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Comic Blog


Samstag, 12. Juli 2008

Fathom - Kiani 4

Abgelegt unter: SciFi — Michael um 11:27

Fathom - Kiani 4Eine Explosion im Orbit der Erde hat Auswirkungen auf den tiefsten Grund des Ozeans. – Aber das konnte damals niemand ahnen. Für andere hingegen bedeutet gerade jene Kraft, die aus der Erdumlaufbahn in das Wasser fiel, den Beginn allen Heils. Eine Waffe konnte erschaffen werden, die Waffe der Erlöserin.
Kiani, die sich nun im Besitz dieser Waffe befindet, ist erstaunt und fasziniert zugleich. Die Waffe ist ein außergewöhnliches Werkzeug. Eine unbekannte Substanz erhält ihre Energieklingen. Während Kiani noch rätselt, braut sich vor den Toren von Aescylot ein Krieg zusammen.

In einem Wechselspiel aus Rückblicken und gegenwärtigen Ereignissen wird das Puzzle kurz vor dem Finale zusammengesetzt. Völker, gefangen zwischen ihren eigenen Mythen, dem was sie glauben und demjenigen, dem sie folgen möchten, streben auf die unvermeidliche Konfrontation zu. Andersdenkende werden, ähnlich wie im alten Rom im Senat, vernichtet, zunächst verbal und falls das nichts nützt, auch radikal und für immer.

Der Konsul von Aescylot nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Er ist mehr als nur ein Politiker, er ist außerdem noch Wissenschaftler und eine Art Priester, ein Beseelter, ein Erleuchteter – und wer die phantastischen Bilder sieht, auf denen er die Herstellungsprozedur jenes besonderen Schwerts überwacht, kann dies sogar wörtlich nehmen.

Vince Hernandez stellt mit diesem Mehrteiler um Kiani der Verblendung der Menschen die Verblendung eines unterseeischen Volkes gegenüber. Derjenige, Killian, der seinen eigenen Weg zur Bekämpfung der Menschen suchte, wird nun zu einer Geisel, einer Opfergabe der Unterseeischen und begünstigt allein durch seine Existenz einen neuen Krieg. Dahinter steht Kiani, die sich eigentlich gerecht wähnt und doch selber viel Schuld auf sich geladen hat, dies aber nur ungern wahrhaben will.
Die Handlung und ihre Charaktere verfügen über viele Grauschattierungen, ein reines Schwarzweiß, also eine wenig durchdachte Handlung und flache Charaktere wird man hier als SciFi-Fan vergeblich suchen. Allenfalls ließe sich der leise Vorwurf erheben, dass fast schon zuviel Handlung und Hintergrundinformation in die Seiten hineingepresst wurde.

Entgegen der erwähnten kriegerischen Auseinandersetzung ist dieser Abschnitt des Fünfteilers etwas ruhiger, die Ruhe vor dem Sturm, denn die vielfältigen Enthüllungen heizen die Wut der Protagonisten an. In weiterhin tollen Bildern des relativ jungen Zeichners Marcus To und des übrigen Kreativ-Teams, bei dem auch die Tuscher Don Ho und Sal Regla besonders erwähnt werden müssen, da sie bei den Massenszenen besonders viel zu tun haben und nach wie vor sehr eine sehr fein gezeichnete Arbeit abliefern, die mit dazu beiträgt, die Bilder zerbrechlich aussehen zu lassen.

Der Endspurt kann beginnen. Eine wichtige Figur des Fathom-Universums, Killian, steht kurz vor seiner Rückkehr. Vince Hernandez lässt sich hier noch einmal Zeit, um alle Fronten zu klären. :-)

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Donnerstag, 06. Dezember 2007

Fathom Neue Serie 13

Abgelegt unter: SciFi — Michael um 0:55

Fathom - Neue Serie 13Killian ist tot. So lange schon. Und doch reicht der Schatten seines Todes bis in die Gegenwart. Immer noch wird um ihn getrauert. Immer noch sind nicht alle Geheimnisse um Killian gelüftet.
Kiani hat andere Probleme. Sie steckt mitten in der Schlacht und braucht all ihr Geschick, um die angreifenden Jagdgeschwader außer Gefecht zu setzen. Bald schon ist sie nicht mehr allein. Aspen, ihr Bruder und auch Cannon Hawke sind zurück, um den bedrohten Unterwassersiedlungen beizustehen.

