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Comic Blog


Donnerstag, 31. Juli 2008

Zombiepowder 1

Filed under: Mystery — Michael um 17:34

Zombiepowder 1Mujata Kringo, ein kleiner Bandenchef, möchte gerne diesen Gamma Akutabi zur Strecke bringen. Aber der ist wie vom Erdboden verschluckt. Als sich Kringo den kleinen Elwood vornimmt, um den Aufenthaltsort des großen weißhaarigen Mannes mit dem schwarzen Arm herauszufinden, bricht jemand die Vordertür entzwei. Akutabi ist da. Kringo ist nicht der einzige, der sich ein Kopfgeld einstreichen möchte. Auch Akutabi verdient sich so seinen Lebensunterhalt. Zwar ist das Kopfgeld von Kringo noch lange nicht so hoch wie sein eigenes, aber man nimmt, was man kriegen kann.

Die Figur Gamma Akutabi ist sicherlich nicht nur sehr geheimnisvoll, sondern zeichnet sich auch durch außerordentliche Macht aus – die man ihr keineswegs ansieht. So ist, auch für den Leser, jede Begegnung mit Feinden stets eine Überraschung. Die Handhabung des Schwerts, eine äußerst stylische Version einer Kettensäge, und die damit verbundene Geschwindigkeit der Handlung reißen den Leser regelrecht mit. Tite Kubo weiß, wie Rasanz zu Papier gebracht und Schnelligkeit imitiert wird.

Tite Kubo, Autor und Zeichner in Personalunion, zitiert sich auf dem Cover gleich selbst. Wer Zombiepowder 1 mit Bleach 24 vergleicht, wird hier Ähnlichkeiten feststellen. Schlimm ist das keineswegs. Die auf den Betrachter geöffnete Hand erregt Aufmerksamkeit, zu Recht, denn Gamma Akutabi besitzt das Flair des einsamen Helden und zugleich edlen Schurken, wie er in Western und Eastern so beliebt ist. Auf der Jagd nach den Ringen der Toten wird er selber gejagt und verdient sich doch so ganz nebenbei sein Geld als Kopfgeldjäger. Akutabi ist cool, eher leise als laut, zielstrebig, ein wenig knurrig, raue Schale, weicher Kern, sportlich und sehr agil.

Ein solcher Held kann den Leser fesseln. Tite Kubo wählte den Weg, Akutabi einen Sidekick zur Seite zu stellen. Elwood ist nur ein kleiner Junge, der aus der Notwendigkeit, seiner Schwester helfen zu wollen, auf die schiefe Bahn geraten ist. Ausgerechnet ein Taschendiebstahl macht die beiden miteinander bekannt. Leider ist Elwood als Dieb bei weitem nicht so versiert, wie es Akutabi mit seinen Fertigkeiten ist. Aus einem Treffen wird Schicksal. Elwoods Schwester wird getötet. Der Junge sieht nur eine Chance. Das legendäre Zombiepowder muss helfen. Es kann Menschen das ewige Leben bescheren, aber es kann auch Tote zum Leben erwecken. Notgedrungen reist er mit Akutabi weiter. So wird aus der Geschichte, die wie ein moderner Western beginnt, kurz darauf ein Roadmovie – aber wenn man genau hinschaut, beinhalten viele Western und Eastern genau diese Elemente.

Das Schöne ist, dass es ein Ziel gibt, aber auf dem Weg dorthin alles passieren kann. Finstere und lustige Charaktere, solche wie C.T. Smith und Lord Calder, sorgen für Spannung, aber auch für viele mysteriöse Momente in dieser effekt- und actionreichen Handlung.
Tite Kubo, der durch seine spätere Serie Bleach bekannt wurde, startete mit Zombiepowder seine künstlerische Karriere. Bei der Betrachtung der Grafiken, die alle gängigen Manga-Tricks einsetzen, aber selber auch eine eigene Bildsprache entwickeln, ist der Erfolg nicht verwunderlich.

Das Design von Gamma Akutabi ist fremdartig, aber nicht so vollkommen gestylt, dass eine Identifizierung nicht mehr möglich ist. Wie gut Tite Kubo sich auf das Entwerfen von Charakteren versteht, zeigen Skizzen zwischen den einzelnen Episoden, die die Charaktere noch einmal vorstellen. Hier zeigt sich auch mehr Tites Talent, der sich in den eigentlichen Zeichnungen zurücknehmen muss und nicht mit der gesamten Bandbreite seines Könnens aufwarten kann, da mehr Details die Geschwindigkeit aus der Handlung nehmen würden.

Das Gezeigte genügt allerdings, um sich blendend in dieser Welt zu unterhalten, in der die Waffen schnell gezogen sind und es nur so kracht. Sympathische Charaktere, Fantasy, etwas Mystery machen den ersten Band von Zombiepowder zu einen guten Serienauftakt. 🙂

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