Mittwoch, 24. Juni 2026
Ein Mann ist am Boden. FRANK CASTLE hat seine Familie verloren, die Ehefrau, die kleine Tochter, den kleinen Sohn. Sie sind bloß noch Erinnerungen. FRANK spricht mit ihnen, erhofft sich Antworten und würde am liebsten den letzten Schritt gehen, denn er hat sie gerächt. Die Medien berichten über die Morde an den Köpfen einer Mafiosi-Familie und niemand scheint einen Zweifel darüber zu hegen, dass FRANK CASTLE der Mörder ist. Dem ist das ziemlich egal. Er ist alleine. Redet mit Menschen, die tot sind. Oder ihn verlassen haben. Und in seinem Selbstmitleid und in seiner Verzweiflung hat er darüber hinaus eines vergessen: Gangster sind auch Menschen. Solche mit Gefühlen. Und Gangster haben Mütter. Manche von denen sind auf Rache aus und können es sich leisten, ein Kopfgeld auszusetzen. FRANK CASTLE muss sich entscheiden. Sterben. Oder überleben.
DER RÄCHER VON NEW YORK. Erinnert sich noch jemand daran, als CHARLES BRONSON rot sah? In der dritten Episode, die hierzulande den Originaltitel übernahm, DEATH WISH 3, versehen mit eingangs genannten Untertitel, wird ein New York, genauer ein Viertel gezeigt, in dem das pure Chaos herrscht und der Mob das Regiment übernommen hat. Niemand, der noch halbwegs bei Sinnen ist, sollte sich auf diese Straßen trauen. Und genau eine solche Atmosphäre findet sich in den Startsequenzen von THE PUNISHER: ONE LAST KILL. Keine Ahnung, ob die Macher das vor Augen hatten, allen voran JON BERNTHAL, der Darsteller des PUNISHER, höchstselbst. Aber Parallelen sind offensichtlich, ob aus einem Lebensgefühl heraus oder als Hommage, das lässt sich von dieser Warte aus nicht sagen.
Gefühlt seit JOHN WICK sind kleine süße Tiere auf amerikanischen Leinwänden nicht mehr sicher. Auch hier muss ein knuffiges Hündchen sterben, bloß weil es dem Anführer einer Straßenbande Spaß macht. Am Ende ist das bloß ein Detail in all der Gewalt, an der FRANK CASTLE zu Beginn (als er einen Becher Kaffee kauft) einfach vorübergeht. Insgesamt sieht der Zuschauer, wie ein ungezügelter Mob einfache, harmlose Bürger eines Viertels terrorisiert, sogar massakriert, nebenbei plündert oder alles zertrümmert, was ihnen unter die Finger kommt. Bis der Punkt erreicht ist, an dem DER PUNISHER zu sich selbst findet und dem Gesindel den Kampf ansagt.
Manche Menschen sind im falschen Zeitalter geboren. So ähnlich wurde der Spruch auch auf MARV aus SIN CITY angewendet. Mag sein, dass diese Ausage auch auf FRANK CASTLE passt, jedenfalls so, wie er in ONE LAST KILL gezeigt wird. Die Serie (über zwei Staffeln) und seine Auftritte in DAREDEVIL zeigen ihn vielschichtiger. Dieses MARVEL TELEVISION SPECIAL ist mehr eine Quintessenz des Charakters. Viel mehr Zeit bleibt in 50 Minuten kaum, will man neue Zuschauer auch mitnehmen, die mit dieser Performance auch auf den PUNISHER-Auftritt im nächsten SPIDER-MAN-Film, BRAND NEW DAY, vorbereitet werden sollen. Hier holt die Qual über den Verlust der Familie, von Verbrechern gemeuchelt, einen Berserker, Richter und Henker in Personalunion hervor. Eine Figur, deren Nehmerqualitäten sogar die eines ROCKY übertreffen (und der hat sich von IVAN DRAGO verprügeln lassen).
JON BERNTHAL ist DER PUNISHER. Damit hat JON BERNTHAL seine Rolle gefunden. Der harte Knochen war er schon häufiger, so wie in seiner Durchbruchsrolle in THE WALKING DEAD. Aber gerade dieser Figur, die eigentlich so untypisch für den Rest des MARVEL-UNIVERSUMS ist (ohne Superkräfte, tötet seine Feinde), hat er Ecken und Kanten nebst Tiefgang beschert, wie kein anderer Darsteller dieser Figur vor ihm (obwohl THOMAS JANE, einer der Vorgänger, den Job auch schon verdammt gut gemacht hat). Und eine weitere Lanze gibt es noch zu brechen (gerade vor den aktuellen Diskussionen im Bereich Synchron): MARTIN KAUTZ holt für den deutschen Markt als BERNTHALS Synchronstimme noch ein Quentchen mehr aus dem Charakter des PUNISHERS heraus!
