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Comic Blog


Dienstag, 22. Juli 2008

World War Hulk 4

Abgelegt unter: Superhelden — Michael um 20:00

World War Hulk 4Madison Square Garden – Es hat keine Schlacht in New York gegeben, wenn nicht auch die weltberühmte Sportarena in Mitleidenschaft gezogen wurde oder wenigstens eine Rolle gespielt hat. Hier reißen Hulk und seine Freunde kurzerhand das Dach entzwei. Zu einem Gladiator haben die Verschwörer ihn werden lassen. Es wird Zeit, ihnen ihre Heimtücke mit gleicher Münze heimzuzahlen.
Doch zuvor setzt Dr. Strange einen waghalsigen Plan in die Tat um. Er beschwört einen Dämon, dessen Kräfte ausreichend sein könnten, um den Hulk zu besiegen. Und wer hätte das gedacht? Zuerst sieht es wirklich so aus, als könne Strange nun siegen. Zunächst …

Später sehen sich die vier Verschwörer, Dr. Strange, Black Bolt, Tony Stark und Reed Richards, ihrem Schicksal gegenüber. Sie sollen kämpfen. Zuerst gegen Monster, die auch der Hulk besiegen musste. Ihrer Kräfte beraubt und durch eine den Willen brechende Technik versklavt, bleibt ihnen keine Wahl. Wenig später tobt im Madison Square Garden ein Kampf auf Leben und Tod.

Jetzt ist endgültig vorbei mit der Ruhe. In der Arena wird gekämpft. Greg Pak lässt keine Verzögerung mehr zu. Ein paar Einwände von Rick Jones werden einsilbig beiseite gewischt. Magie ist zu Beginn die Waffe, die es doch noch schaffen könnte. Pak reaktiviert zu diesem Zweck eine dämonische Figur namens Zom. Der Werdegang dieser Figur, kreiert 1967, also ordentlich alt, wird im Anhang, im Kriegstagebuch ausführlich beschrieben. Diese Gestalt besitzt außerordentliche Kräfte und bisher waren zumeist Gegner nötig, die eindeutig stärker als Dr. Strange waren, um diesen Dämonen wieder in seine Schranken zu weisen. – Hier braucht man nur einen Hulk.

Dies sollte die Energie unterstreichen, mit der die Handlung ihren Fortgang nimmt. Der Kampf präsentiert sich mit einer Urgewalt von King Kong gegen King Kong und nicht nur die Passanten verfolgen dieses Gemetzel mit großen Augen.
Genau diese normalen Menschen werden zu Anklägern. Es ist nicht neu, dass die Helden auch für große Fehler verantwortlich sind – ein Grund, warum sich Captain America ergab und so den Civil War beendete. Oftmals werden jene vernachlässigt, die eigentlich beschützt werden sollen. Die sehr subjektive Gerichtsbarkeit und Kontrolle, die mit der Initiative geschaffen wurde, spielt hier keine Rolle mehr. Die strahlenden Helden des Marvel-Universums erfahren hier, was es heißt geächtet und verurteilt zu werden.

Nach einem furiosen Auftakt dieses Teils, in dem der Hulk den letzten Illuminati eingefangen hat, treten die guten Helden gegeneinander an. Mit Hieb- und Stichwaffen, die Hellebarden nicht unähnlich sind, magischem Feuer, Äxten und stacheligen Keulen bewaffnet gehen sie aufeinander los. Endlich erreicht der Hulk sein Ziel: Na, so was, sie sind ja auch Monster.

Greg Pak lässt seine Protagonisten Keile verteilen - aber mit Karacho. Die enorme Geschwindigkeit der Handlung wird von John Romit Jr. mit Momentaufnahmen umgesetzt, der Technik von Videoclips nicht unähnlich. Doch anders als in einem Kinofilm, in dem eine solche Technik schnell in eine lange Reihe hektischer Bildwechsel umschlägt, kann der Leser hier jedes einzelne Bild in Ruhe studieren – aber das wird er erst beim zweiten Lesen machen, denn vorher wird die Geschwindigkeitsvorgabe greifen. Man muss einfach wissen, wie es weitergeht.

