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Comic Blog


Freitag, 01. August 2008

Star Wars 69

Abgelegt unter: SciFi — Michael um 18:39

Star Wars 69Auf dem Planeten Mimban versucht Lord Haka zu retten, was noch zu retten ist. Aber er hat nicht mit dem energischen Vorgehen vom Bomo Greenbark gerechnet, der sich in einem Zustand wähnt, in dem er glaubt, nichts mehr zu verlieren zu haben. Für die Befreiung seiner Freunde will Bomo, falls nötig, in den Tod gehen. Andernorts sind die Vorbereitungen zum Kampf längst gediehen. Lumbra und seine Piraten sehen sich gezwungen, aus allen Rohren zu feuern. Die Angst vor einem Jedi, einem einzelnen Jedi, ist bei den Männern zu tief verwurzelt. Keiner will ein Risiko eingehen.

Die Dark Times nähern sich ihrem Ende. Mick Harrison, Autor der ersten Handlungslinie, die hier ihren Abschluss findet, hat zwei sehr unterschiedliche agierende Gruppen geschaffen. Beide sind sie im offiziellen Star Wars-Universum, dem der Filme, No-Names. Die erste Gruppe um Bomo Greenbark, allesamt Flüchtlinge, ehemals auch mit einem Jedi in der Gruppe, hat ihre erste große Prüfung hinter sich gebracht, ohne einen der legendären Krieger an der Spitze zu haben. Das Ergebnis war furchtbar, hat die Gruppe aber auch sehr zusammengeschmiedet, stärker, als es vorher schon der Fall war. Bomo, einer der kleinsten, den es zudem noch am härtesten getroffen hat, stand kurz davor, sich für seine Freunde aufzuopfern.

Dave Ross zeichnet exakt, mit größtmöglichem Realismus – sofern man das bei der Darstellung extraterrestrischer Lebewesen behaupten kann – und bei den heldenhaften fremdartigen Lebewesen gelingt ihm der Kniff, sie sympathisch aussehen zu lassen. Im Gegenzug wirken die Bösen martialisch, aber äußerlich auch faszinierend. Lumbra, der Anführer der Piraten, mag trotz der Stirnhörner an einen Verwandten von Worf erinnern – den Star Trek Fans aus dem Spiegel-Universum auch als Bösewicht kennengelernt haben.

Das Finale um Bomo hat alles, was in dieser Handlungslinie zu erwarten war. Autor Harrison hat ein wenig zu viel angekündigt, was er auch einhält. In der Handlungslinie um den Jedi-Meister K’kruhk hat er diesen Fehler nicht begangen. Der Leser weiß, dass der Meister den Versuch unternehmen … Nein, ein Versuchen gibt es ja nicht! Dass der Meister die Jünglinge befreien wird, aber der Leser weiß nicht wie. Die angewendete Technik des Angriffs ist tatsächlich innovativ und höchst spannend.
So hinterlässt Mick Harrison dem nachfolgenden Autoren Jeremy Barlow der neuen Rebellion-Geschichte ein schweres Erbe.

Es gibt ein (lang erwartetes) Wiedersehen mit Luke Skywalker und Leia. Der Nebencharakter Deena, eine Rebellin, die als Spionin in einem gefährlichen Einsatz dabei war, wird in den Vordergrund gespielt. Was geschieht, wenn ein Mensch sieht, dass er nicht der Held ist, der er, in diesem Falle sie, gerne wäre? Die Geschichte zeigt auf, dass man zwar Entscheidungen fällen, sein Leben in gewisse Bahnen lenken kann, aber dass doch das Leben selbst bestimmt, was mit einem geschieht. Und so landet Deena trotz ihrer Skepsis und Selbstverachtung wieder im Einsatz.

Viel technischer, kühler, aber keineswegs schlechter zeichnet Colin Wilson den neuen Episodenstart und erinnert mit diesem Zeichenstil ein wenig an den Klassiker Das dunkle Imperium mit den Bildern von Cam Kennedy. Einzig findet sich hier die rigorose, sehr versierte und stimmungsvolle Computer-Kolorierung von Will Glass, die die Ähnlichkeit der Zeichentechniken ein wenig verschleiert.

