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Comic Blog


Donnerstag, 06. November 2008

Hellboy – Der Teufel erwacht 2

Filed under: Comics im Hörspiel — Michael um 19:16

Hellboy - Der Teufel erwacht 2Die Geräte funktionieren alle nicht richtig. Dabei sollte die neue Ausrüstung aus dem Hause Zinco doch die Arbeit der Einsatzteams erleichtern und nicht erschweren. Aber Verbindungen – wichtige Verbindungen – werden nicht hergestellt, ein Rauschen ertönt und die Teams vor Ort sind vollkommen auf sich gestellt. Für Hellboy ist das nichts Neues. Schließlich geht er auch lieber alleine vor, denn so kann er ungehemmt und ohne Rücksicht auf Verluste einfach alles kaputt machen. Wo alles in sich zusammenbricht, kommt wenigstens nichts auf die Beine.

So legt Hellboy eine kleine Zeitbombe. Sehr zum Verdruss seines Chefs Manning, der wieder einmal einen Herzinfarkt fürchten muss, weil der Welt bester paranormaler Ermittler nur Kleinholz hinterlässt. Aber es ist ihm nicht zur Gänze anzulasten, da auch Rasputin seine Vorkehrungen getroffen hat, um dem Abtrünnigen, der der Baba Jaga ein Auge nahm, das Handwerk zu legen und das Leben zu nehmen.

Die Kreise schließen sich. An allen Fronten entstehen gleichzeitig Brandherde. Hellboy und seine Freunde haben alle Hände voll zu tun. Hellboy, gesprochen vom Horror-erfahrenen Tilo Schmitz, sieht sich plötzlich mit mehr als nur einer Vampir-Angelegenheit konfrontiert. Denn Giuresco, der ehemalige napoleonische Offizier, den sogar die Nazis für ihren Vampirsturm rekrutieren wollten, hat eine prominente Mutter: Hekate, die Göttin mit dem Schlangenleib. Nach vielen aufregenden Momenten in diesem zweiten Teil von Der Teufel erwacht wird man als Hörer einerseits gefangen genommen von gruselig traurigen Klang von Elga Schütz (Hekate), andererseits reißt einen das freche Mundwerk Hellboys wieder in die humoristische Ecke – eine Besonderheit der Reihe allgemein, die hier sehr gut eingefangen wird.

Wie aus Freunden Feinde werden, wenn ein Dritter intrigiert zeigt das Verhältnis der beiden deutschen Wissenschaftler Krönen (Peter Woy) und Kurtz (Helmut Gentsch). Krönen, elektronisch verzerrt gesprocen, um den Klang hinter einer Gasmaske hervor zu simulieren, begehrt gegen Kurtz auf, da dieser den furchtbaren Kopf von Wissenschaftlerkollege Von Klempt wieder zum Leben erweckt hat. Eingesperrt in ein gläsernes Gefäß – genauer: dort konserviert und frisch gehalten – klingt die Stimme von Gastsprecher Hennes Bender etwas dumpf aus dem Hintergrund. Die meisten Hörer werden Hennes Bender als Comedian aus Bochum kennen, der durch seine hektische Vortragsweise bei zahlreichen Bühnen- und Fernsehauftritten (wie z.B. in Nightwash) sein Publikum begeistern konnte. Auch hier hat er sichtlich Spaß an seiner ungewohnten Rolle.

Tragisch und schaurig anzuhören ist das Schicksal von Ilsa Hauptstein, gesprochen von Katinka Springborn. Bisher konnte sie ihre Brutalität unter Beweis stellen, ein herrisches Gebaren, dann eine verzweifelte Liebe, ihre Hinwendung zu Giurescu, dem Vampir. Hin und her gerissen zwischen der Liebe und der Loyalität zu ihrem Meister Rasputin vertraut sie schließlich den Versprechungen des Mannes, der bereits tot war und ihr ein wenig die Furcht vor demselben nehmen kann.
Ein Geschenk der Baba Jaga wird zu Ilsas Schicksal. Wer die Comics nicht kennt, dem soll auch nichts verraten werden. – Einzig soll gesagt sein: Bei der Vorstellung dieses Schicksals wie auch der akustischen Umsetzung, sträuben sich einem die Nackenhaare.