Starke Nummer dieser ONE-SHOT! Aber in der Serie weiß der PUNISHER noch besser zu gefallen. Wer ihn bis dato noch nicht kennt, sollte die beiden Staffeln des PUNISHERS und die zweite Staffel von DAREDEVIL unbedingt nachholen und dann erst das Special schauen. 🙂
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Montag, 01. Juni 2026
Eine kleine Rolle, immerhin. SIMON WILLIAMS kniet sich voll rein. Okay, er soll gleich in der AMERICAN HORROR STORY gemeuchelt werden, und dann ist sowieso alles vorbei, und er kann nach Hause gehen, aber er will Eindruck hinterlassen. Er möchte den Hintergrund seines Charakters ausloten. In welchem Vehältnis steht er zu seiner späteren Mörderin? Und ist am Set auch alles so arrangiert, wie es der Rollenfigur entspricht? In einem behält SIMON Recht! Er hinterlässt Eindruck. Dafür, dass er mit seinen Zwischenfragen und Anregungen den Betrieb zu lange aufhält, wird er schlussendlich vom Showruner der Serie gefeuert und die Szene wird ersatzlos gestrichen. Noch nicht einmal wichtig für die Geschichte wäre dieses Gemeuchel gewesen. Wieder einmal geht SIMON enttäuscht nach Hause. Es wird nicht seine letzte Enttäuschung gewesen sein.
Eine Ode an die Freundschaft, an die Kunst und die Schauspielerei im Besonderen. Moment! Das ist doch eine Superheldenserie? Welchen Eindruck hinterlässt Geschichten bei Zuschauern? Bei Kindern? Bei SIMON WILLIAMS haben sie sehr viel Eindruck hinterlassen. Seit er im Jungenalter zusammen mit seinem Vater den Science-Fiction-Abenteuerfilm WONDER MAN im Kino gesehen hat, schlägt sein Herz für die Schauspielerei und den ihm innewohnenden Zauber. Aber Film hat noch einen sehr wichtigen Aspekt: Er ist Bestandteil einer Industrie. Und hier geht es um Geld. Wer da den Betrieb aufhält, ist raus. SIMON WILLIAMS wird das begreifen und sich anpassen, auch Dank seines neuen Freundes.
YAHYA ABDUL-MATEEN II spielt SIMON WILLIAMS, der später einmal selbst zu WONDER MAN wird. Eine Figur, von der MARVEL-FANS wissen, dass diese zum illustren Kreis der AVENGERS gehört (wohlgemerkt in den Comics, in der Serie ist davon noch lange nichts zu sehen). Prominent im wahren Leben wie auch im MARVEL-Universum ist BEN KINGSLEY, der hier seine Rolle als TREVOR SLATTERY erneut aufnehmen kann. Wir erinnern uns: In IRON MAN 3 begegnete uns SLATTERY als MANDARIN, einem Terroristen, der dem Eisernen das Leben schwer macht. SLATTERY, der selbst in IRON MAN 3 zwar verbrecherisch handelte, dennoch ein Schauspieler war, der für die Rolle des MANDARIN engagiert worden war, kehrt nun ins echte Leben zurück (warum und wieso verrät die Serie). Als Schauspieler kann er mit Erfahrung punkten und seinen jüngeren Kollegen anleiten. Angesichts ihrer sehr unterschiedlichen Ausgangsposition scheint es unwahrscheinlich, dass sie sich bei Castings in die Quere kommen.
Die Freundschaft ist dem Weg förderlich, die Kräfte, die sich bei SIMON WILLIAMS zeigen, sind es defintiv nicht. Warum das so ist, wird ausführlich in der Folge DOORMAN gezeigt. In der Filmindustrie werden keine SchauspielerInnen mit Kräften mehr eingestellt. Entsprechend muss ein Schauspieler oder eine Schauspielerin vertraglich bestätigen, über keine Supterkräfte zu verfügen. Aber auch von diesem Stein im Weg will sich SIMON WILLIAMS nicht aufhalten lassen. Eine schwierige Entscheidung, denn wirklich beherrschen kann er seine Kräfte nicht. Stimmungsschwankungen zu schwerwiegenden Ausbrüchen führen.
Nein, keine Bösewichte am Start, jedenfalls keine mit Superkräften, die den Neuling irgendwann herausfordern. Das ganze Konzept ist erfrischend anders und setzt die Figuren in den Vordergrund, nicht den Held, der sich mittels seiner Kräfte in irgendeiner Weise behaupten muss. Und das macht es am Ende wieder besonders. Und spannend. Denn Kräfte, die sich unwillkürlich zeigen, überraschen nicht nur den Hauptcharakter, sondern auch den Zuschauer. Alles ist möglich, alles kann passieren. Wenn sich die Geschichte auf das Casting, die Schlussrunde zum Spielfim WONDER MAN konzentriert, ist das ebenso spannend.