Kiani beobachtet die Kämpfenden. Die Kampfstile sind sehr unterschiedlich. Aspen setzt ihre Kräfte etwas verhalten ein, Cannon ist wie immer Cannon. Aber der Fremde, der, der aussieht, als würde er aus Wasser bestehen, der macht Kiani neugierig. Der Fremde scheint nicht über besondere Fähigkeiten zu verfügen und setzt eine gewöhnliche Waffe ein, diese jedoch mit äußerster Effektivität. Kiani lässt sich dazu herab, dem Fremden zu helfen und in die richtige Schussposition zu bringen.

Der Kampf geht weiter, Mann gegen Mann, ein jeder mit der jeweiligen Waffe seiner Zivilisation. Die unterseeischen Bewohner wehren sich massiv und ehrenvoll, aber schließlich kommen wieder Massenvernichtungswaffen zum Einsatz.

Mit dem 13. Band der neuen Fathom-Reihe gipfelt die Feindschaft der beiden Völker, Menschen wie auch Unterseeische, in einer furchtbaren Schlacht. Die Feindschaft, so scheint es, kann nicht beseitigt werden. Von Diplomatie ist meilenweit keine Spur mehr.
Dieser Kampf, der sich über die gesamten Länge der vorliegenden Ausgabe zieht, ist schnell, mit vielen Special Effects und sehr schönen Perspektiven in Szene gesetzt.

Wer zum ersten Mal umblättert, schaut sogleich Kiani frontal in die Augen. In ihren ausgestreckten Händen formen sich wässrige Blasen, wirken ihre Kräfte und formen einen Energieball. Im Gegensatz dazu dürfen wir aus der Entfernung beobachten, wir diese Energie ihre Arbeit verrichtet. Ihre Schlagkraft ist grausam und lehrt den Feind das Fürchten. Wo rohe Kräfte durch eine besondere Macht entstehen, schlagen die Menschen mit ihren Kampfmaschinen zurück. Blaue Strahlen aus der Tiefe treffen auf gelbe Strahlen aus der Höhe. Beide Vernichtungswellen stehen sich in nichts nach.

J.T. Krul und Fathom-Erfinder Michael Turner erzählen ihre Geschichte mehr aus dem Off, dem Hintergrund. Natürlich stammt auch die vordergründige Schlacht von ihnen. Aber die Handlung zwischen den Zeilen, neben der Optik, ist noch ein wenig wichtiger. Beide Handlungen, die innerlichen Selbsterkenntnisse der auftretenden Personen, wie auch ihre ausgeführten Handlungen stehen in einem guten Gegensatz zueinander. Sehr schön erzählen die beiden Autoren, wie die Gedanken der Helden abschweifen – fast wie eine instinktive, gedankliche Flucht, einem Fluchtgedanken, dem sie nicht nachgeben dürfen.

Koi Turnbull steht mit seinen Fähigkeiten außer Frage, ebenso wie Inker Sal Regla, der die zerbrechlich anmutenden Zeichnungen Turnbulls mit Tusche bannt. Die Hauptarbeit dürfte jedoch (wieder einmal) bei Paul Mounts liegen. Feine Farbkontraste, grelle Explosionen, glänzende Technik, organische Oberflächen, schwarze Kampfanzüge, rote Einsatzbeleuchtung auf der Brücke und tiefblauer Ozean – daraus setzt Mounts (wieder einmal) eine fantastische Umgebung zusammen.

So könnte ein James Cameron Fathom optisch umsetzen und nicht anders könnte man es sich wünschen. Tolle Science Fiction-Abenteuer unter Wasser. Michael Turner hat den Mann aus Atlantis ins nächste Jahrtausend gebracht. :-)

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Freitag, 30. November 2007

The Darkness: Level 3

Abgelegt unter: Mystery — Michael um 17:41

The Darkness: Level 3Jenny ist tot. Jackie, der so oft schon mit dem Tod zu tun hatte, kann es immer noch kaum fassen, dass der einzige Mensch, der ihm etwas bedeutete, nun tot ist. Butcher bestätigt ihm, was Jackie schon lange weiß: Im Krieg zwischen Gangstern sind Zivilisten tabu.
Dieses merkwürdige Ethos hat leider den Tod von Jenny nicht verhindern können, denn Onkel Paulie war kein Gangster der alten Schule. Der Gangsterboss wiegt sich in Sicherheit, weil er glaubt, dass Jackie Selbstmord begangen hat – in gewissem Sinne mag das sogar stimmen, sieht man einmal davon ab, dass Jackie aus dem Totenreich zurückgekehrt ist. Wer eine Einheit mit der Darkness bildet, stirbt nicht so leicht einen normalen Tod.

