisch beeindruckender Gestalt. Hinzu kommen die wirbelnden Haare und die reizvolle Kolorierung von Paul Mounts.
Seine Arbeit an diesem Band ist besonders gelungen und die Darstellung des Kiani-Bildes ist ein nur ein kleines Beispiel für ein wirklich tolles Ergebnis.
Eine überaus spannende Fortsetzung mit tollen Bildern. Der Schluss ist ein Griff in die Vergangenheit und eine reizvolle Vorankündigung, die sehr neugierig macht.
Stichwörter: j.t. krul, michael turner, koi turnbull, paul mounts, sal regla, jason gorder, don ho, jonathan glapion, aspen matthews
Donnerstag, 16. November 2006
Die Menschen sind weiterhin in der Offensive. Wie so oft rollt die Maschinerie professionell und mit tödlicher Präzision. Die militärischen Führer folgen dem Schauspiel in sicherer Position aus ihrer Kommandozentrale heraus. Die Angreifer sind bestens gerüstet und haben bereits Erfahrung im Angriff auf die unterseeisch lebenden Völker. Doch dieser Angriff ist neu. Er erfolgt nicht aus dem sicheren Inneren eines U-Bootes heraus. Diesmal sind Kampftaucher auf der Jagd.
Auf der Jagd, oder besser auf der Suche, sind auch andere. Aspen Matthews hat ihren geliebten Ozean weit hinter sich gelassen und befindet sich nun an einem Ort, der ganz und gar nicht ihrer Natur entspricht: der Wüste.
Unter Begleitung eines Freundes hat sie sich auf die lange Reise gemacht, um ihren Vater zu finden. Sie kann sich nicht erklären, warum der einstige Seebär, der das Meer ebenso liebte wie sie, sich in diese Einöde zurückgezogen haben soll.
In Muria, der unterseeischen Siedlung, ereifert sich das Volk immer noch über den Angriff der Menschen. Saba wurde zerstört, eine Reaktion soll ausbleiben. Der junge Krieger Siphon mag nicht untätig bleiben. Seine Rede ist flammend, verurteilt die Unentschlossenheit des Rates – vollkommen zu recht, wie sich bald herausstellen wird.
Fathom geht mit der 8. Folge aus der Neuen Serie in eine weitere spannende Runde. Der Mix aus Abenteuer und Unterwasser-Krieg funktioniert hält für SciFi-Fans eine Reihe von Überraschungen bereit – dank des Autoren-Teams J.T. Krul und Michael Turner
In dieser Ausgabe ist besonders die Arbeit von Paul Mounts hervorzuheben. Er ist für die hervorragende Kolorierung verantwortlich. Einige Bilder sind echte Highlights. Seien es die Szenen in Muria oder auch die Kommandozentrale (hier besonders die Großaufnahmen), die Farben vermitteln eine enorme Atmosphäre. Das Wasser, der wohl wichtigste Aspekt in Fathom, lässt bei genauem Hinsehen erahnen, wie viel Arbeit in diesen Bildern steckt.
Sicherlich ginge es nicht ohne die tollen Vorlagen von Zeichner Koi Turnbull. Durch die Portraitzeichnungen von Maylander und Aspen erfährt der Leser sehr viel über die Charaktere, ohne dass auch nur ein einziges Wort Dialog oder Off-Text hinzugefügt werden muss. Gefurchte Stirn, hochmütiger Gesichtsausdruck, angespannt, konzentriert, die Augen zusammengekniffen, Stachelfrisur, hagere Wangen und eine faltige Oberlippe. Einerseits wird Maylander als knallharter Offizier gezeigt, andererseits steht dem die doch sehr nervöse Handhaltung entgegen. Ein richtig tolles Bild! Bei Siphon und Aspen schaffte es das Team, dass ähnliche Stimmungen eingefangen wurden. In ersterem Fall sei besonders auf die schöne Collage während Siphons Ansprache verwiesen. Es kommt sogar ein wenig Zeichentrick-Atmosphäre auf.
Besser kann das Medium Comic kaum die Brücke zum Medium Film schlagen und zeigen, wie artverwandt sie sind.
Wer den Unterwasserkampf betrachtet, wird vielleicht (sofern er den Film kennt) Parallelen zum Film Feuerball ziehen, der gerade wegen der Unterwasserkampfszenen damals für Furore sorgte.