Ein gutes Finale, ein noch besserer Neustart mit alten Bekannten. Als Star Wars Fan kommt man halt nicht aus seiner Haut und freut sich über jeden Auftritt der originalen Helden der ersten Stunde. :-)

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Star Wars 68

Abgelegt unter: SciFi — Michael um 17:25

Star Wars 68Die Landung auf Mimban hat Bomo Greenbark und seinen Freunden kein Glück gebracht. Vielleicht hätte Bomo den Mund halten sollen, als er sagte, er und seine Freunde würden ganz bestimmte Koordinaten mit ins Grab nehmen. Denn leider gibt es immer wieder Verbrecher, die solche Versprechen auf die Probe stellen wollen.

Verschiedene Zeichner geben dieser Episode von Dark Times ihr Gesicht. Obwohl der Vorspann nur zwei Zeichner verrät, nämlich Dave Ross und Lui Antonio, sieht es nach drei oder vier unterschiedlichen Künstlern aus. Die Auftaktseiten sind relativ einfach gestaltet. Die Figuren, die gesamte Gestaltung beschränkt sich auf Outlines. Hier wurde voll und ganz dem Koloristen Alex Wald vertraut. Sanfte, fast pastellartig zu nennende Farbklänge tauchen die Bilder in ein sehr buntes Licht, das in seiner Heiterkeit der gewalttätigen Handlung sehr entgegensteht.

Im weiteren Verlauf werden die Zeichnungen aufwändiger, besonders nach dem Handlungsortwechsel, wenn der Leser Lumbra und seinen Piraten zu einem fernen Planeten folgt, auf dem ausgerechnet ein Jedi-Meister und eine Handvoll Jünglinge eine letzte Zuflucht vor dem neuen Imperium gefunden haben.
Die Handlung erfordert aber auch diesen Aufwand. Schiffstechnik, Explosionen und eine spätere ländliche Umgebung machen viel mehr Details für eine gelunge Darstellung notwendig.

Nach Bomo Greenbark dürfte Meister K’kruhk ein noch ausgefallener Charakter sein. Dem Gesicht, ausnahmsweise schwer vergleichbar mit einem irdischen Vorbild, entspringen aus dem Unterkiefer zwei mächtige Hauer. Eine Art Rastafrisur bedeckt den Schädel, ein Kinnbart schmückt den Rest des Gesichts, dessen breite Wangenknochen und die langen vertikalen Nüstern besonders markant sind. Weitere andersartige Merkmale dieses Meisters sind drei Finger an den Händen und jeweils zwei krallenartige Zehen an den Füßen. Hier wurde eine Kreatur gestaltet, die im Wald zu Hause ist und gewisse indianische Verhaltensweisen aufweist.

Mick Harrison bereitet nach dem Überfall auf die Flüchtigen das Finale vor. Wie in einem Western rotten sich Meister und Schülerin zusammen und gehen getrennte Wege, um anschließend zusammen zuschlagen zu können. Doch bis es soweit ist, muss der Leser sich noch etwas gedulden.
Im anderen Handlungsstrang geht es deutlich stärker zur Sache. Bomo ist mit weitaus weniger Gleichmut behaftet als der Jedimeister. Neben Fäusten, Krallen und Messern kommen auch Blaster zum Einsatz. Sogar die eher zurückhaltende Crys muss ihre Feuerprobe absolvieren, um das Leben von Bomo zu retten.

Bei aller Dramatik fehlt auch nicht der Humor – obwohl dieser bisweilen etwas pechschwarz ausfällt. Eine Kreatur, die erst einmal begreifen muss, dass der Blasterschuss, der sie gerade in den Kopf getroffen hat, tödlich ist, kann eine gewisse Komik dank der zeichnerischen Darstellung nicht leugnen. Ein letztes Mal wird der Kopf gewendet, die Augen, gleich vier an der Zahl, blicken schließlich ungläubig und der Handlanger von Lord Haka kippt endlich um. – Harrison bedient sich hier einer Szene, die in so manchen Filmen gerne einmal benutzt wird, damit dem Szenario ein wenig die Schärfe genommen wird.