Eine überaus gelungene Fortsetzung mit vielen Höhepunkten und Knalleffekten, die auf das Konto von Hellboys Holzhackermentalität gehen. Sobald Tilo Schmitz im wiederkehrenden Vorspann seine Zigarre pafft (wunderbarer Einfall) gibt es kein Entkommen mehr. Klasse. 🙂

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Sonntag, 26. Oktober 2008

Hellboy – Der Teufel erwacht 1

Filed under: Comics im Hörspiel — Michael um 14:19

Hellboy - Der Teufel erwacht 1Im ewigen Eis, in der Nähe von Norwegen, erreicht ein Hubschrauber des Zinco-Konzerns sein Ziel: Eine alte vergessene Festung, im kalten Grab seit Jahrzehnten eingeschlossen und scheinbar vergessen. Doch der Finanzier dieser kleinen Expedition eiß es besser. Etwas hat dort unten überlebt. Jemand gab ihm den Auftrag diese Überlebenden zu finden. Der Industrielle trifft auf ein Trio, das nicht zögern würde ihn umzubringen, hätte er nicht eine wichtige Nachricht für sie von einer noch wichtigeren Person. Rasputin selbst gab ihm den Auftrag, diese Leute mit allem zu versorgen, was für die kommende Arbeit benötigt wird.

Und große Tage stehen bevor. Endlich, nach so vielen Jahren könnte die Macht von einst regeneriert werden und die Operation Vampirsturm doch noch ins Leben gerufen werden können. Ilsa Hauptstein, die einstige Geliebte des Vampirs Giurescu, findet den Leichnam dieses Monsters wieder. Sie weiß, dass er wiederbelebt werden kann.
Doch davor hat die Menschheit noch ein letztes Bollwerk gesetzt: Die Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen.

Unkraut vergeht nicht. So heißt es. Auf Bösewichte trifft dies auf jeden Fall zu. Der Welt bester paranormaler Ermittler sieht sich einer interessanten Aufgabe gegenüber … Ach, was! Hellboy hat gehört, dass es um Nazis und Vampire geht und sofort ist er natürlich Feuer und Flamme, diesen Mistkäfern in den Allerwertesten zu treten. – Oder was immer sich sonst am hinteren Ende ihres Körpers befindet. Denn einige Kreaturen in dieser Geschichte verfügen über eine ganz eigene Anatomie.

Hellboy, richtig cool von Tilo Schmitz gesprochen, sieht sich kurz nach Beginn seines Einsatzes einer Nazi-Kreatur namens Unmensch gegenüber, eine Art intelligenzloses Frankensteinmonster, von Robert Schlunze in einem Gastauftritt geraunt, der sich auch für die Spielbücher der Reihe verantwortlich zeichnet.
Die Einführung in die Geschichte erfolgt teilweise in Form einer Einsatzbesprechung, die von Dr. Manning geleitet wird. Manning wird wunderbar genervt von Klaus Dittmann gesprochen. Lehrerhaft, bürokratisch hat er der locker leichten Art von Hellboy nichts entgegenzusetzen.

Verschiedene Dialoge sind besonders eindringlich, ausdrucksstark und hörenswert. Michael Prelle ist wieder als Rasputin mit von der Partie. Seine Erzählungen über die einzelnen mythologischen und geschichtlichen Verstrickungen wie in seiner eigenen Vergangenheit sind dergestalt, dass man ihnen als Hörer stundenlang folgen könnte. Eine dankbare Zuhörerin findet er in der Rolle der Ilsa Hauptstein, überzeugend gespielt von Katinka Springborn.
Das andere interessante Duo besteht aus Krönen und Kurtz, den beiden Nazi-Wissenschaftlern. Krönens Stimme klingt elektronisch verzerrt, wirkt unheimlich, ein wenig wie ein sprechender Rasierapparat.