Jetzt muss man nur noch wissen, wie es endet. Alleine die Vorschau des Covers verspricht ein unglaubliches Finale. :-)

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World War Hulk 3

Abgelegt unter: Superhelden — Michael um 19:02

World War Hulk 3Neben den Helden, die sich dem Hulk – erfolglos – entgegen stellten, tritt nun auch die Armee auf den Plan. Ein Erzfeind der ersten Stunde, General Ross, nimmt das Erscheinen des Hulk persönlich und bietet alles auf, was auch nur entfernt eine Chance zur endgültigen Vernichtung des grünen Monsters hat.
Als die ersten Splitter der Adamantium-Geschosse dem Hulk die Haut zerfetzen, sieht es zunächst danach aus, als sei diese Taktik vielversprechend. Die massive Attacke nutzt ein anderer, um sich Zugang zum Geist des Hulk zu verschaffen. Endlich gelingt auch Dr. Strange ein Vorstoß.

Was für eine Monster-Hatz! Der Angriff von Godzilla – unter der Regie von Roland Emmerich – war eine leichte Brise gegen die Wände der Wolkenkratzer. Einige mögen das Bild des Kampfhubschraubers vor Augen haben, der von unten zur Beute eines riesigen Mauls wird. Der Hulk frisst seine Gegner zwar nicht – jedenfalls nicht der, des normalen Marvel-Universums – aber er versteht es ebenso mit Gewalt und einer gewissen Artistik, seine Feinde vom Himmel zu holen.

Aus purer Action, mit sehr schönen Farbkontrasten von Christina Strain bedacht, macht die Handlung den Sprung in ein rein geistiges Reich, eine Projektion von Hulks ehemaliger Heimat. Während der Körper bekämpft wird, schlägt Hulks Geist eine andere Schlacht. Banner und Hulk sind sich einig. Es gibt keine Trennung mehr zwischen Jeckyll und Hyde. Es ist eine dieser Szenen, bei denen der Leser schreien möchte: Tu’s nicht, du Idiot!
Aber Dr. Strange hört ja nicht und glaubt auch noch an das Gute im Menschen – etwas, wenigstens Tony Stark wie auch Black Bolt verloren haben. Und Reed Richards ist auf dem besten Wege dahin.

Die Grenzen allerdings zwischen Gut und Böse verschwimmen. Jeder in der Geschichte von Greg Pak hat Schuld auf sich geladen. Der Civil War steckt noch allen in den Knochen. Nachdem der Feind im Geiste besiegt ist, greift die Kampfmaschine in der Realität wieder ein. Wie unlängst im ersten Blockbuster um den grünen Giganten werden Panzer und Kampfhubschrauber zu Kleinholz verarbeitet. Geht er auch mit rein menschlichen Soldaten etwas sanfter um – ein Klatschen erzeugt derart viel Schallgeschwindigkeit, dass die Soldaten einfach ohnmächtig werden – hört das Geplänkel bei seinem Erzfeind General Ross auf.
Der General hat in Hulk seinen ganz persönlichen Moby Dick gefunden. Der zur Schau gestellte Hass von Ross trägt genau die Merkmale eines Kapitän Ahab.

Als der Leser glaubt, John Romita Jr. (Zeichner) habe den Hulk nun ausreichend in den Kampf geschickt, kommen Hulks Gefährten aus der anderen Welt zum Zuge. Sie sorgen auch für eine größere Vielfalt. Es wird gehauen, gezaubert, geblitzt (nur geblitzt, nicht geblitztdingst), so dass Koloristin einen durchgehend aufwändigen, aber auch tollen Job macht.
Romita Jr. kniet sich richtig in dieses Projekt hinein und so schaut es aus, als würde sich im nächsten Band noch einmal eine Steigerung abzeichnen, denn auch Pak hat noch ein paar pfiffige Ideen parat.
Eine knuffige Geschichte der Mini-Marvels zum World War Hulk rundet das vorliegende Heft wohltuend mit einer guten Portion Humor ab. :-)

