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Comic Blog


Mittwoch, 14. Juli 2010

Hellboy – König Vold, Weihnachten in der Unterwelt

Filed under: Comics im Hörspiel — Michael um 20:31

Hellboy - König Vold, Weihnachten in der UnterweltDr. Manning hat ein Problem. Er ist Leiter einer Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Ereignisse, aber er muss auch auf das Budget achten. Ein Umstand, der für Hellboy, den besten paranormalen Ermittler der Welt, keine Rolle spielt. Zwei Posten auf den Ausgabenlisten von Dr. Manning sind noch ungeklärt. Hellboy wird ins Büro zitiert.

Dr. Mannings Figur steht in einem wunderbaren Kontrast zu einem brummeligen und doch irgendwie immer gut gelauntem Hellboy. Ein wenig piepsig, ein wenig ungeduldig, etwas schrill, vielleicht hysterisch, so präsentiert sich Dr. Manning, vortrefflich gespielt von Klaus Dittmann. In einem Rückblick darf der Hörer noch einmal Gerd Samariter als Professor Broom erleben, den Ziehvater Hellboys. Als väterliche Stimme sorgt er für Atmosphäre. Es ist schade, dass Samariter in dieser Rolle (durch den Tod derselben) nicht mehr zu Einsatz kommen kann (es sei denn, es ergeben sich noch einmal Rückblicksmöglichkeiten).

König Vold: Eine mystische Kreatur, ein kopfloser Reiter, bewaffnet und von einer Horde von Jagdhunden begleitet. In der Nacht streift er durch das Land, immer auf der Suche nach ganz besonderer Beute. In der ersten Kurzgeschichte wird Hellboy ausgeliehen. Auf Wunsch von Broom soll er nach Norwegen reisen. Dort trifft der Welt bester paranormaler Ermittler auf Professor Rickman (Helmut Gentsch). Der Professor möchte dem König auflauern, um ihn zu studieren. Hellboy hilft, nicht ahnend, dass Rickman nur ein weiterer gieriger Wissenschaftler ist, dem es um alles andere als Wissensvermehrung geht.

Besonders beeindruckend, nur leider (da durch die Vorlage so vorgegeben) zu kurz, ist der Auftritt von König Vold (Jürgen Holdorf). Bombastisch ist die Begegnung Hellboys mit dem Hund von König Vold, ungeheuer plastisch und sehr gut mit dem Gespräch von Hellboy und Manning verwoben.

Gemäßigter, beinahe romantisch gruselig geht es in der nächsten Geschichte zu. Hellboy verteidigt vor Dr. Manning sein Weihnachten in der Unterwelt. Daraus entstehen einige wundervolle Szenen. Die alte Mrs. Hatch, sehr schön von Aranka Mamero-Jaenke gespielt, hält den 2,13 m großen Hellboy doch glatt für den Weihnachtsmann. Diese scheinbar harmlose, eigentlich liebenswerte Szene ist die berühmte Ruhe vor dem Sturm. In der Unterwelt, auf einem uralten Friedhof, trifft Hellboy auf die übrige Familie von Mrs. Hatch. Hier kippt die Stimmung in eine grandiose Inszenierung, als Vampire den Heiligen Abend in ein Schlachtfest verwandeln wollen.

Der Hörer kann sich hier an einem Klangerlebnis erfreuen, das nicht anders als mit dem treffenden Begriff Kino für die Ohren umschrieben werden kann. Damit die Szenerie nicht ganz so ernsthaft wird, trifft Tilo Schmitz als Hellboy genau den richtigen Ton, ein wenig schnodderig und natürlich immer cool. Hellboy ist nicht umsonst der Welt bester paranormaler Ermittler und kann sich einen Spruch locker erlauben.

Zwei atmosphärisch sehr dichte Geschichten aus dem Hellboy-Universum, hervorragend umgesetzt und durch das Gespräch von Hellboy und Dr. Manning elegant verbunden. Perfekte Comic-Adaption. 🙂

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