Wer den ersten Hellboy-Film sah, wird einige Gestalten wieder erkennen: Rasputin, Hauptstein, Krönen und andere. Allerdings hat Mike Mignola, der die Comic-Vorlage zum Spielbuch von Robert Schlunze schrieb, die Geschichte zuvor ganz anders aufgebaut, während er im Kinofilm deutlich abspeckte und eine mehr massentaugliche Version schuf. In der Vorlage wie auch der Hörspielumsetzung ist die Atmosphäre gruseliger, spaßig zwar auch – bei Hellboy geht es nie ganz ohne – aber auch dichter. All die vielen kleinen Hintergrundinformationen lassen sich so nicht in einem Kinofilm abbilden – vielleicht schon mit einem interessierten und geduldigen Publikum und einer vierstündigen Verfilmung.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. In der zweiten Hälfte kommen weitere Gestalten ins Spiel, die einmal eine mehr eine Rolle im Hellboy-Universum spielen werden. Rasputin selbst erwähnt die Baba Yaga, die ihm auf ihre Weise half. Liz und ihr Kollege entdecken einen Homunkulus, der außergewöhnlich groß geraten ist. Kurtz lässt einen Kopf aus dem südamerikanischen Dschungel herbeischaffen, einen ehemaligen wissenschaftlichen Kollegen namens Hermann von Klempt. Als Stimme dieses Kopfes dürfen sich die Hörer in der Fortsetzung dieses Hörspiels auf die Stimme des allzeit leicht hektischen Comedians Hennes Bender freuen.

Die Einführung in das Hellboy-Universum ist noch nicht vorüber. Noch immer kann der Details über die Hauptfiguren der B.U.A.P. erfahren, so zum Beispiel über Liz Sherman. Derweil geht die Monsterhatz weiter, noch ein wenig unheimlicher diesmal, auch akustisch. Das Kino im Kopf funktioniert durch das tolle Zusammenspiel von Erzählung und Spielszenen auf den Punkt genau. 🙂

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Montag, 13. Oktober 2008

Hellboy – Saat der Zerstörung 2

Filed under: Comics im Hörspiel — Michael um 18:51

Hellboy - Saat der Zerstörung 2Hellboy steckt in Schwierigkeiten – und das ist noch ziemlich untertrieben. Lange Zeit wusste er nicht genau, wie er in diese Welt gekommen war, noch warum es ihn zu den Menschen verschlagen hatte. Nun steht ein Mann vor ihm, der Antworten auf viele Fragen über Hellboys Existenz hat. Aber will Hellboy diese Antworten überhaupt wissen? Zu erfahren, man sei einzig zu dem Zweck des Weltuntergangs, für Ragnarök, aus einer anderen Dimension hergebracht worden, kann nicht jedermanns Sache sein. Auch Hellboy gefällt diese Vorstellung überhaupt nicht. Ein Freak zu sein, gut, das sind seine Freunde auch. Aber Weltuntergangshelfer, das ist, um es mit Hellboys Worten zu sagen: Kacke!

Michael Prelle hat als Rasputin einen recht langen Monolog, der seine Lebensgeschichte wiedergibt, eine Lebensgeschichte, die Hellboy nur Langeweile entlockt, der man als Hörer allerdings noch länger zuhören möchte. Prelle erzeugt allein mit seiner Stimme ungeheuer viel Atmosphäre.
Etwas störend hierbei, weil ablenkend, wirken die akustischen Rückblicke, die der Hörer bereits aus dem ersten Teil von Saat der Zerstörung kennt.
Interessant sind die Stellungnahmen Hellboys, der sich wie der Zuhörer auch an den Erklärungen Rasputins weiden soll. Mike Mignola, Erfinder von Hellboy, veralbert hier all jene Mörder, Unholde und sonstige Monströsitäten, die vor der Tötung eines Opfers erst ihre gesamte Lebensgeschichte und ihre Motivation über das Opfer ergießen müssen – als sei die Situation schon nicht schlimm genug.

