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Comic Blog


Freitag, 01. August 2008

Star Wars 69

Filed under: SciFi — Michael um 18:39

Star Wars 69Auf dem Planeten Mimban versucht Lord Haka zu retten, was noch zu retten ist. Aber er hat nicht mit dem energischen Vorgehen vom Bomo Greenbark gerechnet, der sich in einem Zustand wähnt, in dem er glaubt, nichts mehr zu verlieren zu haben. Für die Befreiung seiner Freunde will Bomo, falls nötig, in den Tod gehen. Andernorts sind die Vorbereitungen zum Kampf längst gediehen. Lumbra und seine Piraten sehen sich gezwungen, aus allen Rohren zu feuern. Die Angst vor einem Jedi, einem einzelnen Jedi, ist bei den Männern zu tief verwurzelt. Keiner will ein Risiko eingehen.

Die Dark Times nähern sich ihrem Ende. Mick Harrison, Autor der ersten Handlungslinie, die hier ihren Abschluss findet, hat zwei sehr unterschiedliche agierende Gruppen geschaffen. Beide sind sie im offiziellen Star Wars-Universum, dem der Filme, No-Names. Die erste Gruppe um Bomo Greenbark, allesamt Flüchtlinge, ehemals auch mit einem Jedi in der Gruppe, hat ihre erste große Prüfung hinter sich gebracht, ohne einen der legendären Krieger an der Spitze zu haben. Das Ergebnis war furchtbar, hat die Gruppe aber auch sehr zusammengeschmiedet, stärker, als es vorher schon der Fall war. Bomo, einer der kleinsten, den es zudem noch am härtesten getroffen hat, stand kurz davor, sich für seine Freunde aufzuopfern.

Dave Ross zeichnet exakt, mit größtmöglichem Realismus – sofern man das bei der Darstellung extraterrestrischer Lebewesen behaupten kann – und bei den heldenhaften fremdartigen Lebewesen gelingt ihm der Kniff, sie sympathisch aussehen zu lassen. Im Gegenzug wirken die Bösen martialisch, aber äußerlich auch faszinierend. Lumbra, der Anführer der Piraten, mag trotz der Stirnhörner an einen Verwandten von Worf erinnern – den Star Trek Fans aus dem Spiegel-Universum auch als Bösewicht kennengelernt haben.

Das Finale um Bomo hat alles, was in dieser Handlungslinie zu erwarten war. Autor Harrison hat ein wenig zu viel angekündigt, was er auch einhält. In der Handlungslinie um den Jedi-Meister K’kruhk hat er diesen Fehler nicht begangen. Der Leser weiß, dass der Meister den Versuch unternehmen … Nein, ein Versuchen gibt es ja nicht! Dass der Meister die Jünglinge befreien wird, aber der Leser weiß nicht wie. Die angewendete Technik des Angriffs ist tatsächlich innovativ und höchst spannend.
So hinterlässt Mick Harrison dem nachfolgenden Autoren Jeremy Barlow der neuen Rebellion-Geschichte ein schweres Erbe.

Es gibt ein (lang erwartetes) Wiedersehen mit Luke Skywalker und Leia. Der Nebencharakter Deena, eine Rebellin, die als Spionin in einem gefährlichen Einsatz dabei war, wird in den Vordergrund gespielt. Was geschieht, wenn ein Mensch sieht, dass er nicht der Held ist, der er, in diesem Falle sie, gerne wäre? Die Geschichte zeigt auf, dass man zwar Entscheidungen fällen, sein Leben in gewisse Bahnen lenken kann, aber dass doch das Leben selbst bestimmt, was mit einem geschieht. Und so landet Deena trotz ihrer Skepsis und Selbstverachtung wieder im Einsatz.

Viel technischer, kühler, aber keineswegs schlechter zeichnet Colin Wilson den neuen Episodenstart und erinnert mit diesem Zeichenstil ein wenig an den Klassiker Das dunkle Imperium mit den Bildern von Cam Kennedy. Einzig findet sich hier die rigorose, sehr versierte und stimmungsvolle Computer-Kolorierung von Will Glass, die die Ähnlichkeit der Zeichentechniken ein wenig verschleiert.

Ein gutes Finale, ein noch besserer Neustart mit alten Bekannten. Als Star Wars Fan kommt man halt nicht aus seiner Haut und freut sich über jeden Auftritt der originalen Helden der ersten Stunde. 🙂

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