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Comic Blog


Mittwoch, 02. April 2008

Lucky Luke - Daisy Town

Abgelegt unter: Comics im Film — Michael um 16:48

Lucky Luke - Der neue Mann in Daisy TownEs ist keine leichte Zeit im Wilden Westen, aber immerhin haben die Bleichgesichter mit den Rothäuten einen Frieden besiegelt – einen äußerst wackeligen Frieden. Die Bewohner von Daisy Town geben sich die größte Mühe zur Einhaltung dieses Friedens, aber ein Quertreiber wie Joe Dalton könnte alles zunichte machen.
Daisy Town war zu Beginn ein feines kleines Städtchen. In mühevoller Kleinarbeit haben die Einwohner ihre Ortschaft mitten in der Prärie erbaut. Als irgendwann das Verbrechen Einzug hielt und die Tunichtgute jedem Sheriff den Garaus machten, konnte nur noch einer helfen: Lucky Luke.

Seit Lucky Luke Sheriff ist, ist vieles besser geworden, ruhiger – aber auch langweiliger. Nichts geschieht mehr. Gesetzlose landen entweder hinter Gittern oder werden aus dem Ort geworfen. Selbst der einfache Bürger, der sich anfangs über Luke rigoroses Eingreifen freute, empfindet ein wenig Grimm bei seinem allzu ruhigen Städtchen.
Eines Tages tauchen alte Bekannte auf, vier Brüder, welche die meisten nur schlicht als die Daltons kennen. Lucky Luke kann nichts unternehmen, denn da die Gefängnisse überfüllt sind, haben ein paar Übeltäter ihren Platz in den Zellen für die Nachkömmlinge räumen müssen. – Und wer hat den Strafvollzugsbehörden diesen Nachschub beschafft? Lucky Luke!
So muss sich der gute Lucky eine andere Möglichkeit ausdenken, um mit der Situation fertig zu werden.

1991 erweckte Terence Hill, absolut Komödien- und Western-erfahren, einen Comic-Helden für die Leinwand zum Leben, der zu den langjährigsten Begleitern vieler Comic-Fans gehört: Lucky Luke.
Überschattet vom Tode von Terence Hills Sohn Ross entstand dennoch eine feine Produktion, deren Handlung sich auf die Comic-Vorlage Daisy Town stützt, die als Band 40 der langen Reihe erschien, die inzwischen über 80 Ausgaben umfasst.

Terence Hill versucht gar nicht erst optisch dem zeichnerischen Original nachzueifern. Mit Staubmantel eher klassischen Western-Outfit verleiht er der Figur weitaus mehr Ernsthaftigkeit als in jüngeren Produktionen zu sehen. Diese Ernsthaftigkeit gibt der Figur viel mehr Volumen, denn an ihrer Seite bleibt so viel mehr Platz für die eigentlichen Komödianten – ganz so wie im gezeichneten Original.

Ganz vorneweg ist hier natürlich Jolly Jumper zu nennen. Durch die Synchronstimme von Wolfgang Völz, knotterig, knurrig, nordisch angehaucht, lebt der weiße Hengst so richtig auf und seine Kunststückchen kommen so richtig zur Geltung. (Wer sich unter der Stimme von Wolfgang Völz nichts vorstellen kann, sollte einmal an Käpt’n Blaubär denken, dem Völz durch seine Stimme auch Charakter verleiht.)
Ebenso wichtig ist Ron Carey in der Rolle von Joe Dalton. Nicht ganz so klein, nicht ganz so schlank, verkörpert Carey den Revolverhelden mit der nötigen Arroganz und den nötigen Wutausbrüchen. Zu Beginn der Dreharbeiten konnte Carey auf ein lange Schauspielkarriere zurückblicken und unterstreicht mit seinem Können das, was auf die gesamte Produktion zutrifft: der nötige Ernst.