Fein gezeichnet – etwas anderes kommt seit Jahren im Hause Lucas und Darkhorse nicht in Frage – spannend erzählt. Die Handlungslinie Parallelen nähert sich dem Ende. Mick Harrison bereitet einen großen Knall vor. :-)

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Mittwoch, 30. April 2008

Star Wars 67

Abgelegt unter: SciFi — Michael um 12:50

Star Wars 67Vor Order 66 war der Krieg noch in Ordnung – er näherte sich dem ersehnten Ende. Die Republik befand sich auf der Siegerstraße. Selbst ein Pessimist wie Quinlan Voss war guter Dinge. K’Kruhk und sein Padawan schiffen sich ebenfalls für eine neue Mission ein.
Sie sind erst kurz im Weltraum, als sie in einen Hinterhalt geraten. Jeisel, der weibliche Padawan, glaubt, dass sie noch einmal Glück gehabt haben. In der Tat aber ist die Lage alles andere als gut. Das Schiff ist schwer beschädigt. Im Bogden-System, in der Nähe eines Jedi-Ausbildungsgeländes finden sie Zuflucht.

K’Kruhk beobachtet gerade einen Klonsoldaten, der einigen Jedi-Jünglingen die Funktionen seines Helms erklärt – als es passiert. Plötzlich werden aus den ergebenen Soldaten erbitterte Feinde. K’Kruhk und Jeisel rasen und lassen ihrem Zorn freien Lauf. Die Soldaten kämpfen ohne Rücksicht auf eigene Verluste. Den wenigen überlebenden Jedi bleibt nur die Flucht.

Der neue Handlungsauftakt zeigt, wie ungeheuer schnell sich die Lage innerhalb der Republik verschiebt, als Palpatine seine Maske fallen gelassen hat.
Nachdem der Leser einen Rückblick die Geschehnisse werfen durfte, die den ehrbaren Jedi K’Kruhk aus der Bahn warfen, erfolgt sogleich ein Sprung zu den beiden kleinen Freunden Bomo und Ratty.

Aus vorhergehenden Episoden ist das furchtbare Schicksal von Bomo bereits bekannt, der seine gesamte Familie durch das neue Imperium und später seine Tochter durch einen noch schlimmeren Umstand verlor. Die Flucht der beiden Freunde entbehrt nicht einer gewissen Komik. Mick Harrison lässt es sich nicht nehmen, einen Unbeteiligten für Bomos schlecht geplante Flucht büssen zu lassen.
Der Schnellstart ihres Schiffs ist eine Verbeugung vor einer anderen allseits bekannten Flucht aus einem Raumdock in Mos Eisley. Hier verläuft die Flucht ungleich spektakulärer.

Dave Ross und Lui Antonio können sich hier hauptsächlich mit der Darstellung außerirdischer Protagonisten befassen. Dank Bomo, dieses kleinen Kerls, dessen Äußeres an einen Triceratops erinnert, entsteht eine neue Form des Mitgefühls mit einem Charakter aus dem Star Wars-Universum. Es dürfte ansonsten niemanden geben, dessen Tochter aus einem pervertierten Spaßgefühl heraus gegessen wurde.
Die Crew des Schiffes, die in vorhergehenden Abenteuern durch einen Zufall zusammengeschmiedet wurde, erhält nicht nur durch die Zeichnungen immer mehr Profil und Tiefe.

Nach der Flucht der Crew wird die Thematik alsbald eine ähnlich bekannte. Geld muss verdient werden und jene, die in den Schatten leben, werden nicht selten Schmuggler. So ist es auch mit Bomo, Ratty und den anderen bestellt.
Hier offenbart sich auch der Gegensatz der beiden Zeichner. Hat Dave Ross noch mehr Wert gelegt auf eher fettere und skizzierte Linien, so werden die Zeichnungen von Lui Antonio zarter, aber auch ein wenig aussagekräftiger. Da Alex Wald in beiden Fällen für die Farben verantwortlich ist, bleibt optisch dennoch ein roter Faden erhalten.