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Samstag, 19. Juli 2008

World War Hulk 1

Abgelegt unter: Superhelden — Michael um 14:25

World War Hulk 1Der Hulk kehrt zur Erde zurück. Sein Wunsch: Rache. Er ist der festen Überzeugung, dass das Quartett, bestehend aus Dr. Strange, Reed Richards, Iron Man und Black Bolt, seine Welt, auf der er eine neue Heimat und eine Familie gefunden hatte, zerstört hat. Nie war sein Leben besser, nie stürzte er tiefer, nie wurde er schlimmer verletzt. Dafür sollen sie büssen. Und wenn sich die Menschen auf ihre Seite stellen, dann die komplette Erde gleich mit. Die erste Station seiner Heimreise liegt jedoch nicht auf der Erde, sondern auf dem Mond. Black Bolt ist der erste der Verschwörer, der sich dem grünen Giganten stellen muss, dessen Kräfte seit seiner Verbannung enorm gewachsen sind.

Bald erscheint ein riesiges Raumschiff über New York. Eine Projektion des Hulk klärt die Menschen über seine Rückkehr auf, berichtet ihnen von seinem Schicksal. New York soll evakuiert werden, die verbliebenen Verschwörer sollen sich zum Kampf stellen. Als Beweis präsentiert er einen geschlagenen Black Bolt, dessen Kräfte ihm nicht gegen den Hulk geholfen haben.
Bei den Verschwörern, die im besten Gewissen gehandelt haben und nichts von einer Bombe wissen, die die neue Heimat des Hulk vernichtet haben soll, macht sich Panik breit. Sie kennen die Gefährlichkeit ihres Gegners. Einen gibt es noch, mächtiger als Black Bolt, einen Helden, der aus dem Vergessen befreit wurde, der sich dem Hulk ebenbürtig stellen kann: Sentry.

Also, Leute, die Aufgabenstellung ist einfach. Wir machen eine Mini-Serie. Und wir machen etwas kaputt. Aber so richtig! Die bekanntesten Helden auf der guten Seite bekommen so richtig eins auf die Mütze!
So oder ähnlich könnte der Auftakt der Redaktionssitzung zum Action-Kracher World War Hulk gelautet haben.
John Romita Jr., inzwischen auch schon ein Marvel-Veteran bereitet diese cineastische Katastrophengeschichte mit viel Sinn und Gespür für die Figuren auf.

Der Hulk hat schon oft gezeigt, was er alles kann – was er alles einstecken und austeilen kann. Also musste es diesmal etwas besonderes sein. Allein die Vergabe des Titels der Mini-Serie sagt schon genug aus. Wenn schließlich das Symbol des Sentry auf dem Turm der Rächer in sich zusammenstürzt und den Wolkenkratzer in der Vertikalen spaltet und eine riesige Staubwolke über New York hinweg zieht, dann weckt das Assoziationen zu einem realen Katastrophenereignis vor einigen Jahren. Ob diese Verquickung, das Spiel mit der Realität so gelungen ist, mag jeder für sich entscheiden. Optisch dramatisch ist es allemal und selten hat der Hulk so gut in seiner Wut ausgesehen.

Romitas Bilder sind insgesamt eher einfacher, auf ihre Art unverwechselbar und obwohl sie gegen Bilder von Künstlern wie David Finch, der die Cover zur Reihe zeichnete, sogar simpel wirken mögen, treffen Romitas Bilder mit ihrer Machart das Herz des Marvel-Universums. Er ist schwer zu vergleichen. Vielleicht kommt die Machart der Grafiken von Cory Walker ein wenig in die Nähe (Invicible). Dank der Mitarbeit von Klaus Janson als Inker geraten die Bilder von Romita erstaunlich kräftig. Geschwindigkeit wird in diesem Szenario groß geschrieben. Es jagt durch die Lüfte, explodiert, sprengt, spritzt zur Seite, kracht, blitzt, qualmt und spätestens wenn Iron Man seine spezielle Kampfrüstung für den Kampf gegen den Hulk trägt und zum Gefecht antritt und es ganz- bis doppelseitig fetzt, dann ist man mitten drin in einem Marvel-Abenteuer der alten Schule, in dem mehr als nur die Wände wackeln.

