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Comic Blog


Freitag, 01. August 2008

Star Wars 68

Filed under: SciFi — Michael um 17:25

Star Wars 68Die Landung auf Mimban hat Bomo Greenbark und seinen Freunden kein Glück gebracht. Vielleicht hätte Bomo den Mund halten sollen, als er sagte, er und seine Freunde würden ganz bestimmte Koordinaten mit ins Grab nehmen. Denn leider gibt es immer wieder Verbrecher, die solche Versprechen auf die Probe stellen wollen.

Verschiedene Zeichner geben dieser Episode von Dark Times ihr Gesicht. Obwohl der Vorspann nur zwei Zeichner verrät, nämlich Dave Ross und Lui Antonio, sieht es nach drei oder vier unterschiedlichen Künstlern aus. Die Auftaktseiten sind relativ einfach gestaltet. Die Figuren, die gesamte Gestaltung beschränkt sich auf Outlines. Hier wurde voll und ganz dem Koloristen Alex Wald vertraut. Sanfte, fast pastellartig zu nennende Farbklänge tauchen die Bilder in ein sehr buntes Licht, das in seiner Heiterkeit der gewalttätigen Handlung sehr entgegensteht.

Im weiteren Verlauf werden die Zeichnungen aufwändiger, besonders nach dem Handlungsortwechsel, wenn der Leser Lumbra und seinen Piraten zu einem fernen Planeten folgt, auf dem ausgerechnet ein Jedi-Meister und eine Handvoll Jünglinge eine letzte Zuflucht vor dem neuen Imperium gefunden haben.
Die Handlung erfordert aber auch diesen Aufwand. Schiffstechnik, Explosionen und eine spätere ländliche Umgebung machen viel mehr Details für eine gelunge Darstellung notwendig.

Nach Bomo Greenbark dürfte Meister K’kruhk ein noch ausgefallener Charakter sein. Dem Gesicht, ausnahmsweise schwer vergleichbar mit einem irdischen Vorbild, entspringen aus dem Unterkiefer zwei mächtige Hauer. Eine Art Rastafrisur bedeckt den Schädel, ein Kinnbart schmückt den Rest des Gesichts, dessen breite Wangenknochen und die langen vertikalen Nüstern besonders markant sind. Weitere andersartige Merkmale dieses Meisters sind drei Finger an den Händen und jeweils zwei krallenartige Zehen an den Füßen. Hier wurde eine Kreatur gestaltet, die im Wald zu Hause ist und gewisse indianische Verhaltensweisen aufweist.

Mick Harrison bereitet nach dem Überfall auf die Flüchtigen das Finale vor. Wie in einem Western rotten sich Meister und Schülerin zusammen und gehen getrennte Wege, um anschließend zusammen zuschlagen zu können. Doch bis es soweit ist, muss der Leser sich noch etwas gedulden.
Im anderen Handlungsstrang geht es deutlich stärker zur Sache. Bomo ist mit weitaus weniger Gleichmut behaftet als der Jedimeister. Neben Fäusten, Krallen und Messern kommen auch Blaster zum Einsatz. Sogar die eher zurückhaltende Crys muss ihre Feuerprobe absolvieren, um das Leben von Bomo zu retten.

Bei aller Dramatik fehlt auch nicht der Humor – obwohl dieser bisweilen etwas pechschwarz ausfällt. Eine Kreatur, die erst einmal begreifen muss, dass der Blasterschuss, der sie gerade in den Kopf getroffen hat, tödlich ist, kann eine gewisse Komik dank der zeichnerischen Darstellung nicht leugnen. Ein letztes Mal wird der Kopf gewendet, die Augen, gleich vier an der Zahl, blicken schließlich ungläubig und der Handlanger von Lord Haka kippt endlich um. – Harrison bedient sich hier einer Szene, die in so manchen Filmen gerne einmal benutzt wird, damit dem Szenario ein wenig die Schärfe genommen wird.

Fein gezeichnet – etwas anderes kommt seit Jahren im Hause Lucas und Darkhorse nicht in Frage – spannend erzählt. Die Handlungslinie Parallelen nähert sich dem Ende. Mick Harrison bereitet einen großen Knall vor. 🙂

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