Das Szenario hier ist natürlich ungleich phantastischer. Kianis Verteidigung gegen die menschlichen Angreifer zeigt, wie detailverliebt Paul Mounts zu arbeiten versteht. Kaltes Blau, Meeresgrün und grelles Gelb, die Kombination dieser Farben lassen auch eine sehr schöne bildliche Tiefe entstehen.
J.T. Krul und Michael Turner wären nicht jene versierten Erzähler, würden sie nicht perfekt mit Spannungsbögen arbeiten. Auch wissen sie, wann sie die Schraube anziehen müssen, um ihre Leser so richtig auf die Folter zu spannen. – Also auch hier wieder eine Parallele zu guten alten Film, im wahrsten Sinne des Wortes, als die Kutsche auf den Abgrund zuraste und in die Tiefe fiel: Und die Folge endete.
Auch die beiden Autoren arbeiten hier gerissen mit Cliffhangern, die mit dieser Folge wohl einen Spannungshöhepunkt erreichen.
Stichwörter: j.t. krul, michael turner, paul mounts, fathom, koi turnbull, aspen matthews
Dienstag, 12. September 2006
Cannon Hawke erwacht in der Stille des Meeres. Seine Jacht treibt einsam über spiegelglattes, ruhiges Wasser. Trotzdem wird Cannon von Alpträumen geplagt.
Wie so oft betritt Cannon wieder einmal Land, die Welt, die zu einer zweiten Heimat wurde, deren Andersartigkeit er schätzen gelernt hat. Doch diesmal ist es anders. Tiefer und tiefer dringt er in den Dschungel vor, bis er eine alte Tempelanlage findet, deren Inhalt ihn aufs Neue herausfordert.
Später in Tokio. Wie anders sind doch die Städte. So unwirtlich im Regen anzuschauen und dennoch fühlt sich der einsame Wanderer in diesen Straßen wohl – solange es regnet. Cannon sucht einen alten Kontakt auf, der um seine Hilfe gebeten hat. Das Treffen fällt nur kurz aus. Cannon muss sich neuen Gefahren stellen.
Cannon Hawke ist zurück. Bereits im Auftakt zu Fathom, einer Idee von Michael Turner, lernte der Leser Cannon Hawke als Vermittler zwischen den Menschen und den Meeresbewohnern kennen. Wenig später erlebte der Leser Cannon in dem Zweiteiler Killian’s Tide, einer weiteren Geschichte aus dem Fathom-Universum. Damals machte eine Gruppe unter seiner Führung Jagd auf die Dissidenten des unterseeischen Volkes unter der Führung von Killian.
Heute erinnert er sich an Taras, einen Freund Killians, gegen den er kämpfte. Die Kämpfe gegen das eigene Volk verfolgen Cannon immer noch und belasten sein Gewissen.
Zu Beginn war Cannon ein geheimnisvoller Mann im schwarzen Anzug, beinahe mit einem ernsten Millionärsgehabe versehen. Cannon Hawke war der Mann im Hintergrund. Der Mann, der zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle ist und mit spektakulären Stunts beeindrucken kann.
Alles begann mit einer Idee von Michael Turner, den die Fans bereits von der Witchblade her kennen. Inzwischen gehört er zu den Größen im Comic-Geschäft jenseits des Teiches. Seine Handschrift ist auf Covern und Comic-Seiten sofort erkennbar. Das Fathom-Universum wächst beständig, Crossover mit Witchblade und Tomb Raider heizten die Spannung an, Sonderausgaben beschrieben weitere Details dieser Saga.
Nun erhält der schwarzhaarige Mann, der in der Geschichte rund um die Abenteuer von Aspen seinen Part spielte, seine eigene Serie. Taras ist immer noch ein Alptraum in Cannons Leben, nachdem Vana, Taras’ Mutter, ihren Sohn ins Leben zurückholen wollte und dabei Cannon regelrecht das Leben aussaugte.
Zeichner Koi Turnbull übernimmt ähnlich wie Talent Caldwell seinerzeit mit Killian’s Tide ein schweres zeichnerisches Erbe von Michael Turner. Und ähnlich wie Caldwell verfolgt Turnbull eine eher manga-nahe Zeichentechnik. So, immer noch als Fathom-Universum erkennbar, drückt er der Geschichte seinen eigenen Stempel auf, an der er textlich auch mitgearbeitet hat.