Sparsam eingesetzte Szenen, die Menschen mit Superkräften zeigen. Starke, stets sich steigernde Charakterentwicklungen, auch vom bereits bekannten TREVOR SLATTERY (ehemals MANDARIN). Gelungene Nebenfiguren (wie der Regisseur VON KOVAK oder JOE PANTOLIANO, als er selbst). Nimmt sich nicht ganz so bierernst, blödelt aber auch nicht rum. Eine gut ausgewogene Mischung zwischen Drama, Tragik, Komödie und eben Superheldengeschichte. Klasse! 🙂
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Donnerstag, 26. Februar 2026
Menschen mit Kräften. Nicht jeder schnappt sich einen bunten Fummel und schwingt sich danach durch Häuserschluchten und jagt das Böse in den Straßen der Stadt. Anonym zu bleiben, selbst im zivilen Look, gelingt trotzdem nicht jedem. Oder jeder. JESSICA JONES hat ihre Position als Privatdetektivin akzeptiert und lebt in gewisser Weise so vor sich hin. Ohne wirkliches Ziel und doch nicht ohne Aufsehen zu erregen. Da wird schon mal ein Auftrag beinahe vermasselt, da geht ein Video viral, das sie zeigt, wie sie einen Mann über einen Sandstrand in Mexiko schleudert. Da wird ein Typ in einer Bar abgeschleppt, nur um später festzustellen, dass dieser Typ ebenfalls Kräfte besitzt. Aber dann… jagt ihr ein Unbekannter ein Messer in die Milz. JESSICA JONES ist schwer verletzt, und ihre Selbstheilungskräfte werden auf eine harte Probe gestellt.
Vorab: Die dritte Staffel ist die beste der Serie. Hier stimmt vieles, ganz besonders das Storytelling und das Zusammenführen der einzelnen Handlungsstränge ist extrem gelungen. Aber: Um das alles so richtig genießen zu können, ist die Vorkenntnis der beiden vorangegangenen Staffeln einfach Pflicht.
Ein paar Akteure: JESSICA JONES, junge Frau mit besonderen Kräften, extrastark, Selbstheilung beschleunigt. Ihr werden Grenzen aufgezeigt. Sie könnte Stahl durchschlagen, wenn die Knochen in den Händen mitspielen würden. Arbeitet als Privatdetektivin. TRISH (PATSY) WALKER, ehemaliger Kinderstar, will eine Superheldin sein, wagt ein lebensgefährliches Experiment. Mit Erfolg: Gesteigerte Athletik, verbesserte Sehfähigkeit in der Dunkelheit. MALCOLM DUCASSE, einst von JESSICA JONES gerettet, nun als Ermittler im Dienst der Rechtsanwaltskanzlei von JERYN HOGARTH. Sieht seine einstigen Ideale zunehmend schwinden. JERYN HOGARTH, eine der besten Anwältinnen in New York, skrupellos, privat wie auch beruflich, schwer erkrankt. DOROTHY WALKER, Mutter von TRISH, extrem ergeizig, machte die Tochter zum Kinderstar PATSY. ERIK GELDEN, kann das Böse spüren, je schlimmer es in einem Menschen gärt, desto stärker sind ERIKS daraus resultierende Schmerzen; ein menschlicher Detektor für das Böse. Und zum Schluss: GREGORY SALLINGER, Serienmörder, in höchstem Maße intelligent, geleitet von einem sehr kranken Fairnessbegriff.
Alle Akteure sind auf dem Schachbrett versammelt und setzen sich in Bewegung. Neben einer stark gezeigten Detektivarbeit, einer sehr sparsam gezeigten Superheldenaktion, wird auch die Schattenseite des amerikanischen Traums beleuchtet. Wo einige Erfolg haben, bleiben andere auf der Strecke. Und selbst wer Erfolg hat, muss auf die eine oder andere Weise dafür bezahlen. Das Verhältnis von Mutter und Tochter WALKER führt zu einem zeitweiligen mehr oder minder tiefen Zerwürfnis. JERYN HOGARTH muss sich ihrer Einsamkeit stellen und den Preis für ihre lebenslange Rücksichtslosigkeit erkennen.