Als sich Paulie in einem Bordell zu entspannen versucht, schlägt Jackie zu. Aus der Dunkelheit heraus, seinem Lebenselixier, verschafft er sich Zugang und räumt unter den Lakaien seines Onkels auf. Doch Paulie hat schon wieder Glück. Zum Ausgleich nimmt Jackie die Drogenküche in den Hinterräumen hoch und fügt dem Gangsterboss so eine üble Schlappe zu.
Wenig später wird Jackie eine neue Falle gestellt, in die er ohne zu zögern hineintappt. Er wähnt sich unbesiegbar, dank der Darkness, aber der Feind hat dazu gelernt.

Der Krieg zwischen Mafiosi und der Macht der Darkness geht weiter. Der Rachefeldzug von Jackie Estacado geht in die dritte neue Runde. Die Neuerzählung um den Killer mit den höllischen Fähigkeiten, einem Teil einer Dreifaltigkeit aus Licht und Schatten, macht es Jackie Estacado nicht einfach. Zwar hat der Killer seine Fähigkeiten erkannt, aber er benutzt sie auch leichtfertig und verlässt sich inzwischen sehr auf sie. Nachdem er festgestellt hat, dass auch der Tod ihm nichts anhaben kann, ist aus ihm ein regelrechtes Einmann-Kamikaze-Kommando geworden.

Zeichner Eric Basaldua zelebriert diese Einsätze geradezu. All die winzigen Krallen, die dünnen Stacheln und Dornen, die wie lebendig gewordener Stacheldraht wirken, sind nur ein Teil des Panzers der Darkness und ihrer Bewaffnung. Die Darklings, ähnlich bestückt wie ihr Herr und Meister, haben ebenfalls ihre 15 Minuten - den haben sie eigentlich immer auf die eine oder andere Weise. Hier stellt sich einer der Darklings in den Vordergrund, weil er auf eine der Tänzerinnen scharf ist. Was sich dahinter genau verbirgt, wird dank Jackies Einschreiten niemals enthüllt werden – zum Glück für die Tänzerin. Die Brutalität hingegen, mit der die Darklings gegen die Gangster vorgehen, lässt keinerlei optischen Zweifel. Dies, wie auch die Vorgehensweise der Gangster ist nichts für zarte Gemüter. Wer im Kino schon entsprechende Filme meidet, sollte auch hier die Finger davon lassen.

Ansonsten kann man immer noch voll des Lobes über den zeichnerischen Aufwand dieser Mini-Serie sein. Zwischen der Cover-Gestaltung und den Innenseiten gibt es keinerlei Unterschied. Das Team mit den Inkern Rick Basaldua und Sal Regla sowie dem Koloristen Rob Schwager macht aus dieser Ausgabe einen mörderisch guten Hit – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie es sich gehört, haben die Autoren Paul Jenkins und David Wohl Gangster geschaffen, die in jeder Situation cool bleiben. (Sieht man einmal von Onkel Paulie ab.) Eine Bluttat wird mit einem Lächeln abgetan, eigene Schmerzen werden mit einem lockeren Spruch gemildert. Das sind ganze Männer, die sich keine Schwächen erlauben. Die Coolness mildert die Brutalität ab, die dadurch den schwarzen Humor eines Tarantino-Films bekommt und so erträglich wird. – Sicherlich nicht für jedermann, wie bereits erwähnt. Wer mit Tarantino nichts anfangen kann, ist auch hier falsch.
Fans von Gangster/Slasher-Geschichten mit einer ordentlichen Portion Horror hingegen liegen mit der Darkness-Level-Serie genau richtig.

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Freitag, 14. September 2007

The Darkness: Level 2

Abgelegt unter: Mystery — Michael um 18:16

The Darkness - Level 2Der Krieg tobt mit ungebrochener Härte. Die Soldaten sind erschöpft und am Ende ihrer Kräfte. Stetig kommt von der Befehlsstelle die Anweisung zum Vorrücken. Inmitten dieses Wütens erinnert sich ein Soldat an die Heimat, an die Liebe, die er zurücklassen musste.
Charles hat seinen Brief an die Heimat gerade beendet, als bereits der nächste Befehl eintrifft. Die Kompanie soll sofort aufbrechen. Das Ziel lautet Reims, doch das ist 30 Kilometer entfernt. Die Aufgabe scheint kaum lösbar angesichts ihres Zustandes.