Ein Markenzeichen im Fathom-Universum ist die außergewöhnlich gute Kolorierung. Mit Beth Sotelo, Peter Steigerwald und Christina Strain hat er entsprechende Profis an seiner Seite.
Die Gerüchte eines Fathom Kinofilms halten sich hartnäckig (mit Hilfe der Firma des wassererprobten James Cameron). Man darf gespannt sein, ob auch Cannon Hawke einen Leinwandauftritt erhält. – Solange muss der Fan sich allerdings mit dieser neuen Serie begnügen, die einen exzellenten Start hingelegt hat.
Links: Fathom Sonderheft 1 – Aspen, Michael Turner
Stichwörter: michael turner, cannon hawke, fathom, aspen, koi turnbull, beth sotelo, peter steigerwald
Montag, 28. November 2005
Aspen genießt ihr Leben. Ihr Element ist das Wasser, sie ist ein Teil davon und ihre Abstammung ist nicht menschlich, trotz ihres attraktiven Äußeren.
Derweil braut sich in der Tiefe der Ozeane etwas Unheilvolles zusammen, was selbst die Blauen, jenes unterseeische Volk beunruhigt, mit dem Aspen bereits viele Kontakte und Schwierigkeiten hatte. Die Schwarzen sind zurück: Älter als die Blauen, viel mächtiger. Die Verunreinigung des Planeten und des Wassers durch die Menschen rufen sie wieder auf den Plan. Ihre Geduld ist erschöpft. Wenig später erheben sich gigantische Wassermassen aus dem Seen und Meeren.
Auch Aspen bleibt von diesen Entwicklungen nicht verschont. Die Blauen kennen Aspens Verbindung zu den Schwarzen, eine Verbindung, von der Aspen Visionen besitzt, aber kein richtiges Wissen.
Derweil werfen die Menschen all ihr technisches Wissen in die Waagschale. Erkundungen der mondgleichen Wassersphären, die über den Ländern schweben geraten zum Desaster.
Aspen ist wieder da!
Und wie! Die Wassergeborene meldet sich mit einer Bilderpracht zurück, die ihresgleichen im Comic wirklich suchen muss. Unter Wasser und über Wasser entfalten sich gewaltige Szenarien, Großaufnahmen und düstere Bilder, visionäre Ansichten eines Michael Turner, der dem Auge eines Leinwandregisseurs an seine Arbeiten herangeht. Hat der Leser verschiedene seiner Arbeiten verfolgt, scheint es schwer zu sein, wie er sein nächstes Werk noch einmal toppen könnte. Aber es ist ihm mit der vorliegenden Ausgabe des Fathom-Sonderheftes gelungen. Was sich dem Leser hier präsentiert ist eine Art Independence Day des Comics.
Den Werbespruch zu Emmerichs Godzilla-Variante aufgreifend, lässt sich ohne Übertreibung sagen: Size does matter! Ähnlich der Raumschiffe, die in Emmerichs Film Independence Day den Himmel verdunkelten, verhält es sich mit den Wassersphären über den USA. Wenn sich die großen Seen in die Lüfte erheben, ist das wirklich toll in Szene gesetzt.
Das Sonderheft bildet den Auftakt zu einer neuen Fathom Serie. Normalerweise bildet ein Auftakt einen Anheizer. Fathom Sonderheft 1 - Aspen nimmt sich eher wie ein Finale aus. Sollte Autor Geoff Johns diesen Spannungslevel halten wollen, muss er sich ebenso gewaltig ins Zeug legen, wie die Handlung ihren Anfang genommen hat.
Rückblende: Wie alles begann.
Die junge Frau Aspen Matthews ist einzigartig. Sie hat eine besondere Beziehung zum Element Wasser. Als sie mit 16 Jahren das Tauchen erlernte, kam es unter Wasser zu einem Unfall. Infolge purer Schlampigkeit hatte sie vergessen, die Ventile ihrer Sauerstoffflaschen aufzudrehen. Im Zustand zwischen Wachsein und Bewusstlosigkeit bemerkte sie menschenähnliche Lebewesen, die ihr das Leben retteten.
Jahre später.
