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Comic Blog


Dienstag, 07. Oktober 2008

Countdown zur Final Crisis - Arena

Abgelegt unter: Superhelden — Michael um 16:19

Countdown zur Final Crisis - ArenaBatman wollte sich genau in diesem Augenblick einen Verbrecher schnappen – als es ihn schnappte. Auch Superman hatte eigentlich etwas ganz anderes im Sinn, aber plötzlich steht er vor einer Versammlung von Superhelden und seltsamerweise sind viele darunter gleich mehrfach vorhanden – und auch irgendwie nicht. Alle, wie sie da sind, sind Entführungsopfer. Bei manchen der anwesenden Helden ist dies kaum begreiflich, stellen sie doch die mächtigsten Lebewesen dar, die ihre jeweilige Erde zu bieten hat. So ist Superman nicht das einzige Superwesen. Auch Batman ist nicht der einzige dunkle Ritter – und auch er hat sich seine alternativen Identitäten aus Paralleluniversen sicherlich anders vorgestellt.

Kurz darauf stellt sich ihnen auch ihr Gastgeber vor: Monarch. Diese überaus mächtige Kreatur – mächtiger als alle Supermänner des Multiversums zusammen, so gibt er es jedenfalls eindeutig zu verstehen – braucht Verstärkung, denn Monarch hat einen Plan gefasst, der ihm alleine dann doch unlösbar erscheint. Er will die Monitors angreifen. Dazu sollen sich die Helden gegen ihre Alter Egos beweisen und zum Kampf gegen sie antreten. Je zu dritt treffen sie in der Arena aufeinander. Wer siegt, ist im Team, wer verliert, hat sein Leben verwirkt – so oder so.

Vampire sind auch im Superhelden-Genre nichts Neues. Schon Superman hatte mit ihnen zu tun, aber ein vampirischer Batman gibt dem Mitternachts-Detektiv einen ganz neuen Sinn. Willkommen in einer Ansammlung von einigen höchst skurrilen Abwandlungen unserer allseits bekannten und beliebten Superhelden. Wonder-Women, Green Lanterns, Batmen, Supermen …

Keith Champagne hat augenscheinlich seinen Spaß an dieser Arena-Show, wie sie immer wieder einmal in Comics, Zeichentrickfilmen oder SciFi-Geschichten thematisiert wird. Die verschiedenen Identitäten werden von ihm gnadenlos ausgeschlachtet. Die Helden sind einander zumeist sehr unähnlich. Genosse Superman wurde hervorgeholt und tritt einem eher handelsüblichen Superman entgegen. Flashes und Blue Beetles sind manchmal recht merkwürdig. Die Atom-Varianten halten noch einen dusseligen Nazi bereit, der beständig blödes Zeug quatscht und nicht nur den mitspielenden Figuren auf die Nerven geht. Immerhin hat Champagne ein Einsehen und lässt ihn zügig das Spielfeld verlassen.

Die Kämpfe sind martialisch und gemäß neuer Richtlinien – ob nun festgelegt oder nicht – gnadenlos und mörderisch. Hier wird die neue Härte (nun, es gibt sie schon seit einigen Jahren) heftig praktiziert. Wer alleine die Auseinandersetzung der Flash-Varianten liest, erlebt einen Kampf mit Charakteren, die eine ziemliche Menschenverachtung zur Schau tragen. Ach, wie muss das fein sein, einmal richtig Schwein sein, mag sich Champagne gedacht haben und sorgt dafür, dass diese abgedrehten Helden so richtig die Sau rauslassen.

Optisch ist hier Scott McDaniel am Werk, der schon recht viele Erfahrungen mit Batman sammeln konnte und einen eher spartanischen Zeichenstil bevorzugt. Hierzulande sind auch seine Arbeiten zu Superman bei einem Neustart der Reihe schon aufgefallen. Zu jener Zeit – in der auch ein neues Supergirl namens Cir-El auftauchte – wirkten die Zeichnungen im Vergleich zu Arbeiten anderer Künstler manchmal etwas zu einfach. Hier, im vorliegenden Band, hat noch einmal eine Reduktion dieses Zeichenstils stattgefunden, was aber auch am verantwortlichen Inker liegen kann. Die Tendenz geht eindeutig in eine zeichentrickartige Fassung auf Papier, letztlich spricht auch die Rasanz mancher Szene genau dafür. Eine gewisse grafische Verwandtschaft zu Batman Beyond (dt.: Batman of the future) kann nicht geleugnet werden.

Ein langer Prolog in Form vieler Zwei- und Dreikämpfe. Hier geht es um Kampf und Stärke. Ersteres findet fortwährend statt, letzteres wird beständig unter den Akteuren ausgelotet. Wer sich mit der grafischen Form anfreunden mag, wird in der Geschichte von Keith Champagne viele Überraschungen entdecken. :-)

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Donnerstag, 22. Februar 2007

Batman - Im Zwiespalt

Abgelegt unter: Superhelden — Michael um 20:13

Batman 1 - Im ZwiespaltEin Jahr nach der Infinite Crisis ist Gotham sicher. Nur ist Batman nicht derjenige, der für Ordnung sorgt. Sein Ersatzmann ist nicht sehr zimperlich und räumt ungewöhnlich hart auf. Die Polizei findet eine Leiche, die einmal ein Superganove war und vom Dach gestürzt wurde. War der Ersatzmann der Täter?