Charles hat seinen Brief an die Heimat gerade beendet, als bereits der nächste Befehl eintrifft. Die Kompanie soll sofort aufbrechen. Das Ziel lautet Reims, doch das ist 30 Kilometer entfernt. Die Aufgabe scheint kaum lösbar angesichts ihres Zustandes.

Nanu?!

Charles erlebt ein Dé-Jà-Vu. Der Befehl, das Verlassen des Schützengrabens, das Vorrücken der Truppe, all das kommt ihm plötzlich allzu bekannt vor. Genau in diesem Augenblick schlägt das Schicksal zu. An den Angriff, der folgt, kann er sich bereits erinnern. Die Explosion vernichtet seine Kameraden auf einen Schlag. Und plötzlich hat er wieder diese Begegnung, die ihn schon zuvor im Mark erschütterte.

Doch das Blatt wendet sich. Aus den Rauchschwaden tritt ein mannshoher Schatten hervor, der das Monster, das Charles’ Leben beenden will, erschießt. Der langhaarige Mann ist alles andere als militärisch gekleidet und gehört auch keiner der kämpfenden Einheiten an. Außerdem ist seine Waffe ziemlichungewöhnlich – abgesehen davon scheint er die Waffen, die er benötigt, irgendwie erschaffen zu können.
Was geht hier vor?

Die Odyssee von Jackie Estacado findet in The Darkness – Level 2 ihre Fortsetzung. Ist das die Hölle, in die die Autoren Paul Jenkins und David Wohl ihn hier geschickt haben? Der Eindruck mag sich dem Leser aufdrängen. Umso spannender ist die Tatsache, dass Jackie diese Frage nicht klären kann.

Fest steht, dass es sich um keinen der Weltkriege handelt, nicht einmal um einen zukünftigen Krieg, denn der Feind ist monströs und verfügt über schweres Kriegsgerät, welches so noch nicht in Erscheinung getreten ist.
In Charles findet Jackie einen Weggefährten. Charles weiß sowieso nicht, wohin er soll, nachdem seine Kameraden aufgerieben worden sind. Also kann er auch an der Seite des merkwürdigen Fremden bleiben.
Jenkins und Wohl beschreiben eine Welt, die als Hölle angesehen werden könnte. Eine ständige Wiederholung von Sterben und Tod? So könnte die Hölle aussehen. Und wie es scheint, hält die Hölle für jeden einzelnen Gast die ganz persönliche Hölle parat. Für Charles ist es der Krieg.

Aber was ist es für Jackie Estacado?
Jenkins und Wohl haben für die Darkness, die dem Italo-Killer innewohnt, ein Erziehungsprogramm geschaffen. Als alle Waffen versagen, erschafft Jackie seine ganz eigene Kompanie von Darklings, die sich auf den Feind stürzen.

Dank der versierten Technik von Zeichner Tyler Kirkham ist der Comic dieser bekannten Horror-Comic-Figur auf einem gewohnt hohen Niveau. Das liegt nicht zuletzt auch an der guten Tuscheführung von Sal Regla und dem kolorierenden Studio F.
Braune Erdtöne, olivgrüne Uniformen, grellgelbe Explosionen, stahlblaue Darklings und schmutzigbeige Feindmonster bestimmen das Farbspiel der vorliegenden zweiten Episode der Level-Reihe der Darkness, die das Thema auf andere Weise anpackt und einen Estacado in unbekanntem Umfeld zeigt.

Die Ideen sprechen für sich. Das ist die Darkness einmal anders, gruselig, überraschend, ein Horrorspaß, mit Rätseln und Geheimnissen, zu kurz zwar, aber dennoch mit guten unvorhersehbaren Wendungen versehen. Gut. :-)

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Samstag, 24. Februar 2007

Fathom Neue Serie 10

Abgelegt unter: SciFi — Michael um 23:17

Fathom Neue Serie 10Aspen Matthews wehrt sich. Sie will es nicht zulassen, dass ihr Freund und ihr Vater wegen ihr leiden müssen. Am Staudamm kommt es zu einem Showdown, den die Soldaten so noch nicht erlebt haben.
Ihre Wehrhaftigkeit ist beeindruckend. Mit ihren Fähigkeiten, das Wasser zu beeinflussen kann sie den Angreifern mit ihren automatischen Waffen erfolgreich und optisch überaus großartig Paroli bieten. Aspen tanzt auf den Wasserfontänen herum und spielt mit den Wellen, als hätte sie etwas anderes gemacht.

