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Comic Blog


Montag, 05. Dezember 2011

Luc Orient Gesamtausgabe 4

Filed under: SciFi — Michael um 13:42

Luc Orient Gesamtausgabe 4Die Jabrakk durchkreuzt das All. Innerhalb des Sternenschiffes herrschen eigene Gesetze. Die Zeit verläuft anders. Für die Besatzung, darunter auch einige Menschen, ist der gigantische durchs All jagende Komplex wie ein Kokon. Leider haben sich die Dartz, jene humanoiden Raumfahrer aus einer weit entfernten Galaxis, allzu sehr auf ihre Computer verlassen. Eines Tages macht Professor Kala, der zusammen mit seinen Assistenten Luc Orient und Lora Jordan an Bord ist, die fürchterliche Entdeckung, dass sich die Wasservorräte dem Ende zuneigen. Neu produzierte Getränke entpuppen sich als pures Gift. Die Maschinen wehren sich gegen ihre Programmierer. Eine Ursache ist nicht erkennbar.

Damit das Problem zunächst umgangen werden kann, suchen die Raumfahrer fieberhaft nach einer Zwischenstation im All, wo sie gewissermaßen auftanken können. Doch das ist leichter gesagt, als getan, denn obwohl das Weltall eine unvorstellbare Weite besitzt, ist der Fund von Wasser doch nicht leicht. Der nächstgelegene Planet, der Abhilfe schaffen könnte, besitzt eine absolut lebensfeindliche Atmosphäre. Schlimmer noch: Die gewaltigen Stürme, die auf ihm toben, könnten auch die Jabrakk zerstören.

Zurück ins All mit neuen Freunden: Freunde? Kala, Orient und den anderen wird schnell bewusst, dass sie immer noch Gäste sind. Die Dartz haben das Sagen und verschleiern diesen Aspekt der Zusammenarbeit keineswegs. Mit über drei Millionen Dartz an Bord besteht allerdings auch kein Zweifel, wie die Gewichtung auf der Jabrakk aussieht. Die anderen menschlichen Begleiter, aus ihrer Zeit entführt, zwei Franzosen aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie zwei römische Legionäre, sehen in der Reise ein großes Abenteuer. Eine Rückkehr gibt es für sie nicht. In der Folge stellen sie sich jedoch als nicht unwichtige Begleiter heraus.

Ziel Terango: Zurück zu den Wurzeln. Obwohl sich mittlerweile andere, erdgebundene Abenteuer um Luc Orient abgespielt haben, konnten die beiden Comic-Macher Greg (Autor) und Eddy Paape (Zeichner und durchaus Mitautor) nicht ganz von den Wurzeln der Serie, dem Ort, wo sich das große Abenteuer herausbildete, lassen. Der Planet Terango, wo unter menschlicher Mithilfe ein Diktator besiegt worden war, soll eine Heimat für einen Neuanfang der Dartz werden.

Als die Frauen noch Schwänze hatten: Mag es jener Trash-Klassiker mit Senta Berger gewesen sein, der Eddy Paape zur Gestaltung der Amazonen inspirierte, die sich auf dem Titelbild des vierten Bandes der Gesamtausgabe befinden? Das kann nicht beantwortet werden. Zeitlich würde es hinkommen. Darüber hinaus allerdings hat die Handlung nichts jenem Film gemein. Vielmehr tobt sich Paape auf Terango aus und gestaltet einen neuen Teil jener wundersamen Welt. In seiner geradlinigen und einfallsreichen Art zu zeichnen könnte er sich nahtlos in die moderne Comic-Veröffentlichungen einreihen, obwohl die vorliegenden Arbeiten teilweise über 30 Jahre zurückliegen.

Ein alter Feind ermöglicht den Brückenschlag: Julius Argos, eine Art kriminelles Genie, entpuppt sich ausgerechnet als derjenige, der zur Rettung der Menschen beitragen könnte. In jedem Band ist es immer wieder faszinierend, wie Greg und Paape Haken schlagen und ihre Geschichten erzählen. Nichts ist unmöglich, ließe sich sagen vor den Eindrücken dieser bunten, prallen Science-Fiction-Opera, die nicht mit Einfällen geizt, sondern auch von Geschichte zu Geschichte zu überraschen versteht. So kann es sogar vorkommen, dass die Guten auch zu Bösen werden.

Erzählen mit Freude an den Charakteren, am Genre und am Medium: Das war Greg einerseits und das leistete Eddy Paape mit Luc Orient optisch. Ein pralles Lesevergnügen mit neuen außerirdischen Freunden, den Dartz, spannend und unterhaltsam von Anfang bis Ende. 🙂

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