Im Gegensatz zu Hellboy, der sich äußerst gelangweilt zeigt, fasziniert Rasputin mit seinem Vortrag den Hörer. Es fällt schwer, sich diesem leicht hypnotischen Unterton zu entziehen. Der Wechsel zur bedächtigen Beschreibung von Joachim Tennstedt, nicht weniger spannend, ist auffällig, so auffällig, dass man tatsächlich durchatmen muss. Tennstedt beruhigt, obwohl die Ereignisse, mit denen er befasst ist, später zum großen Finale hinführen.

Ein wenig seltsam – und daraus kann dem Hörspiel kein Vorwurf gemacht werden, denn Mike Mignola persönlich hat es in der Vorlage so angelegt – ist die Szene an Bord des Raumschiffs. So verwirrend es sich für jene anhören mag, die Hellboy gar nicht kennen und es für eine reine Horror-Show gehalten haben, so merkwürdig hört es sich selbst für die Fans an. Der Einschub kommt überraschend, wie aus der Luft gegriffen. Er erklärt zwar ein wenig, erläutert die Konsequenzen von Rasputins Handeln – aber das wäre dem Leser oder hier dem Zuhörer sowieso klar gewesen, denn ohne den kompletten Weltuntergang – oder wenigstens der Planung hierfür – gehen solche Szenarien selten ab.

Das Finale ist sehr dramatisch geworden und die Wirkung ist deutlich stärker als in der ursprünglichen Comic-Version. Die Geräuschkulisse – oder besser die Soundeffekte – und der Klang zusammen mit den Stimmen, ganz besonders in jenem Augenblick, als Abe Sapien doch noch eingreift, erzeugen perfektes Kino im Kopf. Die Art und Weise, wie der Hörer durch vertonte Akteneinträge – die gut platziert sind – die Akteure nahegebracht bekommt, ist sehr stimmig und fügt sich gut in die fortlaufende Handlung ein, ohne einen Bruch zu erzeugen.

Ein sehr guter zweiter Teil, in dem alles zusammenpasst und wie aus einem Guss wirkt. Der Gegensatz zwischen den Stimmen von Hellboy (Tilo Schmitz) und Rasputin (Michael Prelle) macht aus der Saat der Zerstörung ein tolles Horror-Hörerlebnis. 🙂

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Freitag, 03. Oktober 2008

Hellboy – Saat der Zerstörung 1

Filed under: Comics im Hörspiel — Michael um 10:27

Hellboy - Saat der Zerstörung 1Das Dritte Reich sieht seinem Ende entgegen. Aber aufgeben will es nicht. Zu diesem Zweck hat Rasputin dem Führer ein Wunder versprochen. Auf einer kleinen Insel startet das Experiment, für das unglaubliche Energien benötigt werden. Schließlich ist es soweit, es passiert – nichts. So glauben es jedenfalls die anwesenden deutschen Soldaten. Für die später eintreffende amerikanische Spezialeinheit ergibt sich ein völlig anderes Bild. Professor Broom, den alliierten Soldaten als Berater zugeteilt, versucht das Vertrauen des roten Jungen zu gewinnen. Und es gelingt: Broom wird für Hellboy zum Vater.

Als Hellboy seinen Vater viele Jahre später wieder trifft, ist er zutiefst erschüttert. Der alte Mann ist nicht mehr er selbst. Die Expedition, mit der er lange unterwegs war und während derer er sogar als verschollen galt, hat einen verwirrten, ängstlichen Menschen aus ihm gemacht. Kurz darauf greift eine unheimliche Kreatur an. Hellboy verteidigt seinen menschlichen Mentor, aber zu spät.

Pünktlich zum Kinostart des zweiten Hellboy-Films startet die Reihe der Hörspielumsetzungen zu den weltbekannten Comics von Mike Mignola um den paranormalen Ermittler der besonderen Art. Hier sind die Jäger selber Freaks, die sich jedoch für die gute Seite entschieden haben. Wie es sich gehört, startet die Reihe mit der ersten Erzählung über Hellboy, genauer über seine Entstehung und seinen ersten großen Einsatz. Aufgeteilt in zwei Folgen ist die Saat der Zerstörung
Wer es noch nicht weiß, dem soll die Spannung nicht verdorben werden.