Was für ein Anfang! Daraus machen andere ein Finale. :-)

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Sonntag, 04. Mai 2008

World War Hulk - Prolog

Abgelegt unter: Superhelden — Michael um 15:36

World War Hulk - PrologDer Hulk ist sehr wütend. – Das ist keine Neuigkeit, doch diesmal hat er einen Grund dazu. Seine Frau ist tot. Sein ungeborenes Kind ist tot. Er wurde von der Erde verbannt. Und er weiß, wer dafür verantwortlich ist: Mister Fantastic, Doktor Strange, Iron Man und Black Bolt. Die Welt kennt sie als Helden. Für ihn sind sie nur noch Verschwörer, die sterben müssen.
Aus dem Hulk ist etwas Neues geworden. Er ist nicht mehr die wütende Identität eines kleinen Wissenschaftlers. Er hat die Oberhand gewonnen. Er ist nun der Hulk und kein Wesen mehr, das zeitweise und unerwünscht durchbricht.

Mittels seiner neuen Freunde hat er gelernt, seine Wut im Zaum zu halten. Meditation ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Korg, Miek, Heroim, Elloe, Brood und Arch-E-5912 dürften die ungewöhnlichsten Helfer sein, die je an Hulks Seite waren. Allenfalls die Inhumans können mit dieser kurios phantastischen Gruppe verglichen werden.

In verschiedensten Sequenzen wird der Leser nicht nur durch die Erinnerungen an den Planet Hulk aufgeklärt, auch uralte Begebenheiten rücken noch einmal in das Bewusstsein.
Interessant, wie der Hulk zu dem Schluss kommt, dass Tony Stark den Hulk, oder auch Bruce Banner schon immer gehasst haben muss. Einst ein Rächer zum Wohle aller, nun ein Rächer im eigenen Interesse.

Die verschiedenen Auseinandersetzungen, die hier seitenweise angerissen werden und die sich in der Marvel-Vergangenheit immer wieder ereigneten, bieten einen Ausblick auf das, was die Helden auf der Erde erwartet – zumal der Hulk auf seiner Reise bereits zeigt, dass er nicht gewillt ist, Gefangene zu machen. Hulk sieht sich selbst dabei, wie er Black Bolt den Kopf eindrückt. Das Maß der Gewalt ist recht hoch.

Jennifer Walters, jene, die dem Hulk als She-Hulk etwas entgegenzusetzen gehabt hätte, hat ihre Kräfte verloren. Vielleicht kann sie besänftigend auf ihren Cousin einwirken. Ihre Panik ist in der Erwartung seiner Ankunft nicht gespielt. Der Hulk kehrt zu einer Zeit zurück, in der das Superheldentum im Wandel begriffen ist.
Die Auseinandersetzung zwischen ihr und Leonard, einem anderen ehemaligen Mitglied der Hulk Busters, die Szenen aus der Vergangenheit wie auch der Anreise des Hulk sind von unterschiedlichen Zeichnern umgesetzt worden. Der Gegensatz zwischen dem alten Hulk, der in Urzeiten gegen das Ding antrat, und dem neuen Hulk, der als Gladiator antrat, ist deutlich. Der alte war monströser, gedrungener, während der neue deutlich schlanker und (noch) größer wirkt.

Der alte Hulk mag etwas eindimensionaler gewesen sein, während der neue Hulk andere Möglichkeiten bietet (siehe auch House of M, die Handlungslinie während derer Hulk zu einem Beschützer Australiens wird). Durch die zunehmende Intelligenz des grünen Riesen steigt auch seine Berechenbarkeit. Vorbei die Zeiten als der Hulk das Schicksal der Menschheit wegen eines Wunsches nach einer Mahlzeit besiegelte – siehe das Abenteuer des Hulk an der Seite des Dings auf einer fernen Welt.
Interessanterweise wird in der kleinen Mini-Marvel-Episode das Schicksal des Hulk auch durch seinen Hunger besiegelt. Er isst Namors Butterbrot auf und wird dafür auf einen fernen Gladiatorenplaneten verbannt. Auch das wäre ein möglicher Ausgangspunkt für Planet Hulk gewesen – zumindest ein lustiger.

Für alle, die Planet Hulk verpasst haben und keine Erklärung für Hulks Hass haben, bietet der Prolog die nötigen Informationen – und mehr, denn gleichzeitig wird noch ein (sehr) kurzer Querschnitt seines Werdegangs präsentiert. Eine Vorstellung seiner weniger bekannten neuen Gefährten rundet den Anhang ab. :-)

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