In Muria hat Siphon andere Probleme. Um frischen Wind in die Politik der Stadt zu bringen, wurde er in den Rat gewählt. Zuerst hat er sich noch über seine neue Aufgabe gefreut, aber schließlich ist es für ihn vollkommen ermüdend den Sitzungen beizuwohnen. Die Gespräche drehen sich zu oft im Kreis. Ergebnisse sind selten und scheinen Muria nicht voran zu bringen. Siphon ist frustriert.
Erfrischend wirkt es da, dass er sich auch mal mit seinen engsten Freunden treffen kann. Allen liegt immer noch die Genesung von Kiani am Herzen.

Fathom präsentiert gleich zu Beginn der 10. Folge der Neuen Serie ein Wasserinferno. Angesichts der sich orgiastisch auftürmenden Wellenberge ist es kein Wunder, dass in diesem Band gleich vier Inker zum Einsatz kamen.

Sieht man einmal von Cannon Hawke ab, ist Fathom eine Serie, in der Männer zwar eine Rolle spielen, doch Frauen sind die diejenigen, die das Sagen haben. Aspen kann in dieser Episode zeigen, welche Kräfte sie inzwischen entwickelt hat. Zieht man Vergleiche zu vorhergehenden Szenarien dieser Art, dann stellt Aspen mit ihren Fähigkeiten so manchen ihrer Artgenossen in den Schatten.
Hierbei ist es interessant, auf welch vielfältige Art sie ihre Macht einsetzt. Sie wehrt Kugeln mit Wasserbarrieren ab. Sie schwebt auf einer riesigen Fontäne über allem anderen, während sie eine Sicherheitsglocke über ihren Freunden aufbaut. Waffen, die zu stark für sie selbst sind, irritiert sie mit einem simplen Trick: Sie verwandelt sich selbst in Wasser und die Rakete schießt durch sie hindurch.
Die Wirbelstürme, die sie auftürmt, stellen nachfolgend alles andere in die Schatten und schauen beinahe aus wie eine Szene aus The Day After Tomorrow.

Die beiden Co-Autoren J.T. Krul und der Erfinder der Serie Michael Turner locken stets ein bißchen mehr aus der Serienheldin heraus. In der abschließenden Szene, wenn der militärische Feind einsehen muss, dass Aspen wieder einmal entkommen ist und sie ein Unwetter zurückgelassen hat, entsteht eine sehr schöne apokalyptische Stimmung.
Michael Turner hat sehr Gefühl in den Charakter von Aspen gelegt. Einerseits im Zwiespalt mit ihrer Herkunft und ihrer Sympathie für die Menschen, von denen viele ihr stets wohlgesonnen waren, andererseits kann sie nicht ewig vor sich und ihrem Schicksal weglaufen. Schließlich zwingt Turner sie zum Handeln – es soll vorkommen, dass ein Charakter ein Eigenleben entwickelt, nachdem er mit genügend Hintergrundinformationen versehen wurde. Man gewinnt den Eindruck, so sei es auch hier gewesen. Nun kann Aspen nicht mehr anders und natürlich gibt es eine Schlußszene, die hoffen lässt, dass es zu einer Art größerem Showdown in der nächsten Zeit kommen wird.

Die zweite Heldin der neuen Serie wurde wieder geheilt und macht sich an ihr Waffentraining. Kiani hat überraschend feststellen müssen, dass auch sie über die Fähigkeit zur Wasserbeherrschung verfügt.
Im Gegensatz zu Aspen ist Kiani eine geborene Kriegerin, die lieber auf ihre Fähigkeiten mit dem Schwert vertraut – völlig zu recht, zieht man die grafische Umsetzung von Koi Turnbull in Betracht. Auf einer ganzen Seite präsentiert der Zeichner Kiani in anatomisch beeindruckender Gestalt. Hinzu kommen die wirbelnden Haare und die reizvolle Kolorierung von Paul Mounts.
Seine Arbeit an diesem Band ist besonders gelungen und die Darstellung des Kiani-Bildes ist ein nur ein kleines Beispiel für ein wirklich tolles Ergebnis.

Eine überaus spannende Fortsetzung mit tollen Bildern. Der Schluss ist ein Griff in die Vergangenheit und eine reizvolle Vorankündigung, die sehr neugierig macht. :-)

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