Morde! Richtige Morde machen JESSICA JONES zu schaffen und schließlich auch ihrer Adoptivschwester TRISH WALKER. Immer höher schaukelt sich die Anspannung auf. In der Popkultur hat sich in manchen Veröffentlichungen die These eingeschlichen, dass gute Menschen, um das Richtige zu tun, zuweilen böse handeln. Das ist eine Idee, die hier verhandelt wird. Die andere: Körperliche Macht kann oft nicht die Probleme auf die Art lösen, die von der Allgemeinheit als gerecht empfunden wird. Das alles, und noch einige Ideen mehr, werden in der dritten Staffel sehr dicht beschrieben, auch der Umstand, dass das eigene Tun, eine Form der Selbstgerechtigkeit zu einer Sucht heranwachsen kann, die keinen Kompromiss mehr zulässt.
Hier wurde keine Minute verschwendet. Ein netter Trick zeigt auch noch jene Szenen, die in einer Folge übergangen wurden und dem Zuschauer später präsentiert werden, so dass sich ein regelrechtes Puzzle zusammenfügt und sich schlagartig ein noch breiteres ausführlicheres Bild einstellt. Eine JESSICA JONES, die mit ihren eigenen Dämonen kämpft und die in TRISH WALKER entdecken kann, was aus ihr hätte werden können (und eigentlich jederzeit aus ihr werden kann).
Ein, zwei Hommage-Eindrücke konnten die Macher sich nicht verkneifen. In den Original-Comics ist TRISH (PATSY) WALKER als HELLCAT in einem knallengen gelben Dress unterwegs. Auch TRISH, auf der Suche nach einem Kostüm, probiert in einem Kostümverleih ein ebensolches Dress an und stellt für sich fest, dass dieses ein absolutes No-Go ist. Im verlauf bedroht sie einmal die Anwältin JERYN HOGARTH, gespielt vom MATRIX-Star CARRIE-ANNE MOSS. Der dort gezeigt Move erinnert doch sehr eindeutig an die (bei Fans) altbekannte MATRIX-Action.
Was noch? Spannend, extrem spannend, sofern man eine dichte Charaktererzählung gemischt mit Detektivarbeit, Krimi, Thriller, mitfühlenden Passagen und auch düstere Geschichten mag. Und natürlich Stories über Menschen mit besonderen Fähigkeiten. (Ohne Cape und Spandexklamotten.) 🙂
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Freitag, 20. Februar 2026
KILGRAVE ist tot. JESSICA JONES hat es zu Ende gebracht. Aber das Leben geht weiter. Wie immer. JESSICA muss sich mit der vollbrachten Tat arrangieren, denn wie einer es auch drehen oder wenden mag, sie hat Richter und Henker in einer Person gespielt und KILGRAVE ermordet. Wichtige Fragen wurden darüber hinaus nicht geklärt. Wie konnte KILGRAVE entstehen? Wer hat JESSICA JONES‘ Kräfte zu verantworten? Plötzlich ergeben sich neue Hinweise. Und JESSICA wird gezwungen, diesen nachzugehen, weil mehr und mehr die Familie im Spiel ist. Ihre zweite ebenso wie die erste.
Wir erinnern uns. Bei einem Autounfall verlor JESSICA JONES ihre beiden Eltern und ihren kleinen Bruder. Seit dieser Zeit wähnt sie sich für diesen Unfall verantwortlich. Sie trinkt nach wie vor über die Maßen, ist einigermaßen beziehungslos, freudlos, und unternimmt nur eben so viel, wie es braucht, um genügend Geld zu verdienen.
An diesem Punkt ihres Lebens, als das Joch von KILGRAVE nun abgeschüttelt scheint, finden Veränderungen statt. Eine treibende Kraft ist TRISH (PATSY) WALKER, die den Zustand, kräftelos zu sein, in ihrem Sinne hilflos, nicht mehr ertragen kann. Die Entstehungsgeschichte ihrer Adoptivschwester JESSICA lässt in ihr eine Idee keimen.
Entstehungsgeschichte? Wir erinnern uns an etwas anderes. Helden kommen nicht einfach so über Nacht. Sie entstehen. Die X-MEN sind KINDER DES ATOMS, sie werden infolge äußerer Einflüsse mit Kräften geboren, weil ihr Genom nach den Abwürfen der Atombomben und der freigesetzten Strahlung Anpassungen vorgenommen hat. Freundlich formuliert. Und nicht immer zum Besseren. Oder Helden entstehen durch Forschung und Experimente. Prominent hierbei natürlich STEVE ROGERS alias CAPTAIN AMERICA. Oder sie entstehen durch einen Unfall. Prominent hierbei selbstverständlich BRUCE BANNER alias HULK oder PETER PARKER alias SPIDER-MAN.