Mit einem (für den Leser) gemeinen Cliffhanger endet diese Episode. Zweifellos bietet die Mannschaft um Bomo genug Potential, um noch eine Menge Kapitel im Star Wars-Universum aus der Übergangszeit zur neuen Hoffnung aufzuschlagen. :-)

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Freitag, 28. September 2007

Star Wars 64

Abgelegt unter: SciFi — Michael um 14:22

Star Wars 64 - Dark TimesDass Jenir und sein Freund Bomo Greenbark haben die Verschleppten gefunden. Doch Bomos Familie befindet sich nicht darunter. Bomo ist dem Zusammenbruch nahe.
Zuallererst muss er erfahren, dass seine Frau getötet und seine Tochter weiterverkauft wurden. Bomo ist der Panik nahe. Trotz seiner geringen Größe fällt es seinen Begleitern schwer, Bomo zurückzuhalten. Dass, der ihm hilft, fühlt sich im höchsten Maße verantwortlich. Er sieht nur einen Ausweg.

Schweren Herzens entschließt sich Dass Jenir, die Eingesperrten zurückzulassen. Ihre Freilassung würde für zu viel Aufmerksamkeit sorgen. Der Jedi, der sich nicht traut, jemandem sein Geheimnis anzuvertrauen, will es wenigstens zuwege bringen, die Spur von Bomos Tochter wiederzufinden.
Dass Anliegen ist edel, sein Einsatz geht an die Grenzen seiner Konstitution – und seiner Ausbildung als Jedi. Bald schon steht er vor der Wahl, eine Grenze zu überschreiten, die ihn nur zur dunklen Seite führen kann.

Tarson legt sich mit einem vermummten Mann an, der mit einem Lichtschwert seinen Freund bedroht. Und er unterliegt.
Tarson ist dankbar dafür, dass er den Kämpfer kennt. Darca Nyl hätte sein Zuhause auch stärker verteidigen können. Der Mann mit den vielen Narben im Gesicht ist nicht erfreut, seinen alten Bekannten Tarson zu treffen.
Kaum formiert sich hier eine neue, wenn auch vollkommen ungleiche Gruppe, gerät sie auch schon in die erste gemeinsame Gefahr.

In Star Wars 64 wird die groß angelegte und dramatische Geschichte um den früheren Jedi Dass Jenir fortgesetzt. Die Autoren Welles Hartley und Mick Harrison schicken hier eine gequälte Seele ins Rennen. Dass stand einmal für die Republik in vorderster Front, nun lernt er das Flüchtlingsdasein am eigenen Leib kennen.

Dark Times ist einerseits eine Schilderung der Ereignisse, die gleich nach dem Zusammenbruch der Republik und der Machtübernahme durch den Imperator angesiedelt sind. Andererseits findet sich auch eine schleichende charakterliche Änderung von Dass, der nun langsam erfahren muss, wie sich die Möglichkeiten ändern, wenn man der Unterlegene ist.
Es ist ein aufregendes Gefühl, neuen Boden zu betreten, den Horizont zu erweitern, seine Grenzen zu überwinden, die Vergangenheit loszulassen.
Es ist mehr als das. Jenir zeigt durch sein riskantes Handeln, wie sehr ihn dieses neue Leben auch bestürzt. Er ist nicht nur ein Rebell. Er ist auf der Flucht und auf dem besten Wege dazu, ein Gesetzloser zu werden. – Selbst nach den Gesetzen der Republik.

Für den Leser ergibt sich daraus auch eine völlig neue Perspektive. Denn dieser Jenir agiert, wie von allen bösen Geistern besessen. Der Sturz von Jenir mitten auf ein riesiges Glasdach zu, ein ganzseitiges Bild von Zeichner Douglas Wheatley in umgesetzt und wunderbar von Ronda Pattison koloriert, ergibt zusammen mit dem Text eine tolle Szene.
An dieser Stelle kann Ronda Pattison kaum genug gelobt werden, denn sie liefert in nahezu jedem Bild eine ungeheuer detailreiche und plastische Arbeit ab. Ohne ihre Arbeit würden die Bilder nicht dieses gelungene Star Wars Gefühl vermitteln.

Pattisons Kollege Will Glass macht seine Sache in der Folgegeschichte Rebellion ebenfalls gut, aber die technische Vorgehensweise ist anders. Die Grafiken nach der zeichnrischen Vorlage von Rob Williams und Brandon Badeaux sehen wie überzeichnete Bilder nach einer Film- oder Fotovorlage aus. Der Kontrast zwischen den äußerst harten Kanten der Tuscheflächen und den doch sehr weichen Farbtönen ist sehr schön anzusehen.
Wie gut die Wirkung ist, zeigt sich besonders am letzten ganzseitigen Bild, auf dem wir Darth Vader in seiner ganzen Pracht bewundern dürfen.