Während eines Patrouillenfluges macht eine von einem Flugzeugträger gestartete F-14 Tomcat eine merkwürdige Entdeckung unter der Wasseroberfläche. Ein Objekt rast unter Wasser mit atemberaubender Geschwindigkeit davon. Eine Verfolgung scheitert – das Objekt ist für das Kampfflugzeug zu schnell!
Zur gleichen Zeit nimmt Aspen eine neue Stelle in einer Unterwasser-Forschungstation an. Dort entdeckt sie zu ihrem maßlosen Staunen eine jener Kreaturen in Gefangenschaft, die ihr einst das Leben retteten. Derweil nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Die US Navy unternimmt einen weiteren Versuch, das seltsame Objekt zu identifizieren. Aber das Objekt wehrt sich. Mittels eines neuartigen Flug-Tauch-Fahrzeuges nehmen Piloten der Navy die Verfolgung auf. Im folgenden Kampf macht einer der Piloten einen großen Fehler.
Wir sind nicht allein!
In der Hauptsache unter Wasser lebt ein Volk, das es leid ist, den Planeten mit einer für ihre Begriffe minderwertigen Rasse zu teilen. Erste Begegnungen mit diesem Volk hat es bereits gegeben, aber bislang haben verschiedene Stellen, darunter einige hochrangige amerikanische Militärs, diese Vorkommnisse vertuschen können. Das Geheimnis um ihr Volk nutzen die Wesen, um ihre eigenen Bemühungen voran zu treiben.
Erstes Angriffsziel wird eine japanische Ölplattform. Die Japaner gehen indessen Hinweisen nach, dass amerikanische Kräfte hinter dem Anschlag stecken. Währenddessen wähnt sich ein amerikanisches Unterseeboot vor Midway in neutralen Gewässern, als es die Warnung von japanischen Piloten erhält, es solle umgehend die japanischen Gewässer verlassen. Der unbekannte Gegner schlägt erneut zu, das Unterseeboot wird versenkt. Dieser vermeintliche Gewaltakt lasten die Amerikaner ihrerseits den Japanern an. Ein neuer Krieg rückt in greifbare Nähe.
Aspen Matthews macht in dieser Zeit ganz eigene Erfahrungen. Ihre Vorliebe für das Element Wasser geht auf das Volk zurück, dem sie wirklich angehört: Sie ist kein Mensch. Im Umfeld ihres wahren Volkes lernt sie all die Fähigkeiten, die über die Jahre hinweg in ihr schlummerten: Das Wasser beherrschen, gar eins mit dem Wasser zu werden. Am Ende ihrer Ausbildung muss sie sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.
Die Grundhandlung von Fathom wird in fünf Bänden erzählt und ist in sich abgeschlossen.
Warum in der Ferne schweifen, wenn das Wasser liegt so nah?
Comic-Insidern wird der Name Michael Turner als einer der besten Zeichner der Serie Witchblade in guter Erinnerung sein.
Eine Info beschreibt die Grundzüge von Fathom als eine Mischung aus Akte X, Top Gun und Abyss. Das trifft all die einfließenden Aspekte der Geschichte ziemlich gut.
Fathom wird mit einer enormen Bildgewalt und Detail-Liebe erzählt. Die Zivilisation der Fischmenschen, wie sie einer der Protagonisten einmal nennt, ist in ihrer Aufmachung einzigartig – wenngleich Turner Einflüsse des Witchblade-Designs nicht verleugnen kann. Diese Fischmenschen sind Überwesen. Deutlich wird das nicht nur durch ihre technischen Errungenschaften, sondern auch durch ihr stattliches Äußeres. Attraktivere Aliens hat man wohl noch nicht gesehen.
Erzählweise und Bildaufteilung sind gewöhnungsbedürftig. Hier lassen sich ebenfalls Einflüsse von Kinofilmen nicht unterdrücken. Man gewinnt den Eindruck, als habe Turner eine Filmschnitt-Technik für das Medium Comic umsetzen wollen. Infolge der Details ist ein Film dabei heraus gekommen, der sich wegen seiner Einzelheiten öfters lesen lässt. Zeichnungen und farbliche Ausführungen sind brillant und haben sich inzwischen zu einem Markenzeichen von Michael Turners Produktionen entwickelt.
Stichwörter: fathom, aspen, michael turner, geoff johns