Nun also JESSICA JONES. Ohne Familie im Hintergrund war sie das perfekte Versuchsobjekt. Zwei Wochen war sie verschwunden. Anschließend waren ihre Körperkräfte enorm gesteigert, ihre Selbstheilung leistungsfähiger, schneller. Ein Wissenschaftler kommt ins Spiel. Gespielt vom ehemaligen Zylonendarsteller CALLUM KEITH RENNIE präsentiert sich ein Mann, DR. KARL MALUS, der bloß helfen will und doch Unheil anrichtet. JESSICA hat nicht um ihre Kräfte gebeten, ihre Mutter noch weniger. Jawohl, entgegen aller Erwartungen JESSICAS ist ihre Mutter noch unter den Lebenden und ihre Kräfte sind ungleich größer als die ihre Tochter. Leider hat sie ein ähnliches Wutproblem wie der HULK.
Und damit wird es zu JESSICAS Problem. Denn, wenn die eigene Mutter am Ende der Feind ist, wie soll mit dieser Situation umgegangen werden? Diese Fragestellung dreht sich etwas im Kreis und wird sehr erschöpfend erörtert, weshalb, um diesen Kreislauf zu durchbrechen, DAVID TENNANT als KILGRAVE einen Gastauftritt hat. In JESSICAS Geist sind noch einige Reste des Psychopathen abgespeichert, ein Rest-Ich, das wie ein Teufelchen auf ihrer Schulter sitzt (im übertragenen Sinne, versteht sich) und versucht, entsprechende Ratschläge und Anweisungen zu erteilen.
In der Zwischenzeit kommt TRISH WALKER ihrem Ziel näher. Dank DR. KARL MALUS. Schauen wir auf die Comics, wo TRISH (PATSY) WALKER eines Tages zur Heldin HELLCAT wird. Dies wird übernommen und so wird dem Zuschauer eine weitere Entstehungsgeschichte in der Serie gezeigt, eindringlich, aber nicht ganz im Fokus. Und sie ist auch nicht sehr nah an der Comic-Vorlage. Aber letztlich ist TRISH WALKER wichtig, weil ihre Einstellung zum Heldendasein, ihr moralischer Kompass sehr gegensätzlich zu den Richtschnüren einer JESSICA JONES sind. Hier ist eine Konfrontation vorprogrammiert.
Fazit: Interessant, spannend, aber durchaus wieder etwas zu lang (womöglich ein, zwei Folgen). Es geht kürzer, kompakter (DAREDEVIL BORN AGAIN hat es vorgemacht). Aber nach wie vor dank einer sehr feinen Charakterzeichnung wegweisend für MARVEL-Verfilmungen! 🙂
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Sonntag, 15. Februar 2026
Straßennamen. Von früher. Aus der Kindheit. Das Aufzählen der Straßennamen soll helfen, das Trauma zu bewältigen. JESSICA JONES nutzt das Therapieinstrument, aber sie hasst es. Und sie glaubt nicht wirklich an dessen Wirkung. JESSICA JONES war einer fremden Gedankenkontrolle unterworfen. Obwohl sie über gesteigerte Körperkräfte und eine deutlich schnellere Selbstheilung verfügt, war sie dem Individuum, das unter dem Namen KILGRAVE agiert, hilflos ausgesetzt. Bis zum Tag ihrer Befreiung. An den sie sich voller Schuldgefühle erinnert. Denn an diesem Tag tötete sie einen Menschen.
JESSIA JONAS wiederentdeckt! Nachdem der MARVEL-Charakter in der 2. Staffel von DAREDEVIL DORN AGAIN zurückkehrt, lohnt sich ein Blick auf diese ungewöhnliche Figur im MARVEL CINEMATIC UNIVERSE, MCU. Grantig, aggro, selbstzerstörerisch, lässt keinen an sich ran, säuft wie ein Loch, frech, arbeitet als Privatdetektivin, nennt ihre Agentur ALIAS INVESTIGATION. Ihre Fälle: Ehebruch, Treuebruch. Mal von Männern, mal von Frauen angeheuert. Das Bild von Beziehungen, das sich ihr bietet, hilft auch nicht dabei, sich selbst auf eine solche einzulassen. Einzige Freundin: Ein junge Frau, TRISH WALKER (ehemals PATSY), die sie bereits aus Mädchentagen her kennt und irgendwie ihre Schwester geworden ist.
Doch dann ist da dieser Mann: LUKE CAGE. Barkeeper. Arbeitet viel des nachts. Verwitwet. Und JESSICA JONES gar nicht so unähnlich. Verbittert. Auch nicht an einer festen Beziehung interessiert. Und mit Kräften ausgestattet. Einer unzerstörbaren Haut. Gesteigerte Körperkraft. Was LUKE CAGE nicht weiß: JESSICA JONES hat seine Frau umgebracht, als sie unter der Kontrolle von KILGRAVE stand.