Zwei sehr spannende Handlungsstränge, Dark Times wie auch Rebellion. Ersterer weiß ganz besonders wegen seiner sehr sympathischen und gut beschriebenen Hauptfiguren zu gefallen. Qualitativ hochwertige SciFi-Opera-Unterhaltung. :-D

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Dienstag, 07. August 2007

Star Wars 63 - Dark Times

Abgelegt unter: SciFi — Michael um 16:45

Star Wars 63Der Imperator betrachtet die Oberfläche des Planeten Coruscant, der ihm nun untertan ist. Leise gesellt sich Lord Vader zu ihm. Die Tatsache, dass Sklaven für das neue Imperium arbeiten, nagt an ihm. Ein kleiner Teil, die Erinnerung an Anakin Skywalker, hat nicht vergessen, dass er selbst einst ein Sklave war.
Der Imperator gibt sich nicht die größte Mühe, seine Bedenken zu zerstreuen. Die Halbherzigkeit nützt am Ende auch nicht viel. Einsam bleibt Vader mit seinen Gedanken zurück.

Dass Jennir befindet sich mit seinem Freund und Kampfgefährten Bomo Greenbark weiterhin auf der Flucht. Sie haben Unterschlupf auf einem Raumfrachter gefunden, auf dem sich viele Individuen verschiedenster Rassen befinden, die sich so weit wie möglich von den imperialen Streitkräften entfernen möchten. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft allerdings eine große Lücke. Bomo hat es sich in den Kopf gesetzt, seine Familie, die von den imperialen Truppen verschleppt wurde, zu befreien. Mit allem Nachdruck versucht er seine Pläne bei den anderen Schiffkameraden durchzusetzen.

Der Plan ist gefährlich, dennoch machen sich die Zufallsgefährten auf den halsbrecherischen Weg in das Handelszentrum für Sklaven auf dem Planeten Orvax.

Wer andere verrät, verrät nur sich selbst.
Diese letzten Worte halten Anakin Skywalker nicht auf. Der tödliche Schlag mit dem Lichtschwert folgt ohne Gnade. Jahre später, sind die Kämpfe, die auf diesen verhängnisvollen Tag folgten, immer noch nicht abgeflaut. Unaufhaltsam nähern sich die gewaltigen Kampffahrzeuge des Imperiums den ungenügenden Sperren der Aufständischen. Die Räder der riesigen Kampfmaschine sind das letzte, was Wyl Tarson sieht, bevor sich seine Welt verändert.

Jetzt ist Tarson auf der Flucht und irgendetwas läuft verdammt falsch. Was ist geschehen? Was haben diese Bilder zu bedeuten, die sich in seine Träume und Erinnerungen schleichen? Je mehr Zeit vergeht, umso tiefer schlittert Tarson in einen Auftrag, der zum gefährlichsten und seltsamsten seines Lebens wird.

In Ausgabe Star Wars 63 ist die lang ersehnte Fortsetzung von Dark Times zu lesen. Mit Doug Wheatley bewegt sich ein Zeichner auf dem Star Wars Territorium, der, so hat es jedenfalls den Anschein, mit dieser Arbeit zu Hause angekommen ist.

Im direkten Vergleich mit Michael Lacombe, der den nachfolgenden Episodenauftakt Rebellion gestaltet, kann er sein Ausnahmetalent zusätzlich unter Beweis stellen. Die großartigen Bilder sind aber auch Ronda Pattison zu verdanken, die mit ihrer Kolorierung phantastische Grafiken fremder Kreaturen schafft. Besonders in den späteren Szenen, die in den Straßen des Planeten Orvax angesiedelt sind, bekommt sie sehr viel Arbeit. – Vor diesem Hintergrund ist die Verzögerung der deutschen Veröffentlichung verständlich, denn die grafische Umsetzung von Dark Times ist außerordentlich arbeitsintensiv und keineswegs der Normalfall im Bereich regelmäßig erscheinender Comic-Reihen.