Als Zuschauer fällt es immer schwer über Figuren zu lachen, die von Schauspielern verkörpert werden, die ihre Rolle nicht ernst nehmen. Das trifft auf Komödien zu, mehr noch auf Comic-Verfilmungen.
Carey tritt in der besten Schauspieltradition eines vergleichbaren Bob Hoskins an, von ähnlicher Gestalt, mit einem ähnlich verschmitzten Lächeln und mit ähnlicher Energie. Wenn Joe Dalton (Carey) endlich alle hinter sich glaubt, seinen Plan aufgehen sieht und schließlich mit seinen Brüdern allein vor den Einwohnern steht und sich die Indianer die ganze Szenerie nur kopfschüttelnd anschauen, dann entsteht richtiges, echtes Lucky Luke-Gefühl.

Fritz Sperberg gibt einen herrlich überdrehten Averell Dalton, der mit seiner phantasievollen Kriegsbemalung nicht nur die Indianer überrascht. Oldtimer kann das Lachen nicht lassen, wenn in Daisy Town wieder ein Halunke dingfest gemacht wird. Nichts wurde vergessen. Gleich zu Beginn kann man Luckys Training beobachten. Immer schneller wird er, bis es ihm endlich gelingt, schneller zu ziehen als sein Schatten. Und wenn die einzelnen Stämme untereinander wild per Rauchzeichen kommunizieren, spätestens dann schwankt man als Zuschauer und Lucky Luke-Fan zwischen Schmunzeln und Brüllen.

Als besonderes Bonbon steuert Roger Miller den Titelsong bei. Bekannt wurde Miller durch seinen unsterblichen Song King of the road. Hier singt er Lucky Luke rides again.

Ein guter Lucky Luke, ein wunderbar trainiertes Pferd in der Rolle seines Lebens, Humor, wie ihn Morris mochte und selber umgesetzt hat, ein Spaß für die ganze Familie, für Lucky Luke-Fans insbesondere. :-)

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Donnerstag, 06. September 2007

Lücky Lük im Film

Abgelegt unter: Comics im Film — Michael um 13:31

Unter http://www.luckyluke-lefilm.com/ sind die Teaser zum neuen Lücky Lük - Verzeihung, Lucky Luke Zeichentrickfilm zu bestaunen, der am 5. Dezember 2007 bei unseren französischen Nachbarn startet. Wenn alles gut läuft, kommt er nächstes Jahr vielleicht auch zu uns in die Kinos. Die Vorschau ist jedenfalls ziemlich gelungen. (Sehr schön, wie Luckys Schatten seinen Hut zertrampelt, weil er schon wieder zu langsam war. :-D )

Außerdem können sich Fans der Serie Largo Winch unter http://www.largowinch-lefilm.com/dotclear/index.php über die Dreharbeiten der Comic- (und Roman-)Verfilmung informieren. Hier erwartet uns ein Realfilm, der einiges leisten muss, will er auf gleicher Augenhöhe mit den tollen Comic-Thrillern rangieren.

Danke für die Tipps und Hinweise an Martin!

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Mittwoch, 21. September 2005

Mit Vollgas ins Abenteuer

Abgelegt unter: SciFi, Cartoon, Klassiker — Michael um 20:09

Zack Parade 1Über 30 Jahre (1973) ist dieses kleine Taschenbuch bereits alt. Vor so vielen Jahren waren die Comic-Inhalte gängige Unterhaltung, heute sind es Klassiker.
Hier eine Auflistung der Namen, die in diesem Taschenbuch vereint sind:
Michel Vallaint, Dan Cooper, Mick Tangy, Leutnant Blueberry, Lucky Luke, Luc Orient, Rick Master, Andy Morgan, Red Dust, Cubitus, Sven Janssen und Boogie & Woogie.

Unter diesen doch ziemlich ernsthaften Abenteuercomics sprengen Cubitus, Lucky Luke und Boogie & Woogie ein wenig den Rahmen.
Der gute Cubitus macht hier Bekanntschaft mit einer Katze, die sich als Marsbewohner ausgibt. Als er den Schwindel durchschaut, schießt er sie tatsächlich ins All.