Da ist Drama vorprogrammiert, vor allem, wenn der Gegenspieler auftritt: KILGRAVE. Absoluter Narzist. Egoist, gänzlich ohne jedes Gewissen. Enorm mächtig, kann jedem seinen Willen aufzwingen. Das genügt schon. Wenn so jemand darüber hinaus eine ziemlich abartige Fantasie entwickelt, entstehen Situationen, die wahrscheinlich jeden MARVEL-Fan verblüffen (und der kennt ja nun wirklich einiges).
Das Schicksal nimmt seinen Lauf, JESSICA will KILGRAVE entkommen, doch der schleicht sich wieder in ihr Leben, bis es ihm sogar gelingt, es erneut zu dominieren. Die verhinderte HELDIN bemüht sich, zusammen mit ihren Freunden (darunter fällt eigentlich auch die enorm erfolgsfixierte Rechtsanwältin JERI HOGARTH, die ihre gleichaltrige Ehefrau WENDY zugunsten eines weitaus jüngeren flotten Fegers, PAM, verlassen will), den Psychopathen in eine Falle zu locken. Was schwierig ist, bei einem Menschen, der sich mit Worten verteidigen kann. Am Ende, das lässt sich nicht anders sagen, gibt es eine paar Splattereffekte.
Die Story könnte etwas kürzer sein, vielleicht ein, zwei Folgen und trotzdem hätte alles erzählt werden können. Insgesamt aber ist die ständige Bedrohung in der ersten Staffel spürbar und sehr, sehr gut umgesetzt. Darüber hinaus ist die Besetzung verdammt gut gelungen. KRYSTEN RITTER als JESSICA JONES, grandios abweisend. DAVID TENNANT als KILGRAVE, exzellent fies. CARRIE-ANNE MOSS als JERI HOGARTH, furchtbar kühl. REBECCA DE MORNAY als DOROTHY WALKER, so was von überspannt ehrgeizig. Und noch einige mehr.
Fazit: Von einer ziemlichen Anzahl von MARVEL-Serien ist die erste Staffel von JESSICA JONES ein echtes Highlight, weil hier der Schwerpunkt auf menschlicher Entwicklung liegt. Und das braucht es als Basis für eine vernünftige Superheldenumsetzung (erst recht, da JESSICA JONES keine Superheldin sein will). Sehenswert als Drama und als MARVEL-Verfilmung! 🙂
Nachtrag: Vielleicht findet noch jemand die erste Staffel auf DVD. Ansonsten ist die ehemalige Netflix-Produktion nun bei DISNEY+ streambar.
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Dienstag, 12. August 2025
Ein Dorf im japanischen Nirgendwo. Abgelegen. Isoliert. Schwer erreichbar. Der örtliche Polizist ist erschüttert. Allein, verzweifelt, macht er sich auf den Weg zum Grundstück und Anwesen der Familie Goto, einem über die Gegend herrschenden Clan. Die Gotos betreiben ein Sägewerk und stellen somit den größten Arbeitgeber. Jedermann scheint auf die eine oder andere Weise von ihnen abhängig zu sein. Was hat den Polizisten derart aufgerüttelt, dass er mit gezogener Pistole vor dem Haupthaus der Familie erscheint und sich in wüsten Anklagen verliert?
Eine Serie über Menschenfresser. Das ist nicht einmal ein Spoiler. Der Zuschauer weiß sehr schnell (wegen des Polizisten): Hier geht etwas Furchtbares vor! Hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu! Hier ist etwas ganz und gar nicht normal! Basierend auf einer Manga-Serie ist die gleichnamige TV-Stream-Serie entstanden, in zwei Staffeln erzählt, so dramatisch wie horrormäßig und in seinen insgesamt 16 Folgen verdammt spannend von Anfang bis Ende.
Um das Szenario glaubwürdig erscheinen zu lassen, bedarf es einer entsprechenden Atmosphäre. Aus der (nach einer verstörenden Anfangssequenz) putzigen Wohlfühlatmosphäre des knuffigen Dorfes fernab jeglicher Metropolen bei der Ankunft des neuen Polizisten DAIGO AGAWA und seiner kleinen Familie (seine Frau Y?KI und seine kleine Tochter MASHIRO) entwickelt sich sehr rasch eine fühlbare Bedrohung. Zwar freundlich von den Dorfbewohnern, insbesondere vom Bürgermeister, empfangen, kippt das Bild sehr bald, als die Familie sich nicht so einfügt, wie es scheinbar von ihnen erwartet wird. Die GOTOS schütten auf ihre Art zusätzliches Öl ins Feuer.
Eines Nachts verschwindet die kleine MASHIRO aus dem Familienhaus. Ihre Mutter ist aufgelöst, hat das Mädchen doch sowieso schon mit einem Trauma zu kämpfen und spricht seither kein Wort. Der Vater, der als Polizist nicht unschuldig am Zustand seiner Tochter ist, ahnt nicht, dass jemand (oder etwas) das Mädchen bereits gefunden hat. Aber MASHIRO stellt eine Verbindung her und entgeht einem furchtbaren Schicksal (vorerst jedenfalls).