Die Figur des Dass Jennir, jenes Jedi-Kommandanten, der durch den Befehl 66 erfahren musste, wie sich seine eigenen Soldaten gegen ihn stellten, kämpft inzwischen Seite an Seite mit einem Wesen, das ursprünglich sein Feind war. Der Jedi mit den langen weißen Haaren verfügt über ein ähnliches Potential wie andere Jedi, die in Comics in dieses Universum eingefügt wurden. Quinlan Vos, in den Comics eine starke Figur, wurde ähnlich gut ausgearbeitet wie Qui Gon Jin, vielleicht sogar besser, denn in den Comics gibt es viel mehr Zeit für die Entwicklung von Charakteren. Mit Dass Jennir könnte ein ähnlich interessanter Charakter entstehen. War Vos mehr ein düsterer und zerrissener Held, erinnert Jennir mehr an einen Elfen – nicht nur äußerlich.

Rein optisch verfügt er über einen hohen Wiedererkennungswert. Bei seinen Angriffen wehen die Haare, das Gesicht wurde markant gestaltet. Ihm zur Seite ist nicht nur Bomo eine herausragende Figur, angelehnt an einen intelligenten Triceratops, sondern auch Mezgraf, eine Art aufrecht gehender weißer Tiger, eine katzenartige Rasse, mit der Han Solo auch schon Bekanntschaft machte. Die Szenen, die sich folgend entwickeln, sind SciFi-Fantasy im besten Sinne von Star Wars, wie es auch aus diversen Romanen her bekannt ist.

Ein gelungener zweiter Teil von Dark Times. Die erste Episode von Rebellion in diesem Band macht aus der 63. Ausgabe der deutschen Star Wars Reihe wieder ein Sahnehäubchen des Space Opera Genres. :-)

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Montag, 09. April 2007

Star Wars 61

Abgelegt unter: SciFi, Abenteuer — Michael um 11:39

Star Wars 61Die Jedi sind vernichtet. Darth Sidious hat sich ihnen zu erkennen gegeben. Er hat Anakin Skywalker auf seine Seite gezogen und ihm den Namen Darth Vader gegeben. Das Imperium ist entstanden. Doch die Jedi sind noch vollständig besiegt.
Vader verharrt an der Seite seines neuen Meisters. Der ehemalige Jedi, der es nicht ertragen konnte, nicht in den Kreis der Jedimeister berufen zu werden, ordnet sich nun widerstandslos einem einzelnen Meister unter. Derweil, in dieser Zeit, in der es für ihn nichts zu unternehmen gibt, tobt auf Neu-Plympto eine der letzten Verteidigungsschlachten von Aufständischen. Ein Jedi, Dass Jennir, vormals General der Klonkrieger, hat sich auf die Seite der Aufständischen geschlagen. Die Kämpfe sind heftig, aber aussichtslos. Das weiß auch Jennir. Damit das Volk nicht ausgelöscht wird, sollen Frauen und Kinder per Raumschiff an einen sicheren Ort gebracht werden. Die letzten Überlebenden machen sich auf eine nicht weniger gefahrvolle Reise.

Vader indessen will nicht länger ruhen. Rastlos verbringt er die Nächte auf Coruscant. Von weitem erkundigt er sich über die Kämpfe auf Neu-Plympto, von denen ihn sein Meister fernhält. Auch erfährt er von einer Ladung Lebewesen, die als Sklaven verkauft werden soll.
Sklaven. Vader erinnert sich an eine Zeit als kleiner Junge, als es sein größter Wunsch gewesen ist, all die Sklaven auf seinem Heimatplaneten zu befreien, insbesondere seine Mutter. Diese Erinnerungen und die alten Gefühle peinigen den ehemaligen Jedi zusätzlich zu den Qualen, die er über den Verlust von Padme empfindet – und die er doch eigentlich mit der Hilfe der dunklen Seite hatte retten wollen.

Derweil versuchen Jennir und sein Freund Bomo von Neu-Plympto zu entkommen. Sie sind nicht die einzigen, die einen Weg von diesem Planeten suchen. Zusammen mit neuen Gefährten in der Gefahr tüfteln sie einen Plan aus, um die Flucht von dem schwer bewachten Raumhafen zu schaffen.