Wer die 212 Seiten voller Spaß, Spannung und Abenteuer durchblättert, wird feststellen, dass der Band nicht durchgängig farbig ist, sondern nur Teile davon. Auch innerhalb der einzelnen Geschichten kommt es auch zu einem Farbwechsel.
Ich glaube, Farbe war damals noch etwas Besonderes.

Für Michel Vallaint habe ich mich nie so recht begeistern können. Obwohl ich mich dunkel an eine Episode erinnere, in der es um ein Phantom in einem Rennwagen ging. Die fand ich seinerzeit ziemlich spannend.

Wirklich schöne Folgen finden sich mit den beiden Blueberry-Episoden Das Geheimnis des Mike Donovan und Die Brücke vonChattanooga. Gerade letztere ist sehr gelungen, da am Ende jemand anderes den Lohn für Blueberrys selbstmörderische Arbeit einheimst.

Die allerbeste Geschichte ist für mich unbestritten die Andy Morgan-Folge Die Rote Sonne. Während des Zweiten Weltkriegs wird der australische Matrose Jordan in das Rettungsboot eines japanischen Leutnants verschlagen. Das Szenario erinnert ein wenig an die legendäre Sequenz aus Ben Hur. Auch dort sind zwei gegensätzliche Charaktere gezwungen miteinander auszukommen. Ist es dort der Feldherr, der es nicht ertragen kann, gerettet zu werden, weil er dann seine Niederlage eingestehen muss, ist es hier der Japaner, der lieber Selbstmord begehen will, als sich gefangen nehmen zu lassen.
Die kleine Geschichte um den Australier, der einem Japaner im Krieg das Leben rettet, habe ich nachhaltig in Erinnerung behalten.

Natürlich haben Serien wie Lucky Luke locker die Zeiten überstanden. Aber auch Helden wie Sven Janssen lassen sich immer noch auftreiben. Erstaunlich (meiner Meinung nach), dass auch Cubitus immer noch am Markt zu finden ist.

Ich glaube, Comics entziehen sich jeder Mode und viele Themen sind einfach zeitlos. Humor wird immer gemocht und dem Charme eines Abenteurers kann ein Leser nicht entgehen. :-)

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Montag, 01. August 2005

Comics werden gesellschaftsfähig

Abgelegt unter: Superhelden, Meldungen, Cartoon — Michael um 19:56

Asterix Comic BibliothekDie große Comic-Offensive startet zu Beginn dieses Monats mit der Comic-Bibliothek aus dem Hause BILD: Wer hätte das gedacht?
Bislang wussten wir, dass Buchklassiker und auch Filmklassiker zu solch einer Bibliothek herhalten können. Aber Comics? Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Na, werden jetzt einige Unbelehrbare sagen, Comics passen halt zu BILD. Kennt man doch von den Mädels auf der berühmten Seite 3.
HAH! Wie kommt es dann, dass die FAZ (ja, genau die Frankfurter Allgemeine Zeitung) ebenfalls auf den Zug aufspringt?

Die BILD-Comic-Bibliothek startet mit einem Asterix-Band, der die Geschichten Asterix der Gallier, Der große Graben und Asterix plaudert aus der Schule in sich vereinigt.
Weitere Bänder folgen mit Lucky Luke, Spirou & Fantasio, Donald Duck, Micky Maus und Detektiv Conan. Ferner folgen Nick Knatterton, Phantomias, Fix und Foxi, Tim und Struppi, Werner und Popeye.

Ab September erscheinen dann die Bände der FAZ mit Superman, Peanuts, Prinz Eisenherz, Die Fantastischen Vier, Donald Duck, Strizz (bekannt aus FAZ), Batman, Tarzan, Blueberry, Hägar, Corto Maltese und Die Simpsons.

Da kommt ein regelrechtes Feuerwerk auf uns zu. Zwar hätte ich mir gewünscht, dass noch mehr Klassiker wie Corto Maltese, Tim und Struppi oder Prinz Eisenherz dabei sind. Doch als Comic-Fan nimmt auch gerne, was kommt. :-D

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