Es sind solche Szenen (oder näher auf den Inhalt einzugehen) und andere, die den sanften Grusel schüren, die mit Urängsten spielen (nämlich gefressen zu werden) und den Horror im Kopf befeuern. Neben einer sehr ausführlichen Charakterentwicklung, die den Zuschauer nah heranholt, bietet das Menschenfresserszenario auf der anderen Waagschale das Gegengewicht zum sanften Grusel. Doch damit nicht genug. Reale Gewalt bannt den Zuschauer ebenso. Die GOTOS sind nicht nur in der Wahl ihrer Mittel zimperlich, sie haben zudem vor der Staatsmacht keinen Respekt. Selbst wenn ein polizeiliches Einsatzkommando anrückt, bleiben sie unbeeindruckt und setzen sich brachial zur Wehr.
Durchbrochen wird die Handlung in der Gegenwart durch einen Rückblick in eine jahrzehntealte Vergangenheit. Nicht weniger dicht als zuvor erzählt, erfährt der Zuschauer hier, woher der Zustand des Dorfes und der Familie GOTO rührt und wie all der Hass und die Abgründe in dieser Gegend Fuß fassten. Das ist teilweise nichts für schwache Nerven (und wieder einmal darf man sich wundern, in welchen Filmen Kinder mitwirken, und in welchen Szenen, die sie sich selbst noch lange nicht allein ansehen dürfen).
Okay, es ist Horror. Nicht immer ist unter dem Label Horror auch wirklich Horror verborgen. Hier schon! Ein starkes Setting, tolle Hauptdarsteller, eine fabelhafte Erzählung, ein verdammt heftiges Monster (ja, es ist eines!) und eine Spannungsschraube, die von Episode zu Episode weiter angezogen wird. Eine echte Ausnahmehorrorserie. Wer dergleichen mag, kommt hier so was auf seine Kosten! (Abrufbar auf Disney+.) 🙂
Freitag, 21. September 2018
SHAZAM! Ein kleiner Junge wird zum Superhelden. Früh, als er erfunden wurde, hieß die Figur noch CAPTAIN MARVEL (aber eine Heldin dieses Namens hat MARVEL auch und es kann bekanntlich nur einen geben, deshalb bleibt es nun bei SHAZAM). Das Zauberwort SHAZAM setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben großer Namen: SALOMON, HERKULES, ATLAS, ZEUS, ACHILLES und MERKUR. Nun also reiht sich diese Figur, die sich durchaus mit SUPERMAN messen kann (man beachte entsprechende Crossover im DC-Universum), auch unter jene Helden ein, die den Weg auf die Kinoleinwand finden werden. ZACHARY LEVI, der Spaßvogel aus der langjährigen Agenten-Comedy CHUCK, übernimmt die Rolle des übermächtigen (erwachsenen) Helden, der eigentlich noch ein Junge ist. Das ist anfangs eine Konstellation, die ein wenig an BIG (mit TOM HANKS) erinnert. Denn von jetzt auf gleich gut zwanzig Jahre körperlicher (und geistiger) Entwicklung zu überspringen, kann durchaus irritierend sein, wie es eben TOM HANKS einst spielte (1988). Und der Humor funktioniert immer noch so gut wie damals. Nur eben mit Gauner-Verklöppen. 🙂
Link zum Trailer von SHAZAM!: https://www.youtube.com/watch?v=WQYfLJ9gv8A
Mehr Infos zu SHAZAM! hier im Comicblog: http://www.comicblog.de/2014/02/15/shazam/
MIRACULIX wird alt. Der Leser der Serie ASTERIX wusste das seit langem. Außerdem konnte er schon miterleben, was passiert, wenn der Druide des Dorfes der unbeugsamen Gallier nicht mehr seine Sinne ist (DER KAMPF DER DER HÄUPTLINGE, mein Herr!). Das Ergebnis war ein kunterbuntes Chaos, ein Römer, der das Fliegen lernte und das Geheimnis um den Zaubertrank, das hier furchtbar auf der Kippe stand, denn schließlich war MIRACULIX der einzige, der die für die Gallier so überlebenswichtige Rezeptur kannte. Hier knüpft die kommende ASTERIX-Verfilmung an: ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKS. Der Trailer ist vielversprechend. Der Film wird im Animationsstil des produzierten Vorläufers ASTERIX IM LAND DER GÖTTER gedreht. Im direkten Trailervergleich ist der neue Film gleich besser im Geiste der Serie aufgebaut, denn der Humor wird schöner eingefangen. Die Stimmung unter den versammelten Galliern, die den Kommentaren eines an der Tür lauschenden METHUSALIX zuhören, trifft perfekt den Ton vieler kleiner Szenen der Serie. 🙂