Wer einen Blick in Klonkriege VIII – Der unsichtbare Feind geworfen hat, wird mit dem Auftakt von Dark Times und der Geschichte Der Weg ins Nichts in direkte Fortsetzung vorfinden, in der auch wieder Zeichner Douglas Wheatley seine vortreffliche Arbeit abliefert.

Die Auslöschung alter Strukturen ist in vollem Gang. Die Autoren Welles Hartley und Mick Harrison beschreiben das grauenvolle Utopia von Palpatine eher belanglos, beiläufig, was die Grausamkeit dahinter (die der Leser aus Episode III her kennt) noch schlimmer erscheinen lässt. Dienstbare Geister, dem Imperator ergebene Bürokraten, organisieren die endgültige Vernichtung der Feinde des Imperiums.
Vader steht beinahe ohnmächtig daneben und muss zusehen, wie die Lakaien seine Arbeit machen. Aber es sind auch Erinnerungen, die ihn innerlich forttreiben. Erinnerungen an ein Leben, das er eigenhändig zerstört hat und dessen Wiederkehr unmöglich geworden ist.

Einen Großteil der Geschichte nimmt der Kampf von Jennir und seinem Freund Bomo ein. Wieder wird eine Figur im Star Wars- Universum gefestigt, wie es bereits mit Quinlan Vos bestens gelang. Jennir allerdings ist keine solch zerrissene Gestalt wie Vos. Er ist eher der Jedi, wie man ihn sich vorstellt. Ehrenhaft, heldenhaft, findig, ein Freund in der Gefahr, einer, der seine Fehler, die er im Dienste der Republik gemacht hat, bereut. Die Kämpfe auf Neu-Plympto verlangen seinen Fähigkeiten als Stratege alles ab – bis auch er bitter erkennen muss, dass er einen verlorenen Kampf kämpft.
Der weißhaarige Jedi, dessen äußerliche Erscheinung an einen Elf (aus allseits bekannten Fantasy-Geschichten) erinnert, bildet mit Bomo ebenfalls ein spannendes und interessantes Duo. – Solche Teams finden sich immer wieder im Star Wars-Universum. Das bekannteste Duo dürfte wohl Han Solo/Chewbacca sein, aber auch viele Meister/Padawan-Beziehungen waren immer wieder Grundlage für Erzählungen, die den Krieg der Sterne vorantrieben.

Hier ist es gerade die absolute äußerliche Unterschiedlichkeit, die den optischen Reiz dieses Duos ausmacht. Bomos Körper ist zwar klein, aber durchaus humanoid zu nennen, während sein Kopf an einen urzeitlichen Triceratops erinnert. Kann Zeichner Douglas Wheatley schon hervorragend mit menschlichen Figuren umgehen, sind seine Ideen und Umsetzungen bei anderen Wesenheiten noch gelungener. Ein biberähnliches Wesen bringt einen zum Schmunzeln, während die große weiße Katze an die spannende und charmante Herkunfts-Trilogie von Han Solo erinnert, als er noch nicht im Besitz des Millennium Falcon war.
Die Vielfalt der Wesen wird besonders schön im Raumschiff der Flüchtlinge gezeigt, in dem Jennir und Bomo Unterschlupf finden.

Wer das Organische in den Zeichnungen lobt, darf Wheatleys Begabungen bei technischen Zeichnungen nicht vergessen. Seien es Raumschiffe und Detailausschnitte wie Cockpits oder Geschützstände, natürlich auch Rüstungen, stets passen die Grafiken wie die Faust auf’s Auge.
Dank der Kolorierung von Ronda Pattison erlebt der Leser wie auch der Zuschauer im Kino den Effekt des gebrauchten Universums, der die Saga so augenfällig von anderen Space Operas abhob.

Ob Dark Times ein ähnliches Event wird wie das Dunkle Imperium, bleibt noch abzuwarten. Spannend ist es bereits jetzt und präsentiert sich in einem tollen grafischen Gewand.
Fans kommen ohnehin nicht an dieser Geschichte vorbei. Wer darüber hinaus erst durch Episode I-III auf den Geschmack gekommen ist, erlebt mit Dark Times einen gelungenen Fortsetzungsauftakt. :-D

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