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Comic Blog


Mittwoch, 16. Juli 2008

Futurama Comics 32

Abgelegt unter: Cartoon — Michael um 14:44

Futurama Comics 32Fry & und das wirklich sehr, sehr rare Heft! Auch in der Zukunft gibt es noch Sammler. Vielleicht gerade dort ganz besonders, denn irgendwie ist alles noch viel seltener geworden. Und eigentlich war früher ja alles viel besser … Nun, Arbeit findet sich in der Zukunft auch nicht viel leichter und so transportieren Leela, Fry und Bender einige Kisten zu einem bedeutenden Sammler, der nur bedeutende Exponate sammelt. Bender kann mit all dem Gequatsche über Baseball und Homerun-Rekorde nicht viel anfangen. Nur wertvoll, das ist interessant.

Granville Byers IV., den seine Freunde Grabby nennen, wenn er denn welche hätte, Freunde nämlich, also dieser Grabby ist nun endlich im Besitz eines konservierten Barry Bonds, dessen Gesichtsausdruck hinter der Versiegelung davon kündet, dass er im Augenblick der Versiegelung alles andere als begeistert davon war, versiegelt zu werden …
Tja, es hat eben jeder so seine Probleme.
Wichtiger wäre jedoch, dass Grabby gerne ein Exemplar des Space Boy-Heftes mit der Nummer 150 hätte. Doch leider ist dieses Heft nicht mehr zu bekommen – wahrscheinlich weil Restexemplare an den Verlag gingen und eingestampft wurden – und so muss der Platzhalter für dieses Heft in Grabbys Sammlung wohl leer bleiben, es sei denn …

Fry kann sich erinnern, einstmals genau so ein Heft besessen zu haben, aber ob das nach 1000 Jahren noch auffindbar ist?

In der Comic-Schmiede von Matt Groening kennt man die Sammelleidenschaft mancher Comic-Fans. Deshalb ist es auch ein dankbares Thema für Futurama.
Wir begegnen unseren Helden im Raumschiff und sogleich werden wir dank Autor Len Wein in ein Aufsehen erregendes Gespräch verwickelt.
Leela, ist dir aufgefallen, dass Zehen irgendwie wie kleine Finger aussehen?
Gratuliere, Fry. Und ich hatte schon gedacht, dass du nicht mehr dümmer werden kannst …
Leela, wieder einmal die einzig intelligente Frau im Team (leider hat sie nur ein Auge), beteiligt sich nicht an der Diskussion über Baseball, dessen Faszination ausnahmsweise nicht auf alle Beteiligten übergreift. Endlich ist jemand zum Thema Baseball gelangweilt.

Darüber hinaus nutzt Wein die Gelegenheit, um den Sammel- und Promiwahn auf die Spitze zu betreiben. Grabby, der Sammler, nennt sogar ein ordentliches Sortiment von Promiasche auf Lager. Auf die Art steht die Urne von M.C. Hammer gleich neben der von George W. Bush.
Den satirischen Spitzen folgen Anspielungen, die es wie gewöhnlich wiederzuerkennen gilt. Der berühmte Roboter aus Alarm im Weltall ist da noch die leichteste Aufgabe. Wer bei seinem Weg in das alte New York eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Setdesign von Doom (dem allerersten Teil) entdeckt, liegt möglicherweise auch nicht so falsch.
Und zu guter Letzt wird auch noch ein berühmtes weltweit über das Internet agierendes Auktionshaus szenisch auf die Schippe genommen. – Und sollte es einmal soweit kommen, wie hier beschrieben, dann gute Nacht.

Grafisch erlauben sich Mike Kazaleh (Zeichner), Andrew Pepoy (Tusche) und Nathan Hamill keinerlei Fehler. Dank der stilistischen Richtlinien wirkt jede Figur wie ausgestanzt - sogar die Haare haben aus den verschiedensten Blickwinkeln immer die gleichen abstehenden Strähnen.

Wenn am Ende Mom mit Bram Stokers Dracula Frisur ihren Auftritt hat, hat man sich als Leser herzhaft amüsiert. Was will der Matt Groening Fan mehr? :-)

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Dienstag, 08. Juli 2008

Simpsons Comics 141

Abgelegt unter: Cartoon — Michael um 18:19

Simpsons Comics 141Kent Brockman steht vor dem Springfielder Staudamm. Es regnet unaufhörlich und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis … - Oh? Schon vorbei. Dann kann sich Springfield nach diesem kleinen Schauer mit dem Loch im Boden befassen, das sich mitten auf der Hauptstraße aufgetan hat. Ja, es ist wieder was los in der Stadt. Wenngleich sich auch nicht alle dafür zu interessieren scheinen. Bart jedenfalls nicht. Und Homer auch nicht. Nur Lisa, die immer ein Auge und ein Ohr auf die Umwelt gerichtet hat und helfen möchte, versucht ihre Mitmenschen von der Notwendigkeit von Antikatastrophenmaßnahmen zu überzeugen. Vergebens. – Habe ich jetzt zuviel verraten? Aber das war doch klar, oder?

Dieses Titelbild der 141. Ausgabe der Simpsons Comics enthält drei Fehler!
1. Der Fisch links oben hat drei Augen.
2. Das Sandwich, von dem Homer abbeißt, enthält ganz offensichtlich auch Salat und Gemüse.
3. Homer kaut.

Mehr Fehler lassen sich in dieser Ausgabe aber auch nicht finden. Ganz im Stile alter Katastrophenfilme wird Springfield von einem Loch im Boden, einem Supergau und einer Springflut bedroht. Wer zeitweilig Nachrichten aus den USA verfolgt hat, dem werden die einen oder anderen Löcher im Boden untergekommen sein. (So zum Beispiel im texanischen Daisetta.) Ein bevorstehender Dammbruch ist auch ein Thema in Erdbeben, einem Filmklassiker mit Charlton Heston. Nur brechen die Wassermassen anschließend nicht aus den Kühltürmen eines Kernkraftwerkes hervor.

Überhaupt ist unter den Lesern der Simpsons der Cineast wieder einmal gefragt. Flanders mutiert zu einer Art Evan Almighty und baut eine Arche. Abrahm Simpson surft über die Wellen von Springfield wie einst Patrick Swayze in Gefährliche Brandung. Und alle Fans des Kinofilms der Simpsons werden erfreut feststellen, dass auch das Spider-Pig einen Platz auf der Arche gefunden hat.
Und wer sagte: Lauft, ihr Narren!
Oder jedenfalls so ähnlich.

Len Wein kennt seine Pappenheimer, Verzeihung, Springfielder. So ist es klar wie Kloßbrühe, dass Homer und Bart nur zur Hilfe zu animieren sind, wenn sie dabei etwas kaputt machen dürfen. Bart darf mit dem Hammer auf etwas einschlagen. Homer darf mit dem Bulldozer buddeln – und sich nebenbei wie Evel Knievel fühlen. Der Name dieses berühmten amerikanischen Stuntmans dürfte hierzulande nicht ganz so bekannt sein.
Wein blödelt herum. Der vorliegende Band entspricht sehr schön einer Fernsehepisode – es sollte nicht wundern, wenn diese Folge einmal zwecks Verfilmung vorgesehen war.

Ein schöner Spaß – und wieder gibt es nichts an den Zeichnungen zu mäkeln, denn die sehen auch durch die Arbeit von Carlos Valenti so aus wie immer.
Und so möchte ich mit einem sinnvollen Zitat von Homer schließen: Aach. Wie kann ich zu spät sein? Das sind doch Überstunden. :-D

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