Die Frage stellt sich auch Batman, als er Harvey Dent wieder nach Hause entlässt. Ein Jahr nach der Infinite Crisis erwacht wieder die Hoffnung über der Stadt. Am nächtlichen Himmel erstrahlt wieder ein Fledermauszeichen und ruft den Dunklen Ritter herbei. Aber Batman ist nicht allein. Auch Robin hat den Weg zurück gefunden. Und mit seinem Auftauchen kehren auch alte Gegner wieder zurück. Eben noch ragte ein ganz normaler Wolkenkratzer in den Abendhimmel. Im nächsten Augenblick ist seine Spitze von einem Meer aus Schlingpflanzen verhüllt. Poison Ivy ist ebenfalls wieder in Gotham und hat ihren Kampf für Mutter Natur wieder aufgenommen.

Batman und Robin stehen sich ihr auf gewohnt versierte Art. In dem Jahr, in dem sie untergetaucht waren, haben sie nichts verlernt, im Gegenteil. Aber auch Ivy hat an ihrer Trickkiste gearbeitet und wartet den beiden Freunden mit Pflanzenmonstern auf, die es in sich haben.
Während Batman die Verbrechensbekämpfung wieder in die eigene Hand nimmt, hört auch ein anderer dunkler Rächern nicht damit auf, die Gangster auf eigene Faust zu jagen.

Ein Jahr nach der Infinite Crisis, die das gesamte DC Universum umkrempelte, ist Batman zurück und muss sich einem ähnlichen und doch veränderten Gotham stellen.
Gleich mehrere Zeichner stellen sich in der ersten Ausgabe der Herausforderung, dem Dunklen Ritter ein Gesicht zu geben. So entsteht unter der Regie von Autor James Robinson ein neuer Anfang und ein toller Querschnitt von zeichnerischen Stilen.

Die Infinite Crisis ist vorüber und ich gestehe, dass ich stellenweise nicht mehr weiß, wo oben oder unten ist. Als jemand, der in der Vergangenheit lesen durfte, wie Gesandte der Gerechtigkeitsliga von Erde 1 und der Liga für den Frieden von Erde 2 gemeinsam auf New Genesis landeten, hat es mich immer verwirrt, dass diese beiden Heldengruppen plötzlich auf einer Erde vereint waren.
Selbst langjährige und vollkommene Stammleser des DC Universums dürften angesichts der letzten Ereignisse ein ganz klein wenig erstaunt gewesen sein. Nachdem ein Jahr vergangen ist, kehrt nun wieder Ruhe ein? – Nicht ganz, denn die Aufräumarbeiten gehen weiter.
Einige Bösewichte, nicht unbedingt die erste Garde der Feinde, werden von einem Unbekannten sorgfältig verfolgt und erledigt. James Robinson scheint den Neuanfang nutzen zu wollen, um der Legende des Batman noch einige neue und ungewohnte Kapitel hinzufügen zu können. So entsteht anfänglich eine ungewohnte und auch gruselige Atmosphäre, wie sie in Batman – Das 100. Jahr aufkam.

Die Kapitel des vorliegenden Bandes, drei an der Zahl, grenzen sich inhaltlich und grafisch fein voneinander ab. Im ersten Teil, gestaltet von Leonard Kirk und Andy Clarke, ist die Stimmung einerseits außerordentlich düster. Die Schatten wurden wahnsinnig gut gesetzt, Linien und kleine Verläufe sehr gut und fein getuscht.
Besonders eindrucksvoll gelungen ist das Auftauchen des Dynamischen Duos - wenngleich ich mich frage, wie es Batman aushalten kann auf einem Flakscheinwerfer zu sitzen.

Die zweite Episode zeichnet sich im wahrsten Sinne des Wortes wieder einmal durch viel mehr Action aus. Don Kramer erhält die Gelegenheit, die beiden Helden auf unterschiedlichen in das von Ivy besetzte Gebäude hineinzuschicken. Jeder der beiden muss sich auf seine Art den grünen Gegnern stellen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Pflanzen, die mit der nötigen Detailvielfalt zu Papier gebracht wurden.
Erfreulich ist es auch, wie erwachsen James Robinson die Auseinandersetzung zwischen Ivy und Batman präsentiert.

In diesem Sinne geht es weiter, wieder von Leonard Kirk und Andy Clarke arrangiert. Das ist nicht mehr das Gotham, in dem sich die irren Gegner die Klinke in die Hand geben, wie der Leser es ganz besonders anschaulich noch in Hush erleben konnte. In diesem Gotham nistet sich das echte Verbrechen ein, das der alten Garde aus Arkham keine Chance mehr lässt.
Batman kehrt zurück! Ebenfalls verschwunden gewesen ist das Dynamische Duo zurück und nur wenig ist noch so, wie es einmal war. Für Neulinge ein guter Einstieg ins DC Universum. :-)

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