Bekannte Sprecher – natürlich auch aus der Verfilmung – machen das Hörspiel zu einem Hör-Comic-Erlebnis. Besonders dominierend wegen seiner markanten Röhre ist natürlich Hellboy selbst, gesprochen von Tilo Schmitz, der Synchronstimme von Ron Perlman (Hellboy) oder auch Ving Rhames. Kernig, tief, brummig, kurz, als hätte er ein Reibeisen verschluckt, erzählt Hellboy hier aus der Vergangenheit, von seiner Ankunft. Nach diversen einstimmenden Szenen – so der deutschen und alliierten Soldaten und des sympathischen Professor Broom – ist er also da, der kleine rote Junge, auf den zunächst geschossen wird, obwohl gerade einmal 40 Zentimeter groß ist.

Professor Broom, gesprochen von Gerd Samariter, gibt einen akustisch knuffigen Professor ab, der leider viel zu schnell das Zeitliche segnet. So kommt denn zügig das komplette Team zum Einsatz, denn Brooms Tod steht in Verbindung zu einer missglückten Expedition der Cavendish-Brüder. Neben Hellboy greifen nun auch Abe Sapien und Liz Sherman ins Geschehen ein. Star Wars Fans dürfen sich auf Joachim Tennstedt freuen, der Anthony Daniels die Stimme lieh (oder auch Billy Crystal, John Malkovich oder …) und auch für die Figur des Abe Sapien zur Verfügung stand. Neben dem alten Synchronexperten steht eine nicht minder erfahrene Expertin für die Figur der Liz Sherman zur Verfügung. Genre-Fans kennen sie als Stimme von Shannon Doherty (Charmed), ein breiteres Publikum brachte sie als Stimme von Renee Zellweger in Bridget Jones 1 +2 zum Lachen.

Michael Prelle sorgt mit seiner russisch eingefärbten Stimme für einen sehr gruselig klingenden Rasputin, der sich stimmlich auf dem gleich hohen Niveau seiner Kollegen befindet. Doch nicht nur die Stimmen sorgen für die dringend benötigte Atmosphäre eines gruseligen und abenteuerlichen Hörspiels. Effektreich und mit schönen musikalischen Einspielern entsteht hier ein feines Kino im Kopf, ganz so wie es sich der Hörspiel-Fan generell wünscht und der Fan von Hellboy es selbstverständlich verlangt.

Robert Schlunze, Autor der Hörspieladaption, outet sich selbst als Hellboy-Fan, beste Voraussetzungen für ein gelungenes Spielbuch, dem hier eine besondere Aufgabe zukommt, nämlich, die Augen zu ersetzen. Jenen, die bislang die Comics nicht gelesen haben, wird nichts fehlen, jene, die sie gelesen haben, werden ihre eigenen Bilder automatisch ergänzen. Der Aufbau, mit diversen Rückblenden, Einschüben und Erinnerungsstücken, im Comic leicht lös- und einfügbar, da Mignola weiß, dass seine Leser auch einmal zurückblättern können, ist im Hörspiel schwieriger umsetzbar, gerade bei Passagen, die sich durch erhöhte Aktion ausweisen. Schlunze beschränkt sich auf das Nötigste, um im gegenwärtigen Handlungsstrom den Fluss aufrecht zu erhalten. Das Ergebnis ist ein in seiner Dramatik immer weiter steigendes Hörvergnügen.

Eine Fan-Umsetzung, was will der Comic-Leser mehr. Dank originaler Stimmen, einer kinoähnlichen Atmosphäre hat Hellboy nun einen weiteren Weg gefunden, um neue Fans zu gewinnen – angesichts dieser tollen Umsetzung kann das nicht ausbleiben. 🙂

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