Links zu den Trailern auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=2ggsJqY9oG4 (ASTERIX IM LAND DER GÖTTER)
https://www.youtube.com/watch?v=1oZrzToGMu0 (ASTERIX UND DAS GEHEIMNIS DES ZAUBERTRANKS)
Mehr Infos zu ASTERIX IM LAND DER GÖTTER im Comicblog: http://www.comicblog.de/2015/08/18/asterix-imlanddergotter/
Dienstag, 31. Juli 2018
VENOM haben die Fans von SPIDER-MAN bereits auf der Kinoleinwand erleben dürfen (in SPIDER-MAN III, mit TOBEY MAGUIRE). Gleichzeitig wurde das Äußere des Symbionten erklärt, SPIDER-MANs Kostüm wurde geschwärzt durch das Zusammenspiel mit der außerirdischen Kreatur. Dieser Entstehungsmythos, auch aus den Comics her bekannt, wird hier im 2. TRAILER zu VENOM, aus dem Hause SONY, woher auch der neue SPIDER-MAN-Start (HOMECOMING) kommt, (noch?) nicht hergestellt. Deshalb mag die Ähnlichkeit des Kopfes noch ein Stück verwirrend sein. Die Handlung des TRAILERS ist es allerdings nicht. Mit TOM HARDY in der Hauptrolle hat man einen echten Charakterdarsteller gefunden, außerdem mit Comicfilmerfahrung (THE DARK KNIGHT RISES, als BANE). Der TRAILER macht direkt klar, wo der Hammer hängt. VENOM macht keine Kompromisse, VENOM beschützt seinen Wirt um jeden Preis und mit allen Mitteln, sofern EDDIE BROCK (TOM HARDYs menschliche Rolle) eine Art freiwilligen Pakt mit VENOM eingeht. Und nach und nach bleibt auch der letzte Rest Menschlichkeit auf der Strecke … das Ende des TRAILERS abwarten 🙂
LINK: https://www.youtube.com/watch?v=xLCn88bfW1o (2. TRAILER zu VENOM mit TOM HARDY)
Donnerstag, 21. Juni 2018
Das Spiel mit den alternativen Realitäten, verschiedenen Erden, teilen sich die beiden großen Comic-Universen. In der jüngeren Vergangenheit wurde das SPIDER-VERSE vorgestellt, das wirklich eine enorme Anzahl von SPIDER-MEN und SPIDER-WOMEN zur Rettung einer gemeinsamen Ordnung zusammenrief. Ein solches Comic-Ereignis kann selbst für langjährige MARVEL-Fans zu Verwirrungen führen. Lässt man sich aber darauf ein, wird es ein irrer Spaß.
Bekannt sind vorher bereits ein paar Variationen gewesen, etwa wie SPIDER-MAN 2099 oder der SCARLET SPIDER. Natürlich darf auch eine SPIDER-WOMAN nicht vergessen werden. Das SPIDER-VERSE mischt diese noch überschaubare Anzahl ordentlich auf.
Um aber nicht gleich den Zuschauer zu überfordern, wartet der Trailer nur mit drei Spinnenmenschen auf. Dem originalen SPIDER-MAN (PETER PARKER, die freundliche Spinne von nebenan), MILES MORALES (dem SPIDER-MAN des erloschenen ULTIMATIVEN UNIVERSUMS) und GWEN STACY (alias SPIDER-GWEN, aus einer Parallelwelt, in der das Mädchen von der Spinne gebissen wurde und PETER PARKER als Gegner sogar verstarb).
Die Optik des Trailers, angesiedelt zwischen Comic, Computerspiel und Animation ist flott, mit ausgezeichneter Kameraführung. Ein wenig erinnert das Aussehen an eine MARVEL-Serie jüngeren Datums: IRON MAN – DIE ZUKUNFT BEGINNT. Auch hier der räumliche Effekt computergestützter Animation genutzt. Im neuen Trailer für das SPIDER-VERSE, mit dem sich die Macher erfreulicherweise auf die Kinoleinwand wagen, verhält es sich ähnlich, ist nur deutlich opulenter.
Kinostart ist am 20. Dezember 2018, pünktlich zu Weihnachten. Wäre schön, wenn sich die Produktion lohnt und weitere Filme dieser Art das MARVEL-Universum bereichern. 🙂
LINKS:
SPIDER-MAN: INTO THE SPIDERVERSE
(Der original englische Trailer ist etwas länger.)
SPIDER-MAN: A NEW UNIVERSE
(Die deutsche Trailerfassung mit für den Markt angepasstem Titel.)